Psychopharmaka bei Kinderwunsch?

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7 Antworten

Hallo Ich finde es stark wie Sie Ihren Kinderwunsch haben und bereit sind echt was zu tun. Ihr Körper braucht also etwas Zeit um wieder "sauber" zu sein für die Empfängnis. Auch bei andern dauert das Kinder kriegen meistens 6 Monate bis ein Jahr - völlig normal. Ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen: Entspannung, Entspannung ...alles, was irgendwie hilft, sich zu relaxen, bringt am Schluss auch den Schlaf, der so wichtig ist für Körper und Seele.

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Wahrscheinlich macht sich jede Frau bei einer geplanten Schwangerschaft Gedanken, die bisher zwar hilfreichen, aber jetzt ggf. riskanten Medikamente auch ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt abzusetzen.

Ob aber das vorübergehende Absetzen des Psychopharmakons möglich und sinnvoll ist, muss individuell entschieden werden. Meist ist aber eine niedrig dosierte Behandlung mit einem einzelnen, bisher bewährten Psychopharmakon sinnvoller als das scheinbar sichere Absetzen des Medikamentes.

Denn man muss nicht nur das "Vorher" und "Während", sondern auch das "Danach" bedenken. Wenn also eine Mutter nach der Entbindung plötzlich ohne medikamentösen Schutz erkrankt, was ohnehin eine heikle Phase darstellt, dann muss man sich einmal die möglichen Konsequenzen vorstellen, die hier für das Kind drohen.

Alles ist auf die "bösen Medikamente" fixiert. Doch was diese zu verhindern in der Lage sind, denn das Leben geht ja über Schwangerschaft und Entbindung hinaus, steht den wenigsten klar vor Augen, zumal es ja auch noch meist verheimlicht wird: Die Folgen beispielsweise von Depressionen, manischer Hochstimmung, schizophrener Psychose, Suchterkrankung u.a. nach der Geburt schädigen möglicherweise das Kind mehr als die niedrigst-mögliche Dosis der fortlaufenden Erhaltungstherapie unter der Schwangerschaft - und natürlich darüber hinaus.

http://www.psychosoziale-gesundheit.net/psychiatrie/psychopharm.html

Mit einfachen Hausmittelchen wirst du dein Schlafproblem nicht lösen und mit dem Absetzen deiner Medikamente schaffst du neue.

Arbeite mit deinem Hausarzt, Gynäkologen und Psychiater zusammen.

Ich wünsche dir alles Gute!

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Ich finde dein Verhalten absolut unverantwortlich! Das zeigt nicht gerade, dass du jetzt schon reif genug bist um ein Baby zu bekommen!
Ich weis die Worte sind etwas hart, aber was versprichst du dir hier? Deine Schlafprobleme kommen von deiner psychischen Erkrankung. Es wäre irrsinnig, wenn du jetzt hier von jemandem der "Laie" ist, einen Rat annimmst. Manchmal kann das nur noch mehr kaputt machen...
Und auch deine Partnerschaft wird darunter leiden, wenn du jetzt einfach eigenständig die Medikamente absetzt - erst recht das Baby!
Persönlichkeitsstörung haben das Phänomen, dass mehr das Umfeld an der Erkrankung leidet, als die betroffene Person selbst...
Natürlich kannst du während einer Schwangerschaft nicht deine ganzen Medikamente nehmen. Aber hier kann es nur sinnvoll sein, wenn du mit deinem behandelnden Arzt zusammen arbeitest und ihr euch gemeinsam einen Weg überlegt. Er kann dir dann vielleicht auch wegen deiner Schlafprobleme helfen. Ein guter Tipp ist es auf jeden Fall ein Ritual einzuführen, dass dem Körper "schlafen gehen" signalisiert. Z.B. weiterhin die Milch oder ein Schlaftee. Es dauert aber, bis der Körper das wirklich als "Ritual" sieht und funktioniert. Versuche min. 1 Stunde vorm Schlafen auf Fernsehen und Handy zu verzichten. Die Geräte strahlen eine Lichtart aus, die im Menschen das Hormon ausschüttet um wach zu sein. Vielleicht helfen die Tipps dir etwas, aber ich denke nicht sehr, weil deine Schlafprobleme eher aus den anderen Problemen resultieren, die jetzt "unbehandelt" sind.
Wenn du eine gute Mama werden willst, dann zeige deinem Baby doch schon jetzt, wie man angemessen mit psychischen Störungen umgeht und suche deinen Arzt auf und bespreche deinen Kinderwunsch dort.
Viel Glück auf jeden Fall!!

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Kommentar von Ostsee1982
06.01.2016, 14:38

Du hältst es für irrsinnig einen Rat von einem Laien anzunehmen aber wägst dich selbst in der Position ihr als Laie zu sagen, dass sie unreif für ein Kind ist. Im Rückschluss soll sie deinen Rat also nicht ernst nehmen? :-) Ob sie Ratschläge annimmt steht doch hier nicht zur Diskussion, sondern, dass um Rat gefragt wird.

Und auch deine Partnerschaft wird darunter leiden, wenn du jetzt einfach eigenständig die Medikamente absetzt - erst recht das Baby! 

Auch da kannst du offenbar von ein paar Zeilen Rückschlüsse auf die Qualität der Partnerschaft ziehen... man könnte beinahe auf die Idee kommen du kennst die FS persönlich. Ein Baby ist in Planung das gibt es noch nicht.

Persönlichkeitsstörung haben das Phänomen, dass mehr das Umfeld an der Erkrankung leidet, als die betroffene Person selbst...

Was genau möchtest du damit aussagen? Nicht das Umfeld muss mit der Erkrankung leben, nicht das Umfeld wird mit schweren (teils) sedierenden Psychopharmaka behandelt, nicht das Umfeld muss jahrelange Psychotherapien durchstehen und sich mit Traumatisierungen auseinander setzen. Ihr Umfeld hat dafür gesorgt, dass diese Erkrankung überhaupt erst entstand. Wenn das vermeintlich gesunde Umfeld sich gestört fühlt muss man sich andere Gesellschaft suchen.

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Kommentar von Mieze1231
06.01.2016, 15:31

Wer sagt, dass ich auf diesem Gebiet Laie bin?

Jetzt zu erklären, wie Persönlichkeitsstörungen entstehen und wer darunter wie viel Leidet etc. ist hier definitiv zu viel zu erklären und ist nicht möglich.

Es gibt allerdings einen Unterschied zwischen psychischen Störungen wie Depressionen, Angsterkrankungen, Traumatisierungen usw und Persönlichkeitsstörungen.

Belese dich doch gern noch etwas zu letzterem. Du wirst schnell fündig werden, dass Kinder oftmals stark unter einem Elternteil leiden, wenn dieser ein unbehandelter Patient mit einer Persönlichkeitsstörung wie dem Borderline ist.
Darüberhinaus ist diese Krankheit gerade durch Beziehungskonflikte geprägt. Die Probleme in der Partnerschaft sind also vorprogrammiert, unabhängig von der Qualität der Beziehung.

Natürlich ist zwar jede Situation individuell und sollte so betrachtet werden. Aber auch hier ist das im Internet eher schwierig zu machen. Dafür wäre dann wieder der behandelnde Arzt zuständig.

Deshalb Rate ich, den Kontakt zum Arzt wieder auszunehmen und nichts eigenmächtig zu überstürzen. Das Risiko, dass dies negative Folgen hat ist einfach zu groß.

Und meine Persönliche Meinung ist einfach, dass so eine gemeinsame Planung mit den Ärzten, die erste Reife Handlung für das zukünftige Baby wäre und auch für später etwas, worauf man stolz sein kann, wenn man die "Probleme" bestmöglich angeht.

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Sorry, du setzt deine Medikamente, im besonderen auch dein Schlafmittel eigenmächtig ab. 

Logisch kannst du nicht schlafen, logisch zickst du herum.

Wer so selbstschädigend mit sich selber umgeht, dem kann man auch nicht helfen.

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Bitte besprich das mit deinem behandelnden Arzt. Der kann dir dazu Näheres sagen.

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Gibts da noch einen Text dazu oder ist das alles ?

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Kommentar von xCrystalxNinix
05.01.2016, 00:20

Hallo. Irgendwie ist der Text nicht gekommen. Also nochmal hier: 

Ich (22) und mein Freund (30) wollen eine Familie gründen. Wir werden demnächst heirate. Das Problem ist das ich seit dem ich 16 bin Psychopharmaka nehme weil ich Borderline habe (Trittico, Zoldem, Anafranil und Haldol) Ich habe nachgelesen und die schrenken Stark doe Fruchtbarkeit ein. Vor zwei wochen habe ich sie selbst abgesetzt (bitte keine blöden kommentare vonwegen nicht ohne ärztlicher aufsicht absetzten und so. Ich weiß es selbst und um das geht es hier garnicht!) Am Tag habe ich keine Probleme aber ich kann am Abend nicht schlafen. Entweder ich bin die ganze Nacht wach oder ich schlafe erst um 3 uhr Früh ein und wache nach 4 Stunden wieder auf.  Ich habe es schon mit Baldriantabletten und heißer Milch mit Honig versucht aber das bringt sich nichts. Habt ihr Tipps was ich machen oder nehmen kann um zu schlafen? Oder hat jemand damit erfahrung? 

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Es ist jetzt über ein Jahr her das ich diese Frage gestellt habe und nun habe ich ein wundervolle und vorallem GESUNDE Tochter. Seit ich von meiner Schwangerschaft erfahren habe hat sich alles geändert. Das war in der 7. Schwangerschaftswoche. Ich habe selbstständig meine Medikamente abgesetzt und es ging/geht mir super. Sogar besser als mit. Ich hatte nie den Drang mich zu verletzt oder gar selbst zu töten. Auch nach der Geburt fiel ich in keine Depression. Ich hatte zwar sogenannte Heultage aber mehr auch nicht. Aber die hat ja jede Frau. Jetzt ist meine Tochter schon 5 Wochen alt und ich stille voll. Es ging mir noch nie so gut wie jetzt und es war die beste Entscheidung meines Lebens. Auch meine Psychiaterin meinte letztens das sie es nicht gedacht hätte das ich es so schaffen würde. Ich hatte aber auch die ganze Schwangerschaft und auch jetzt Psychiatrische betreuung. Gehe zur Psychologin und fahre zu meiner Ärztin zur Kontrolle. Ausserdem kommt jede Woche meine Hebamme.

Man kann es schaffen wenn man es will und nicht von so blöden Kommentaren runter machen lassen wie so manche das hier gemacht haben. Danke noch mal! 

 

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