Psychotherapie - sie tut mir gut doch am nächsten Tag total traurig?

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7 Antworten

Therapien sollen ja auch Dinge in Dur hervorholen,zu Tage fördern,damit Du sie besser einordnen kannst. In dieser Zeit können die verschiedensten Zustände auftreten,Glück,nochmals durchs tiefste Tal wandern,völlige Unsicherheit,weil man gar nicht weiß,wie man seine Erinnerungen im "neuen Licht" bewerten soll. Vorsicht ist angebracht,wenn die Gefühle für die/den Therapeuten zu stark werden,denn ohne Abstand wirkt keine Therapie. Mancher Therapeut setzt zwar bewusst ein gewisses Maß an Zuneigung ein,das darf aber keinesfalls in Verliebtheit münden oder einer Abhängigkeit.
Ich könnte z. B.als Mann,der nie eine echte Liebesbeziehung hatte,niemals zu einer Therapeutin,ich wäre sonst wohl bald verliebt,wenn sie mich versteht. Ansonsten würde ich sagen,den Weg weitergehen,wie eine Bergwanderung,mal anstrengend,mal leichter-aber immer das Ziel im Blick! Und das ist,mir gefällt die Formulierung sehr-
Das Leiden auf normales Maß zurückzusetzen. Denn wir alle leiden mal im Leben,dürfen aber nicht daran zerbrechen oder steckenbleiben.
Kopf hoch,alles Gute. :)

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Mir ging es immer ganz genau so wie dir. Die Psychologin spricht mit dir über deine tiefsten Gefühle und Gedanken. Es tut einem immer gut, wenn man über Probleme spricht, denn wie man so schön sagt: Geteiltes Leid ist halbes Leid. Du fühlst dich danach so frei, wohl und hast das Gefühl, dass nun alles wieder super wird bzw siehst das Ganze einfach viel optimistischer. Dann wirst du den nächsten Tag wach und merkst, dass sich rein gar nichts ändert (NOCH nicht!) und dann kommt es dir nicht mehr zu gute, dass du so viel über alles nachgedacht hast, weil dann auch Gefühle hochkommen, die du verdrängt hast. Arbeite einfach mit, rede vielleicht auch mal mit der Psychologin, sie kann dir dann sicher Tipps geben, wie du diese 'Trauer danach' mehr los wirst.. :) 

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Sprich das auf jeden Fall an.

Eine Therapie ist sehr hilfreich, aber wie alles Heilende hat sie auch Nebenwirkungen. Eine davon kann die Labilisierung sein. Das Gefüge des Schlecht-Gehens kommt ins Wanken.

Es ist also völlig normal, dass man sich im Verlauf einer Therapie mal gut und mal schlecht fühlt. Das wird sich aber legen.

Aber rede trotzdem darüber.

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Das ist vermutlich vollkommen normal.

Du sprichst in der Therapie vermutlich über deine tiefen Probleme. Wenn du darüber nachdenkst, geht es dir schlecht. So ist es mal ganz simpel ausgedrückt.

Das solltest du allerdings unbedingt in der Therapie ansprechen!

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Anscheinend fehlt Dir vor allem eins: Zuwendung. Um die Therapiestunde fühlst Du Dich wahrgenommen, ernstgenommen und geborgen mit Deinen Problemen. Aber dann kommt der Einbruch, weil natürlich klar ist, dass Deine Therapeutin nicht Deine Freundin ist, zu der Du jeden Tag gehen kannst.

Ja, sprich das ruhig mal an.

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Du stellst die Therapeutin an die beschützende Mutterposition und danach brichst du zusammen, weil es eben doch nicht so ist, du musst erwachsen sein.

Das solltest du bei der Therapie unbedingt ansprechen. Könnte durchaus sein, dass ihr die professionelle Ebene verlassen habt.

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Ja, genau das mußt du mit ihr besprechen. Sie kann es dir am besten erklären. :-)

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