Psychologiestudium- Alternativen bzw. andere Wege zur Psychotherapeutin?

5 Antworten

es gab mal/gibt immer noch? die möglichkeit über erziehungswissenschaft in die therapeuten ausbildung hereinzukommen, dann aber natürlich nur in den bereich kinder- und jugendtherapie. da müssteste dich mal schlau machen.

dann könntest du mit soziale arbeit/sozialpädagogik ggf. eine ausbildung in richtung familientherapie machen. mit sozialer arbeit/sozialpädagogik könntest du auch beratungen durchführen (z.b. gewaltberatung/prävention) und evtl. work shops (z.b. zum umgang mit konfliktsituationen usw.).

in richtung medien (wohl nicht ganz kommunikationswissenschaften) gitb es den studiengang "angewandte kognitions- und medienwissenschaften" an der UDE. dort gibt's den schwerpunkt kognitionspsychlogie bzw. werbepsychologie? ich weiß nicht mehr genau, wie der schwerpunkt war, aber auf jedenfall etwas mit psychologie :D

gerade den bereich der entwicklungspsychologie dürfte man wohl auch in studiengängen wie "frühkindliche pädagogik" o.ä. behandeln. sicher bin ich mir nicht, aber du könntest ja mal recherchieren :D

hier findest du alle studiengänge in deutschland: https://studieren.de/suche.0.html?&mode=search<=course&fb=62:faculty:Psychologie

es gibt viele wege. Ich studiere zum Beispiel Gerontologie und kann dann meinen Master in Gerontopsychologie machen der die Zulassung zur psychologischen Psychotherapeutenausbildung besitzt. Oder du studierst Sozialpädagogik oder Soiale Arbeit und nach dem Master kannst du auch die Psychotherapeutenausbildung machen. Du darfst dann allerdings nur mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Oder bei der Gerontologie halt mit alten Menschen.

Der Ausbildung zum psychologischen Psychotherapeuten stehen in erster Linie entweder das Studium der Psychologie oder das Studium der Medizin voran.
Es bestehen jedoch weitere Möglichkeiten psychologisch beratend oder psychotherapeutisch arbeitend tätig zu werden.
Viele Menschen gehen einen Teil ihres Weges mit einem Studium ihrer Wahl und einer Arbeit ihrer Wahl und entscheiden sich später für eine Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie und für die Ausbildung in einem therapeutischen Verfahren.
Bestehen sie die staatliche Überprüfung und erhalten sie die Heilerlaubnis, können sie dann in eigener Praxis psychotherapeutisch tätig werden. Jedoch können sie NICHT mit den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen, mit privaten nur über eine Zusatzversicherung des Klienten.
Die Klienten/Patienten sind in der Regel Selbstzahler. Heilpraktiker für Psychotherapie dürfen anders als Ärzte auch keine Rezepte ausstellen und nicht krank schreiben.

Guten Morgen,

es gibt gerade an Fachhochschulen und privaten Hochschulen jede Menge alternative Studiengänge, die sich häufig auf einen Teilbereich der Psychologie konzentrieren, wie zum Beispiel Wirtschaftspsychologie (http://www.psychologie-studieren.de/alternative-studiengaenge-psychologie/)

Eine Ausbildung zum psychologischen Psychtherapeuten (und damit eine Praxis mit Kassenzulassung) ist nur mit einem klassischen Psychologiestudium an einer Hochschule möglich, da nur dort der Teil "klinische Psychologie" gelehrt wird.

Warum probierst du es nicht einfach aus, gerade wenn du den Schnitt dafür hast? Im schlimmsten Fall merkst du nach 1 oder 2 Semestern, dass es soch zu viel Mathe ist und wechselst auf einen anderen Studiengang bei dem du dir unter Umständen sogar Leistungen aus deinem vorherigen Studium anrechnen lassen kannst.

Der reguläre Weg zum Beruf des Psychotherapeuten ist und bleibt das Medizinstudium. Die Ärzte haben in den Diskussionen um die Neufassung des Psychotherapeutengesetzes in Deutschland nochmal klar und mit allen politischen Rückendeckungen darauf hingewiesen, dass Psychotherapie ein Teilgebiet der Medizin ist und dass es sich dabei um eine ärztliche Tätigkeit handelt. Dies ist auch in verschiedenen Regelungen festgelegt (wie z.B. die "Ärztequote" bei Psychotherapiesitzen - 25% der psychotherapeutischen Kassensitze eines KV Bezirkes sind mit ärztlichen Psychotherapeuten zu besetzen). Ohne Ärzte gibt es auch keine nicht-ärztliche Psychotherapie, da eine solche nicht-ärztliche Therapie nur mit ärztlicher Zustimmung stattfinden kann. Ärztliche Psychotherapeuten habe auch mehr Befugnisse als nicht-ärztliche (z.B. Bescheinigungen, Befunde, Atteste ausstellen, Krankschreiben, in Kliniken einweisen, Reha-Maßnahmen beantragen, Hilfsmittel verordnen usw.).

Es macht keinen Sinn, Psychologie zu studieren, wenn man sich nicht für das Fach interessiert. Alleiniges Interesse an Teilgebieten zeugt nur davon, dass keine ausreichenden Kenntnisse über das Studienfach vorhanden sind. Dies sind typische Voraussetzungen für einen raschen Abbruch des Studiums.

Ein Psychologiestudium mit dem alleinigen Ziel Psychotherapeut zu werden zu8 beginnen, ist das gleiche, wie jede Woche Lotto zu spielen. Die Risikenm dieses Ziel nicht zu erreiche sind wesentlich größer, als dass man am Ziel ankommt.

Der reguläre Weg ist eben NICHT nur das Medizinstudium. Und ein Medizinstudium - auch mit entsprechendem Facharzt - macht eben noch lange keinen guten Psychotherapeuten aus.
Im Gegenteil: Viele Psychiater zeichnen sich durch fehlende Empathie und reine Symptombehandlung durch Medikamente aus. Das lässt auf die Annahme einer bestimmten Ätiologie schließen, nämlich eine somatische. Heilung im engen Sinne findet in vielen Fällen nicht statt. Ziel ist oftmals "nur" die Wiederherstellung einer Funktionalität, welche in unserer Gesellschaft direkt mit der Fähigkeit zur Erwerbsarbeit verbunden ist.
Dass Psychotherapie ein Teilgebiet der Medizin ist oder sein soll, kann ich insofern unterschreiben, als dass diese Sichtweise hoffentlich auf die Anerkennung des psychischen Leidens gleichberechtigt zum körperlichen Leiden zielt.

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