Psychologisches Gutachten von eine anderen Person

10 Antworten

Ein psychologisches Gutachten kann nur erstellt werden wenn die betroffene Person persönlich vom entsprechenden Arzt dahingehend untersucht wird. Das heißt: Ist die Person abwesend, kann kein Gutachten erstellt werden. Zusätzlich heißt das: Nur weils ein Arzt ist muss er noch lange nicht dazu befähigt und ausgebildet sein ein solches Gutachten zu erstellen.

Beispielsweise kann sich ein Zahnarzt zwar ein Augenleiden anschauen und seine Meinung dazu äußern, ein Augenarzt ist allerdings dafür speziell ausgebildet.

Ich würde niemals einer Diagnose trauen wenn diese Diagnose in Abwesenheit der betroffenen Person entstand (beispielsweise durch subjektive Erzählungen). Ein richtiger Arzt würde dies auch nicht machen.

Schweigepflicht: Ist die Person erwachsen, dann kann sie selbst bestimmen wem gegenüber die ärztliche Schweigepflicht nicht gilt (ob beispielsweise ein Elternteil bzw. ein Partner darüber informiert werden darf). Ansonsten gilt: Nur der direkt Erziehungsberechtigte und Sorgeberechtigte bekommt Informationen über das Krankheitsbild/ eine Diagnose. Oder aber eben direkt Verwandte wie der Ehepartner.

Dazu gibt eine ebenso klare wie einfache Antwort: Nein! Psychologische Gutachten können durch eine Behörde veranlasst werden aber nicht von einer Privatperson. Auch ergeht ein psychologisches Gutachten nicht über einen Kinderarzt!

Ein psychologisches Gutachten ohne die Anwesenheit der Person macht keinen Sinn, denk mal nach. Zusätzlich wird ein psychologisches Gutachten von einem PSYCHOLOGEN erstellt, nicht von einem Kinderarzt. Und ein solches Gutachten unterliegt genauso der Schweigepflicht wie die Ergebnisse eines Bluttests. Wenn es also nicht Dein Kind ist, gibt es da gar nix für Dich.

Was möchtest Du wissen?