Psychologie Studium und Ausbildung Psychotherapie?

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Durch ein Studium an einer Fachschule wirst du wohl kaum für einen Master angenommen, es gibt allerdings einige andere Möglichkeiten um den NC herum zu kommen.

1) Sozialpädagogik studieren und später dann die Psychotherapeuten Ausbildung zu absolvieren, hierbei liegt der Haken aber daran dass du nur Kinder und - Jugendpsychotherapeut werden kannst. Zudem heißt es (ich habe da keine Erfahrungen), dass dies Krankenhäusern nicht gerne gesehen wird, da besagte Personen scheinbar weniger kompetent sind.

2) Dich an der Fernuni in Hagen einschreiben, dort gibt es keinen NC und die kosten betragen dort 300-400 € pro Halbjahr, allerdings gibt es dort keine Klinische Psychologie und da du einen Master in Klinischer Psychologie brauchst um Psychotherapeut werden zu können musst du dich spätestens nach dem Bachelor, besser noch früher an einer normalen Universität bewerben, Psychologie ist nun aber bis zum letzten Semester Zulassungsbeschränkt, was einen Wechsel vor dem Bachelor schwierig macht. Du könntest aber erst für den Master wechseln, da dir dabei allerdings die Klinische Psychologie fehlt ist es fraglich ob du genommen wirst. In Foren gibt es dazu nur wenig, einige scheinen genommen zu werden, andere nicht, man müsste hierfür jedenfalls sehr flexibel sein, was die Wahl der Uni angeht.

3) Letztendlich gibt es noch die Möglichkeit dich in ein Studium einzuklagen, eine Studienplatzklage kostet in der Regel etwas weniger als 900 € und es wird angeraten es bei mindestens drei Universitäten zu probieren. Wenn dies zu viele an einer Uni versuchen wird meist wiederum nach Noten ausgewählt, nur wenige Universitäten gehen nach anderen Auswahlkriterien vor. Diese Klagen scheinen meist erfolgreich zu sein, wenn man es denn bei mehreren Unis versucht, man muss zwar wohl häufig, wenn nicht immer ein paar Monate warten und einen Teil des Stoffs evtl. selbst lernen, dh. wenn man sich für das Wintersemester bewirbt kann es gut sein das man bis Januar auf eine Zusage wartet.

Mein Rat wäre die Studienplatzklage oder aber wenn du diese Wartezeit nicht in Kauf nehmen willst dann das Fernstudium. Diese Wege sind alle nicht sicher und leicht, aber wenn es einem wichtig genug ist sollte das zu schaffen sein.

LG WonderingAlicee

Habe noch etwas vergessen, wenn du eine Aufnahmeprüfung machst ist es ebenfalls möglich in Österreich zu studieren, dort gibt es abgesehen von diesen Prüfungen keine Zulassungsbeschränkung.

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Ich hätte da mal eine kurze Frage. Wenn ich Soziale Arbeit studieren würde, was mich auch sehr interessiert, könnte ich danach eine Psychologische oder Psychotherapeutische Ausbildung/ Weiterbildung danach machen und dann mit Jugendlichen und Kindern arbeiten, oder brauche ich unbedingt Sozialpädagogik dafür?

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@AmeliePhoenix

Soziale Arbeit geht auch, allerdings habe ich jetzt auch gelesen dass darauf hingearbeitet wird dass nur noch Psychologen und Ärzte die Psychotherapeutenausbildung machen dürfen, mit Sozialpädagogik/Sozialer Arbeit, scheint dies nicht mehr lange möglich zu sein...

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Tja, das mit der Schule in Köln siehst du ganz richtig. Die werden dich wohl nehmen, da du ja zahlst. Aber ob du dann später einen Masterstudienplatz bekommst, steht in den Sternen. Denn nach allem, was man so hört, ist das nicht so einfach, selbst für Leute, die ihren Bachelor an derselben Uni gemacht haben. Auch da bekommen nicht alle einen Platz.

Wäre ein Studium in den Niederlanden eine Option für dich? Eine meiner Nichten hat das gemacht und jetzt gerade ihre Therapeutenausbildung in Berlin begonnen.

Das Privatstudium der "angewandten" Psychologie kannst du direkt in die Tonne kloppen. Das ist teuer, zeitraubend und bringt dir nichts. Dieser Bachelor ist unbrauchbar.

Sinnvoller wäre es, über Soz.-Päd, Heilpädagogik oder Dipl-Päd mit Spezialiserung Beratung und Therapie nachzudenken.

Also, das mit diesem ominösen Studium der "angewandten Psychologie" lass mal lieber. Es sei denn du verfährst nach dem Motto: "Ich mach mein Jodeldiplom, dann hab ich was eigenes".

Ansinsten: warum zum Henker willst du Psychologie studieren, wenn du ausschließlich den Wunsch hast Psychotherapeutin zu werden. Das ist Russisches Roulette! Deie Chancen, mit einem Psychologiestudium dahin zu kommen sind äußerst gering. Denn tatsächlich werden die Masterplätze nach Bachelornoten vergeben. Und die Master mit klinischer Ausrichtung sind die mit den wenigen Studienplätzen, daher entsprechend geringe Chancen reinzukommen. Und nach dem Master muss man auch einen Weiterbildungsplatz bekommen, auch das klappt bittererweise nicht bei jedem und dann stehste selbst mit dem Glück eine klinischen Master ganz dumm da. Von der Finanzierung mal abgesehen. Mind. die ersten 1.5 Jahre verdienst du unterhalb des Existenzminimums, da brauchts du ausreichende Rücklagen und/oder einen Geldgeber (idR Eltern und/oder Lebensparter/in).

Wenn du doch jetzt schon weisst, dass du Psychotherapeutin werden willst (und damit unterstelle ich auch mal kein besonders großes Interesse am Fach Psychologie, am Psychologiestudium und auch nicht an psychologischem Arbeiten, sodass eine andere, außerklinische Tätigkeit für dich eher abschreckend sein dürfte, denn auch ganz interessan), warum dann ein Psychologiestudium. Das ist ja theoretuisch möglich,aber macht doch mit dem einizigen Berufswuinsch keinen Sinn!

Dann würde ich doch den dorekten Weg vorschlagen und Medizin studieren (da kan man auch leichter übers Ausland (Tschechien, Ungarn) in Deutschland im zweiten Semester quer einsteigen. Da ist der Weg in die Psychotherapie dirket möglich und im Rahmen der bezahlten Facharztweiterbildung zur Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie machst du deine Therapieausbikldung wesentlich entspaner und bekomst als ärztlicher PT in Ggs. zum PPT sofort eine Kassenzulassung am Wunschort, sogar in einem Ballungszentrum.

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