Psychose erkennen nach kiffen?

8 Antworten

Das Gefühl der Derealisation und Depersonalisation können auch gesunden Menschen passieren, wenn sie übermüdet sind oder unter starkem Stress stehen, so viel mal vorweg.

Solltest Du öfter unter Halluzinationen oder dem Gefühl des Realitätsverlustes leiden, lass das mal von einem Psychiater/Therapeuten abklären.

Alles Gute!

Hallo!

Erst mal: Dass Du die Frage unter der Kategorie "Drogen" abgelegt hast, wird hier vermutlich merkwürdige Ratschläge anziehen... Immerhin ist gutefrage eine Community, in welcher viele Konsumenten unterwegs sind, die sich mit endlosen seriösen und unseriösen Artikeln aus dem Netz herumschlagen, sie dann vermischen und hier ausschütten. Das ist oft wirsch.

Zunächst die Frage: Konsumierst Du noch? Sowohl kiffen als auch andere Substanzen? In einer anderen Frage taucht auf, dass Du viel auf Partys bist und auch trinkst? Wie sieht denn so Dein Konsum die Woche über aus, von Mo bis So?

Es ist schon so, dass Substanzkonsum zu bleibenden Veränderungen führen kann. Auch, wenn das in konsumorientierten Foren geleugnet wird, passiert es immer wieder. Du solltest Dich ggf. an einen Arzt wenden. Dieser wird einige Dinge erfragen und Dich ggf. an einen Psychiater oder Psychotherapeuten überweisen.

Ich habe ein Kumpel der ein starker kiffer war ! Es hatte den schlimmsten Absturz er war nicht mehr er selbst er war wie ausgetauscht ! Er war kein Stück mehr so wie ich ihn kenne er kam in einer Therapie rein die nichts gebracht hat ! Wie es weg ging obwohl er einer der stärksten kiffer war ! Er war bei ein Familien Mitglied wo er 1halb Monate war durch gehen mit Familie geredet gelacht alles ( starker kalter Entzug) hat ihm Kopf schmerzen bereitet schlechte Laune gemacht und all solche Dinge ! Nach ungefähr 1-halb hat sich das gelegt und war auf den Weg des besseren zu werden :) jetzt ist er komplett clean ! Ich als sein bester Freund habe ihm immer davon abgeraten ihm andere Gedanken im Kopf gesetzt ( Ziele ) die er verfolgen soll bevor er es irgendwann bereut und jetzt ist er top in Form ! ( wieso versuchst du es nicht genau so ) du brauchst genügend Ablenkung ! Das bringt dich dazu weg ! Ich weiß die sucht ist immer da ( der Drang danach ) aber das sind halt nur Gewöhnungen die man mittlerweile abgewöhnen kann in den Mann viel mit der Familie macht und die falschen Freunde vergessen tut und den Kontakt abbricht !

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Hallo, vielen Dank für die Aussage kräftige Antwort aber das war ja nicht meine Frage nach den absturz 2017 habe ich nicht mehr gekifft doch die komischen Erscheinungen kommen trotzdem noch an und ab mal das Gefühl das die Welt nicht real ist in der ich lebe und das sich alles so anfühlt als wenn es wie im spiel/Film ist.

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@Frageeinefra323

Das weiß ich ja ! Das selbe hatte er auch! Das schwöre ich dir hoch und heilig ! Er war garnicht mehr er selbst er hat die Welt so gesehen als wären das stufen ! Bzw Levels die man hoch kommen tut und eine neue Welt kommt ! Hört sich krank an aber so war es bei ihm und so ist es anscheinend auch bei dir ! Er hat sich Videos angeschaut die ich nie in meinem Leben gesehen hab und ohne ihm die auch nie gesehen hätte ! Er war komplett krank hat komplett anders geredet ich als der beste Freund war traurig mein eigenen Kumpel so zu sehen das er nicht mehr er selbst ist wenn er von Welten usw geredet hat !

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@Jimi98

Okey und ist er jetzt wieder „normal“ hast du Tipps dagegen wie es jetzt weiter gehen soll?

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@Frageeinefra323

Du wirst nur so die Dinge los in dem du mit deiner Familie zusammen bist ! Wenn du allein in einer Wohnung wohnst oder mit deiner Freundin ? Gehst du komplett kaputt mit solchen Gedanken ( hört sich zwar scheiße an ! Aber wenn ich in deiner Stelle wäre würde ich meine eigenen Eltern fragen ob ich bei denen wieder wohnen kann ! Es geht um dich ! Dir muss es gut gehen denk dran

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@Jimi98

Okey also meinst du Soziale Kontakte und in der Welt raus gehen und so viel wie möglich Unternehmen hilft da gegen damit man so wenig wie möglich Zeit dafür dadrüber nach zu denken hat

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@Frageeinefra323

Genau so meine ich das ! Kontakte zu alte Freunde wo du merkst das die einfach falsch sind komplett abbrechen ! Garnicht dadrüber nach denken !! Zeit mit Leuten verbringen die du liebst vom Herzen aus ! Halt wie deine Familie:) falls du Geschwister hast dann mit die immer was unternehmen glaub mir nach einer Weile bekommt du endlich dein selbst vertrauen wieder findest dich selbst wieder toll! Kannst dein Leben dann in vollen Zügen genießen und deine Ziele verfolgen :)

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@Jimi98

Okey vielen vielen Dank für die hilfreichen Vorschläge 👍🏻

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@Frageeinefra323

Nichts zu danken :) ich hoffe so sehr das du dir das zu Herzen legst und das verfolgt wie ich es geschrieben haben :) ich wünsche dir nur das beste ( viel Erfolg ) 😊

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Cannabis bzw. THC steht schon lange unter Verdacht psychische Krankheiten zu begünstigen oder -mit einer entsprechenden Veranlagung- sogar auslösen zu können. Dazu zählen substanzinduzierte Psychosen, Angststörungen (insbesondere Panikattacken), dissoziative Erkrankungen (z.B. Depersonalisation/Derealisation) sowie teilweise auch Depressionen. Da die Forschung mit Cannabis jedoch lange verboten war, sind grössere wissenschaftlich fundierte Studien jedoch eher Mangelware.

Bis Dato gibt es vor allem eine grosse Studie welche den Zusammenhang von Cannabis und Psychosen untersuchte. Sie wurde von mehreren Universitäten unterschiedlicher Länder gemeinsam durchgeführt und im Januar 2017 veröffentlicht. Die Resultate sind relativ eindeutig. Gemäss den Autoren erhöht der Konsum von Cannabis das Risiko an einer Psychose zu erkranken um 37-41% (also von 0.6% "naturgegebenem" Risiko auf ca. 1%). Umkehrschlüsse (z.B. das der Konsum eine Form der Selbstmedikation ist) wurden durch genetische Marker ausgeschlossen. Anderseits bedeutet dies auch, dass die Mehrheit aller Konsumenten keine psychotischen Beschwerden entwickelt. Dennoch ist die prozentuale Steigerung des Risikos enorm.

Studien betreffend anderer psychischen Erkrankungen gibt es (noch) nicht oder sind erst im Gange. Die Annahmen stützen sich auf unzählige Fallberichte psychiatrischer Kliniken und ambulant arbeitenden Therapeuten.

Aber zu deiner konkreten Frage: Das was du beschreibst klingt für mich eher nach einer Depersonalisation/Derealisation (DP/DR) als nach einer schizophrenen Psychose. Schizophrenien zeichnen sich vorwiegend durch den Verlust des Realitätsbezuges aus während bei einer DP/DR das rationale Denken einwandfrei funktioniert.

Falls dich die detaillierten Diagnosemerkmale interessieren kannst du gerne noch folgende Zeilen lesen...

Grundsätzlich gibt es bei einer Schizophrenie sogenannte Positiv- und Negativsymptome, wobei “positiv” nicht im alltäglichen Sinne zu verstehen ist. Positivsymptome sind Beschwerden, welche zum “Normalzustand” hinzukommen (z.B. Halluzinationen), Negativsymptome sind Beschwerden dem “Normalzustand” abgezogen werden (z.B. Antriebslosigkeit). Im Detail…

Typische Positivsymptome sind:

  • Wahngedanken und Wahnideen: Die betroffene Person ist von Dingen überzeugt, welche objektiv gesehen völlig absurd sind. Beispielsweise kann jemand mit einer Schizophrenie fest davon überzeugt sein das HIV-Virus (AIDS) erfunden zu haben, durchgehend von Kameras überwacht oder von Ausserirdischen verfolgt zu werden. Es gibt unzählige weitere Beispiele. Durch realitätsbezogene Gespräche ist die betroffene Person nicht von ihren Überzeugungen abzubringen. 
  • Halluzinationen: Häufig auditiv, selten visuell. Typisch ist das hören von nicht existierenden Stimmen. Dabei werden diese Stimmen als real wahrgenommen.
  • Ich-Störung: Beispielsweise wer die eigenen Gedanken als von aussen eingegeben erlebt oder die Betroffenen haben das Gefühl, andere können ihre Gedanken lesen.
  • Gestörte Gedankengänge: Gedankengänge und teilweise auch deren Artikulation können von Mitmenschen nicht nachvollzogen werden.
  • Erregbarkeit: Beispielsweise innere Anspannung, innere Unruhe, Nervosität etc.

Typische Negativsymptome sind:

  • Antriebsmangel und Apathie: Die Betroffenen verlieren das Interesse an ihrer Umgebung, wirken desinteressiert und sind inaktiv.
  • Sprachverarmung
  • Verminderte oder unangemessene Gefühle: Auf Aussenstehende wirken die Betroffenen abgestumpft, Gefühlsäusserungen sind reduziert.
  • Verminderte soziale Leistungsfähigkeit: Soziale Kontakte werden vernachlässigt und die Erkrankten ziehen sich zurück.
  • Psychomotorische Verlangsamung: Die normale Mimik wirkt abgeschwächt und verlangsamt.
  • Anmerkung: Dass nach einer akuten Phase die Negativsymptome in einer ausgewachsenen Depression münden ist keine Seltenheit.

Bei einer Depersonalisation/Derealisation (DP/DR) hingegen ist das kognitiv logische Denken des Betroffen völlig in Takt und der Realitätsbezug gegeben. Meist tritt eine DP/DR im Zusammenhang mit anderen psychischen Erkrankungen (allen voran Angststörungen) auf. Ein isoliertes Auftreten ist selten, kann jedoch vorkommen.

Folgende Symptome gehören zu einer DP/DR:

  • Emotionale Taubheit: Betroffene empfinden, dass sie nichts fühlen, oder dass ihre Gefühle „flach“ oder unwirklich sind. Ihre Wahrnehmung von Personen oder Objekten „lässt sie oft kalt“, das heißt, das Beobachten eines Sonnenuntergangs, die Wahrnehmung von Schmerz oder das Berühren ihres Partners löst keine Emotionen aus.
  • Veränderung des Körpererlebens: Der eigene Körper oder Teile des Körpers werden als verändert (leichter/schwerer, größer/kleiner), als leblos oder als nicht zu-sich-gehörig empfunden. Das eigene Spiegelbild oder die eigene Stimme können fremd wirken. Manche Betroffene haben das Gefühl, nur „ein Kopf ohne Körper“ oder nur „Augen ohne Körper“ zu sein.
  • Veränderung der visuellen Wahrnehmung: Viele Betroffene haben das Gefühl, „neben sich zu stehen“, so, als würden sie ihre Umwelt aus einer veränderten Perspektive (von weit weg, von außerhalb ihres Körpers, durch eine Kamera oder wie auf einer Filmleinwand etc.) sehen.
  • Gefühl der Automaten- oder Roboterhaftigkeit der eigenen Bewegungen oder mentalen Prozesse: Bewegungen können zwar problemlos willentlich und kontrolliert ausgeführt werden, doch die Betroffenen empfinden oft keine Zugehörigkeit einer bewusst ausgeführten Bewegung zu einem eigenen willentlichen Entschluss, diese Bewegung auszuführen. Sie haben z. B. nicht das Gefühl, ihre Hand zu bewegen, sondern empfinden, dass die Hand – wie ferngesteuert – „sich bewegt“.
  • Veränderung von Gedächtnisprozessen: Erinnerungen können als blass, undeutlich oder fern wahrgenommen werden: Ein nur wenige Stunden zurückliegendes Ereignis kann in der Erinnerung so empfunden werden, als läge es schon Jahre zurück.
  • Die Umwelt wird als fremd und nicht real wahrgenommen. Die Betroffenen beschreiben ein Zustand der sich "wie unter einer Käseglocke sein" oder "wie ein Milchglas vor dem Gesicht haben" anfühlt.

Hoffe konnte dir ein wenig weiterhelfen...

Psychiater sollten drogeninduzierte Psychosen diagnostizieren können. Die überwiegende Mehrheit bei GF kann das ganz bestimmt nicht.

"Psychose" ist im Zusammenhang zu einem Modewort verkommen. Es handelt sich nicht selten nur um schlichte Wirkstoff-Überdosierungen mit unerwünschten Nebenwirkungen. Vergleichbar mit einer alkoholischen (nicht tödlichen) Vergiftung.

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