Psychologin wechseln?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

ja, also wenn du bei der bleibst, dann wirds auf jedenfall nicht besser. noch dazu erzählt sie dir sachen über andere patienten, das darf sie gar nicht. wechsel u wenn sie fragen warum, dann kannst du sagen, dass du dich bei ihr nicht fachgerecht behandelt wirst u sie das mit dem arztgeheimnis oder wie man dazu sagt, auch nicht einhält.

Man muss das nicht begründen. Es reicht schon, das Gefühl zu haben, dass "die Chemie" nicht stimmt.

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Setz dich erstmal mit der Krankenkasse in Verbindung wegen der Kostenübernahme. Aber selbst wenn du ihr die Freundschaft kündigst, hast du noch lange keine neue Therapeutin. Such dir erst eine neue, mache quasi die Probesitzungen, die sehr wichtig sind, damit das nicht passiert, was jetzt ist, und wenn du neue Termine hast, rufst du sie an und sagst die kommenden Termine ab. Jetzt würde ich ihr mal klipp und klar sagen, dass du nicht möchtest, dass sie Dinge von dir erzählt, denn das geht auf keinen Fall, zumal es auch noch eine Klassenkameradin von dir ist. Mach ihr das deutlich. Sollte sie das weiterhin machen, würde ich sie sogar melden. Selbst wenn du heute in einer Gruppentherapie bist, mußt du dich verpflichten, nichts nach Außen dringen zu lassen.

Die beschriebenen Verhaltensweisen der Psychologin sind eine klare Verletzung der Schweigepflicht und es wäre natürlich am besten, wenn Du ihr sagen könntest, dass Du das nicht möchtest, vielleicht auch mit Unterstützung Deiner Eltern. Das wäre auch ein toller und mutiger Schritt, genau das zu lernen, was Du bislang nicht so gut kannst, nämlich Deine Meinung zu sagen!

Vielleicht - wenn dieses Gespräch gut liefe - würde sich auch die Beziehung zu Deiner Psychologin verbessern. Wenn Du Dich weiterhin nicht öffnen kannst, hat eine Therapie bei ihr wenig Sinn.

Ein Therapeutenwechsel ist möglich, hat aber praktische Nachteile. Zum einen musst Du erst eine neue Therapeutin finden, zum anderen kannst Du nur die Stunden mitnehmen, die Du von den bewilligten noch nicht genommen hast. Das werden nach einem halben Jahr nicht mehr viele sein. Das wiederum ist eher ein Hindernis beim Suchen nach einem neuen Therapeuten, da dieser dann sehr schnell, ohne Dich richtig zu kennen, eine Verlängerung schreiben müsste, was Therapeuten nicht sonderlich mögen. (Ich weiß das, ich bin selbst einer.)

Es könnte vielleicht einen Versuch wert sein, mit der Krankenkasse darüber zu verhandeln, ob Du unter diesen Umständen mit einer neuen Therapeutin stundenmäßig von vorn anfangen könntest. Dieser würdest Du es dann so erzählen, wie Du es erlebt hast. Alles klar?

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