Psychotherapie - wie verhalte ich mich? Es funktioniert einfach nicht...

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11 Antworten

Was hältst du davon, ihr von deinen Schwierigkeiten zu erzählen, dich jemandem anzuvertrauen, deine Ärger daraufhin über dich selbst und über deine Angst, daraufhin einen unmotivierten Eindruck zu hinterlassen und evtl. weggeschickt zu werden?

Das ist ja vielleicht nicht DAS Problem, über das du bisher mit noch niemandem gesprochen hast - aber es ist das Problem, das du ganz aktuell hast, darum gehört es dort hin. Ich bin überzeugt davon, dass du ihr das sagen kannst, hier hast du dies ja auch uns allen erzählt. ;-)

Alles Gute

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Kommentar von surgeongirl
16.03.2012, 15:19

Tja.. einfacher gesagt als getan, habs eigentlich beim erstenmal gesagt, dass ich nicht so gut im Kommunikation bin und nicht locker bin wenn ich mit Leuten reden muss.. für mich ist es auch viel einfacher etwas zu schreiben, als auszusprechen, weil es dann anonymer ist, und direkt vor jmd. zu sitzen und angeschaut zu werden, das ist so ne Art Stresssituation für mein Kopf, da macht der einfach zu und alles ist wie wegradiert was ich mir vorher vorgenommen habe.. keine Ahnung auch warum ich probiere es auf jeden Fall weiter das Problem anzusprechen Danke für die Tipps!

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Dass du dich nur langsam öffnest ist normal. Die Therapeutin denkt auch nicht schlecht von dir, wenn du ihr deine Probleme schilderst, sondern will dir bei der Bewältigung helfen. Das musst du natürlich auch zulassen. Wenn du nicht weisst wie du dich verhalten sollst, frag ruhig nach. Du bist ja die Hauptsache dabei. Du bist quasi der Chef und bestimmst Tempo und was du erzählen willst. Es gibt auch noch eine andere Art der Therapie nämlich nach systemischen Gesichtspunkten, anstatt analytisch. Das funktioniert meistens besser, aber hat den Nachteil, dass die meisten Kassen es noch nicht bezahlen.(warum auch immer) Kannst dich ja mal erkundigen ob es so einen Therapeuten bei dir in der Nähe gibt. Hier mal ein Link zum Thema:http://www.systemische-gesellschaft.de/arbeitsfelder/systemische-therapie LG

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Ohne die ganzen Antworten gelesen zu haben, gebe ich jetzt mal meinen Senf dazu ab (bin vom Fach): Ja, du cheinst zumindest nicht an der falschen Adresse zu sein. Sprich genau das, was du hier geschrieben hast, offen an bzw. sprich offen an, dass es dir schwer fällt, offen zu sein. Erzähl von deinen Gefühlen und Empfinden. Lern die Therapeutin erstmal kennen. Dafür sind die ersten fünf Sitzungen ja da. Die Passivität der Therapeutin gehört dazu, sollte dich nicht zusätzlich verunsichern - und wenn doch: sprich über genau diese Verunsicherung.

...und noch was: du scheinst diese Probleme schon lange zu haben. ...entsprechend wird auch die Therapie nicht dazu führen, dass die Probleme schnell "weggehen" - nimm dir Zeit!!!

Wünsche dir viel Kraft, Mut und Geduld!

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Kommentar von surgeongirl
23.03.2012, 20:08

Danke Dir sehr für die Antwort! Ich probiere es auf jeden Fall beim nächsten mal mehr Mut zu zeigen Da wäre eigentlich noch was, worüber ich mir gerade mehr Sorgen mache.. wenn meine Therapeutin nun gar nicht mein eigentliches Problem kennt (denn ich hab ihr ja leider das meiste verschwiegen und nur am Rande was erzählt) würde die Diagnose, oder der Bericht, dass Sie über mich erstellt hat, falsch sein..? Sie hat dann den Therapieantrag gestellt für etwas was wahrscheinlich nicht so ganz auf mich zutrifft, bzw. nicht ausreichend ist. Oder könnte das dann später noch geändert werden..? Eignet sich z.b. Audiovisuelle-Lichttherapie bei Problemen wie S.Missbrauch, Trauma, Mobbing etc. , oder ist diese Methode nur zur Entspannung, hab irgendwie den Eindruck, dass es eher so nebenbei ist und mir gar nicht bei meinem Problem helfen könnte.. oder vielleicht hab ich gar nicht verstanden worums bei der Therapie gehen soll, so... wenn man kein Wort rausbringt und sich nichts traut zu fragen :( kann jeder Psychotherapeut bei solchen Problemen helfen, oder muss er irgendwelche spezielle Weiterbildungsrichtung haben..? LG

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Vertrauen zu einem Therapeuten zu fassen ist schwierig. Habe ich es richtig verstanden, dass es Dein größtes Problem ist einem anderen Menschen im direkten Gespräch Dein Problem zu vermitteln? Bedeutest das, dass Du selbst auf direkte Fragen der Therapeutin nicht so antworten kannst wie Du eigentlich wolltest? aus Scham oder ähnlichen Gründen?

Wenn es im direkten Gespräch nicht geht....hm... Gibt es Deiner Meinung nach noch eine andere Möglichkeit Deine Vorgeschichte/Gefühle zu vermitteln? Und wenn ja...welche? wenn Du bei der Beantwortung dieser, vllt einfacheren Frage Hilfe brauchst, könntest Du ja mal md Therapeutin beraten, welche Möglichkeiten Du hast zu berichten ohne über die Vorgeschichte zu sprechen? Ich bin sicher Du findest einen Weg! alles Gute!

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Hallo Jana,

wenn Du wirklich denkst, dass es an Dir liegt und die Therapeutin die richtige Person für Dich ist, dann mach doch folgendes: Schreibe zuhause alles was Dich bedrückt schriftlich auf. Du schreibst sozusagen einen Brief über all das, was Du Dich nicht traust in der Sitzung zu erzählen. Das wird Dir mit Sicherheit leichter fallen als darüber zu reden. Am Ende einer Sitzung gibst Du den Brief Deiner Therapeutin und bittest sie, diesen bis zum nächstem Mal zu lesen. Beim nächsten Treffen weiß sie dann genau was los ist und kann entsprechend darauf eingehen. Dir wird es dann auch leichter fallen darüber zu reden, weil Du ja weißt, dass sie eh schon alles weiß. Somit hast Du schon eine große Hemmschwelle überwunden.

Ich wünsche Dir alles Gute und dass Du bald in der Lage bist, all Deine Probleme hinter Dir zu lassen. Du schaffst das schon!! Davon bin ich überzeugt.

Liebe Grüße

Sven

http://www.selbstbewusste-kommunikation.de

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Du hast 5 Probestunden, damit ihr BEIDE herausfinden könnt, ob die Chemie zwischen euch stimmt. Nimm dir die Zeit. Sprich über das, was dir auf der Seele liegt. Für dich ist es peinlich. Wenn es erst einmal ausgesprochen ist, wirst du dich viel leichter fühlen. Es geht alles schrittweise vor sich. Übe dich in Geduld. Für dich ist es schlimm, was dir passiert ist in deiner Vergangenheit. Vielfach ist es nur deswegen schlimm, weil es sich immer und immer wieder in deinem Kopf abspielt. Versuche den Schritt zu wagen. Sie denkt nicht, das du nicht normal bist. Sie hat den Beruf gelernt, um damit umzugehen und dir Lösungsmöglichkeiten zu bieten. Wenn du dich immer ein Stückchen mehr öffnest, kann sie auch auf dich eingehen. Eine Therapie ist meiner Meinung nach der richtige Ansatz. Was hältst du davon, dir für die nächste Stunde einfach mal einen kleinen Zettel mitzunehmen mit Stichpunkten, über die du sprechen möchtest? Schreiben erleichtert auch. Melde dich noch mal, wenn du noch Tips brauchst.

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Kommentar von surgeongirl
15.03.2012, 15:59

Danke euch sehr für eure Antworten! Also wohl fühle ich mich auf keinen Fall, aber das liegt denke ich nicht an der Therapeutin, sondern daran, dass ich ja gar nicht so gerne darüber rede, mit niemandem.. ich weiss nicht wie ich das anstellen soll. meistens ist es bei mir so, man muss mir eher fragen stellen und nachhacken, dass ich was zugebe, es ist halt sehr schwierig , ich weiss nicht woher ich die kraft nehmen soll das anzusprechen von selber.. Ich will es auf jeden Fall, denn sie soll schon sehr gut sein und ist ne gute freundin von meinem Freund, nur hoffe ich, dass Sie das auch noch will.. Hab eher so bei ihr den Eindruck hinterlassen, als wenn ich das nicht wollen würde, oder so.. LEIDER wie kann man so bescheuert sein.. Habe übrigens die ganze Woche jeden Tag ganzen Tag überlegt was ich sagen will und soll, habs alles auf einem blatt papier geschrieben, habs aber letztendlich vor Aufregung nicht angesprochen, es ist echt schlimm... :((

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Na ja, den ersten und vor allem wichtigsten Schritt hast du schon einmal gemacht; du hast dein Problem erkannt und du hast dich auf den, wenn auch langen Weg gemacht, dieses Problem zu beheben. Die meisten mit einem ähnlichen Problem erkennen dies garnicht.

Nun musst du Geduld haben und das sage ich aus eigener Erfahrung. Eine Psychotherapie ist nicht wie z.B. Kopfschmerzen behandeln, Aspirin und fertig. Meist geht eine solche Therapie über Jahre.

Sehr wichtig ist, dass du mit deiner Therapeutin klar kommst und glaube mir, der Rest wird sich von selbst ergeben. Ich musste erst zweimal meinen Therapeuten wechseln, bis ich für mich den Richtigen getroffen habe. Kopf hoch, es wird schon!

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Hallo Jana,

grundlegend ist ein Psychologe der richtige Ansprechpartner ja.

Und ja, was die meisten auch nicht wissen: Das ist die meist verbreitete Therapieform - die Patienten selbst machen zu lassen, sodass die Therapeuten nur kleine Anstöße in die richtige Richtung geben müssen. Ich bin davon aber auch nicht wahnsinnig überzeugt...

Hab Geduld, es war deine zweite Sitzung und du und deine Therapeutin beschnuppert euch noch. Du musst Vertrauen zu ihr fassen - anders wird das sowieso nichts. Wenn die Chemie nicht stimmt, kannst du es gleich sein lassen. Manche Menschen suchen ihr halbes Leben nach einem Therapeuten der zu ihnen passt.

Aber jetzt steck nicht gleich den Kopf in den Sand. Für eben solche Fälle sind diese "Probestunden" ja da...

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Ich glaube schon, daß es "normal" ist, daß ein Therapeut eher passiv ist. Es gibt aber auch andere. Du mußt da denjenigen rausfinden, der für DICH am passendsten ist.

Fühlst Du Dich denn sonst wohl? Kannst Du das ansprechen, daß es Dich gerade so verunsichert?

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Es ist normal, das deine Therapeutin ruhig ist, und dich sprechen läßt. Sie möchte dich kennen lernen, und da benötigt sie einige Anhaltspunkte. Bei manchen dauert es länger. Nimm dir die Zeit, die du brauchst und setzte dich nicht unter Druck. Mache kleine Schritte.

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Scheinbar stimmt die Chemie zwischen euch nicht, vielleicht solltest du dir eine andere Therapeutin suchen.

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