Psychologen von der Klinik vertrauen?

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12 Antworten

Hey Downhillgirl,

erstmal zu deiner Frage, ob man den Psychologen in der Klinik vertrauen kann: Das kannst du immer, es ist eigentlich egal, welchem Psychologen. Sie unterliegen der Schweigepflicht, dürfen nichts weiter erzählen, von dem, was du ihnen anvertraust. Und du kannst mit ihnen über alles Reden, ob das jetzt Suizidgedanken sind oder andere psychische Probleme oder sonstwas. Du kannst deinem Psychologen auch anvertrauen, dass du diese Vertrauensprobleme hast, er nimmt das ernst, lacht dich nicht aus und nimmt es nicht persönlich. Sprich auch mit ihm darüber, warum du nicht in die Klinik möchtest und sag, dass du seit längerem Suizidgedanken hast.

Was die Therapie an sich betrifft: Es ist vor allem am Anfang oft anstrengend, weil verschiedene Probleme aufgearbeitet werden und das nicht immer angenehm ist. Danach fühlt man jedes Mal aber immer etwas besser, auch wenn man das am Anfang vielleicht noch nicht so bemerkt.

In der Klinik ist es genauso. Am Anfang ist es nicht gerade toll, aber je länger du da bist, und dich an den Alltag gewöhnst, desto einfacher wird es für dich, den Aufenthalt so gut wie möglich zu meistern. 2 Tage in der Klinik sind dafür noch nicht genug. In eine Psychiatrie zu gehen ist außerdem nichts schlimmes oder etwas, wofür man sich schämen sollte. Zu sagen, dass du in der Klinik warst und deine Probleme dort bewältigt hast, zeugt eher von Mut und Verantwortung.

Außerdem würde ich dir empfehlen, immer positiv in die Zukunft zu sehen: "Ich schaffe das schon!" / "In ___ Minuten ist diese Therapie schon wieder vorbei." / "Ich mache in der Klinik auch immer Dinge, dir mir Spaß machen, z.B. ___" (Geht von Sport über Freunde bis zu Schokolade ;-) , etc.) / etc.
Und sei sicher: Dir kann dort immer geholfen werden, egal wie viele oder was für Probleme du hast.
Nimm einfach all deinen Mut zusammen und sprich mit den Leuten dort.

Grüße, M. :)

Was ist denn ein "richtiger " Psychologe. In glaube nicht, dass in einer Klinik falsche - das heißt nicht gut ausgebildete - Psychologen herumlaufen.

Ob du ihm vertrauen kannst, oder besser willst, kannst nur du entscheiden. Willst du dich drauf einlassen und die Chance erhalten, dass es dir besser geht oder willst du alles beim alten belassen und weiter lügen.Es ist allein deine Entscheidung.

Was befürchtest du denn? Dass er Schweigepflicht hat, kannst du dir denken. Dass er dich so sieht wie du bist, ja das kann passieren. Wäre das so entsetzlich? Ich glaube, nicht. Das stellt man sich  allerdings in einer Therapie immer oder meistens vor: wenn er/sie mich so sehen könnte, wie ich bin, würde eine Katastrophe passieren.

Diese Katastrophe wird zwar nicht eintreten, denn so "schwarz", wie man sich selbst sieht, ist man gar nicht. Aber es braucht Zeit, Vertrauen zu erwerben. NIemand verlangt übrigens von dir, dass du sofort komplettes Vertrauen hast. Auch ein Schwimmlehrer verlangt nicht, dass du gleich in ein reißendes Wasser springt. Aber mit den Füßen solltest du schon reingehen.

Lügen hilft dir gar nicht weiter. Dann sage lieber: "Ich will nicht mit Ihnen reden. Ich vertraue Ihnen nicht."  Damit könnt ihr arbeiten, aber mit Lügen nicht.

Natürlich solltest du die Wahrheit sagen.

Was war so schlimm daran, als du in der Klinik war?

War das eine geschlossene Station?

Davon abgesehen braucht es oft Zeit, um sich an diese Situation zu gewöhnen.

Die meisten Patienten in der Psychiatrie berichten, dass sie in den ersten drei Tagen (manche auch in der ersten Woche) nach Hause wollten. Die Zeit empfinden die meisten Patienten als sehr furchtbar.
Im Endeffekt sind die meisten dann doch froh, dass sie in die Klinik gegangen sind und auch geblieben sind.

Das erwähne ich nur mal so am Rande, weil der Aufenthalt in der Psychiatrie eigentlich echt nicht schlimmes ist.

Du solltest auch keine Therapie mit der Angst angehen, dass du eventuell wieder eingewiesen wirst.

Das bringt dich nicht weiter.

Selbst, wenn du dann bei dem "richtigen" Psychologen bist, KÖNNTE (!) es passieren, dass du eingewiesen wirst.

Also sei ehrlich und lass dir adäquat helfen oder lass die Therapie gleich sein, wenn du nur lügst, kann dir niemand helfen und du nimmst jemanden den Platz weg, der wirklich Hilfe annehmen möchte.

Du bist auch aktuell schon bei einem richtigen Psychologen ;-)

Wenn du mit vertrauen meinst, ob die Gefahr besteht, dass du wieder eingewiesen wirst. Je nachdem wie stark die Gedanken sind und wie sehr du schon Pläne für die Umsetzung hast kann das sein. Aber da wird der Psychologe in der Klinik nicht anders reagieren als der Psychologe ausserhalb der Klinik.

Aber wenn dir geholfen werden soll, dann musst du auch ehrlich sein.

Was hast Du denn zu verlieren? Wenn Du wiede rrichtig auf die Füße kommen willst, dann wäre es an der Zeit mit der Wahrheit rauszurücken und die falschen Angaben einzustellen. Wie soll man Dir denn helfen?

Vielleicht hilft es Dir zu Beginn des Gesprächs anzusprechen, dass es Dir schwer fällt Vertrauen zu fassen und Du manchmal nicht die Wahrheit sagst. Dann könnt ihr drüber reden, was Du an Sicherheiten brauchst, was Dir wichitg ist, wie der Therapeut am Besten mit dir umgeht ...

Trau Dich! Viel Erfolg!

Hallo,

na klar, kannst du ihm mit guten Gewissen vertrauen! Auch Psychologen haben einen Eid abgeleistet und stehen unter ärztlicher Schweigepflicht. Sprich ruhig mit ihm darüber, dass du dir nicht sicher bist und frage, ob man ihm vertrauen kann. Er wird dann meistens auf die ärztliche Schweigepflicht plädieren. Ich kann dir nur empfehlen, deine Probleme jemanden anzuvertrauen, weil es so befreit über all diese Dinge zu reden, glaube mir das.

Ich wünsche dir viel Glück und Erfolg, dass es dir bald wieder besser geht. Du packst das, keine Sorge.

Liebe Grüße

Marssassa

Ich denke das du unbedingt ehrlich sein musst, auch wenn es schwer fällt. Du bekommst doch bestimmt auch Tabletten,  oder?  Und die müssen richtig eingestellt sein. Außerdem kann der Arzt dir nur helfen wenn er weiß was los ist.

Downhillgirl03 25.07.2016, 18:05

Tabletten bekomme ich keine. Mein Psychologe denkt sowieso, dass ich nur Aufmerksamkeit durch SvV möchte..

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Dahika 25.07.2016, 18:29
@Downhillgirl03

er hat es deiner Mutter gesagt, und deine Mutter hat es dir dann weitergesagt? Hast du schon mal was von Stiller Post gehört?
Und die interpretierst dann gleich MIssachtung hinein? Statt ihn mit dieser Aussage zu konfrontieren und aus erster Hand zu erfahren, was es damit gemeint hat.

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Downhillgirl03 25.07.2016, 18:08

Er hat es meiner muttee gesagt, dass ich anscheinend nur Aufmerksamkeit möchte.

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Loreley13 25.07.2016, 18:12
@Downhillgirl03

Du musst ihm erzählen das du ihn angelogen hast und das es dir immer schlechter geht. Natürlich auch das du immer stärkere Suizitgedanken hast. 

Er kann das nicht einfach abtun.

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wenn du willst das man dir hilft, dann solltest du schon jemanden vertrauen auch auf die Gefahr hin das du stationär aufgenommen wirst!

vertaue nur wenn du vertauen hast?

aber wenn du kein verauen bekommst sollst du schell eine andere person arzt suchen dem du vertauen kannst? denn wie kann man was heilen was man nicht kennt?

schnell deshalb weil solche krankheiten oft schnell chronisch werden können?

ob diese klinik heute noch so gut ist wie früher weis ich nicht aber damals konnte man sie nur empfehlern?

http://www.helios-kliniken.de/klinik/bad-groenenbach-psychosomatik/fachabteilungen/borderline-und-andere-strukturelle-stoerungen.html

Dahika 25.07.2016, 18:31

das fehlende Vertrauen kann auch  Teil der "Krankheit" sein. Vertrauen muss man langsam erwerben, Vertrauen hat man nicht sofort.

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Gedanken sind nichts schlimmes .. wenn du ihn anlügst bist du zudem ,wissentlich selbst schuld... Außerdem gibt es Grundsätze:" Wenn du dir nicht helfen lassen willst , hilft dir selbst...oder .. jeder Mensch ist für sich selbst verantwortlich..

Der Klinikpsychologe ist auch ein richtiger Psychologe, dem du vertrauen solltest.

Downhillgirl03 25.07.2016, 17:58

Ich habe halt Angst, dass ich dann eingewiesen werde..

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Wie soll er Dir helfen, wenn Du nicht die Wahrheit sagst?

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