Psychologe, Psychiater, Psychotherapeut - wer macht was...?

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6 Antworten

Psychologe und Psychotherapeut ist das Gleiche,ein Neurologe ist ein Nervenarzt.Ein Neurologe darf Medikamente verschreiben,ein Psychologe nicht,bei einem Psychologen kannst Du eine Psychotherapie machen,die wird in der Regel von der Krankenkasse für 25 Stunden bewilligt,ein Neurologe ist begleitend dabei wenn Psychopharmaka eingesetzt werden sollen,er untersucht auch ob Krankheiten im Hirn oder den Nerven die Ursache für eine Psychische Erkrakung ist.Der Neurologe überweist dann an einen Psychologen,da kann man nur mit Überweisung hingehen,beides zahlt die Krankenkasse

Moonie1970 29.08.2013, 22:41

Zu einem Psychologen kann man auch ohne Überweisung hingehen, die Krankenkassenkarte reicht aus.

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andie61 29.08.2013, 22:49
@Moonie1970

Dann muss das neu sein,ich weiss das es beim Erstgespräch ohne Überweisung geht,aber danach wird eine Überweisung fällig,es kann natürlich sein das es sich seit Wegfall der Praxisgebühr geändert hat,ich bin da nicht auf dem laufenden

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Moonie1970 29.08.2013, 23:06
@andie61

Zu Zeiten der Praxisgebühr mag es Sinn gemacht haben,um die 10 Euro nicht doppelt zahlen zu müssen, da Psychologen ja nicht weiterüberweisen können. Vor und nach der Praxisgebühr ging und geht es auch ohne Überweisung.

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Psychologe ist eine mittelbar geschützte allgemeine Berufsbezeuichnung, sie gbt Auskunft über die formale Qualifikation desjenigen, der diese Bezeichnung führt. Voraussetzung ist ein universitäres Studium mit Abschluss als Diplom-Psychologe oder M.Sc. in einem der zahreichen psychologischen Fachgebiete, wobei nach gängiger Rechtsauffassung der B.Sc. plus M.Sc.insges. äquivalent zum Dipl.-Psych. sein muss, ausschlaggebend ist hier die letzte Rahmenordnung der KMK.

Psychologie ist sehr heterogen. Hier ist die Ausrichtung prägend (und einschränkend) für die spätere Berufstätigkeit. Grundsätzlich stehen erstmal über 200 sehr unterschiedliche mögliche Berufe zur Auswahl, deren Zahl sich im Prinzip ab Entscheidung, wo man den Bachelor macht, schon einschränken, dann weiter über die Schwerpunktsetzungen, Praktika, und schließlich den Master mit entsprechenden Schwerpunktsetzungen usw.

Von diesen über 200 heute in Frage komenden Berufen haben nur einige wenige etwas mit dem klinischen Bereich oder allgemein dem Bereich Gesundheit zu tun; Psychotherapeut ist nur EINER dieser möglichen Berufe. Seit den 1990er Jahre verloren und verlieren diese Berufe stark an Bedeutung, was in den 1970er und 80er Jahren noch völlig anders war.

Heute bieten neben universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen (mit ganz unterschiedlichen Themenbereichen, von der Luft- und Raumfahrtforschung über Entwicklung von Bedienungsoberflächen für verschiende Bereiche (Automobilindustrie, Steuerungsanlagen, Computer usw) über Bildungsforschung bis zur Neurowissenschaft) va die Privatwirtschaft (Personalwesen, Unternehmensberatung, Marktforschung) die besten Berufsaussichten. Gutacherliche Tätigkeiten (va Medizinisch-Psychologische Untersuchungen / Verkehrspsychologische Eignungsdiagnostik und familienrechtliche Gutachten) können sich lohnen, erfordern aber eine intensive Zusatzausbildung nach dem Master. Der klinische Bereich ist wie schon gesagt weiter stark rückläufig, wird dann va durch die Reform des Psychotherapeutengesetzes weiter an Möglichkeiten verlieren.

Psychiater haben Medizin studiert, sind Fachärzte (Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie) und decken das gesamte Spektrum der Prävention, Diagnostik und Therapie psychischer Erkrankungen ab (Psychotherapie ist da nur EINE von vielen Behandlungsmöglichkeiten). Der Psychiater ist, freilich nach dem Hausarzt, die erste Anlaufadresse, wenn ein Verdacht auf eine psychische Erkrankung vorliegt. Er kann eine umfassende fachärztliche Diagnostik durchführen und beraten, ob überhaupt und wenn ja welche Behandlung oder welche Kombination von Behandlungen für den Patienten individuell sinnvoll sind.

Andere ärztliche Psychotherapeuten sind: Fachärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, bei KIndern und Jugendlichen Facharzt für Kinder- und JUgendpsychiatrie und -psychotherapie, und außerdem kann jeder Facharzt, egal welcher Fachrichtung, eine Zusatzbezeichnung Psychotherapie erwerben.

Psychologische Psychotherapeuten (bzw. überhaupt nicht-ärztliche Psychotherapeuten, also auch KInder - und JUgendlichentherapeuten (meist Souialarbeiter/-pädagogen mit staatl. gereglter Zusatzausbildung und Approbation)) behandeln psychische Erkrankungen ausschließlich mittels Psychotherapie, sofern die Erkrankung in den Indikationskatalog für Psychotherapie fällt. Andere Behandlungsformen dürfen sie nicht anbieten. Sie haben auch keinerlei ärztliche Befungnisse (keine Atteste, keine Heilmittelverordnungen, keine Krankenhauseinweisungen, keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung/Krankschreibung, keine Überweisungen zu Vertragsärzten und anderes).

Psychologische Psychotherpeuten müssen nach dem Diplom oder Master eine staatl. geregelte Ausbildung (die selbst zu finanzieren ist) absolvieren und dann ein Staatsexamen ablegen. Nach dem bestandenen Staatsexamen kann bei der Approbationsbehörde eine Approbation als Psychotherapeut beantragt werden. Mit der Approbation kann dann der Eintrag mit der erworbenen Fachkunde (zB Verhaltenestherapie Einzeltherapie Erwachsene) ins Facharztregister beantragt werden. Danach ist ein Antrag bei der Kassenärztlichen Vereinigung auf eine Kassenzulassung möglich.

Künftig soll es Psychologen nicht mehr möglich sein, Psychotherapeut zu werden, da die Ausbildung in nicht-ärztlicher Psychotherapie bald durch einen eigenständigen Studiengang (in dem Teilgebiete der Psychologie nur noch Grundlagenfächer sein werden und in dem ansonsten eine stärkere Bindung an die Medizin bestehen soll) erfolgen soll. Der nicht-ärztliche Psyhotherapeut soll damit zu einem eigenständigen akademischen Heilberuf werden. Auch da dürfen Psychotherapeuten ausschließlich Psychotherapie anbieten.

Der Psycholge hat ein Psychologiestudium absolviert - der Psychiater ist Arzt und hat sich auf psychiatrische Erkrankungen spezialisiert - und der Psychotherapeut ist entweder Psychologe oder Arzt - der sich in Psychotherapie weiter gebildet hat !

Psychiater sind Fachärzte für Psychiatrie, er hat Medizin studiert und sich zum Psychiater weitergebildet. Er kann Psychotherapie machen, hat aber meist eher Akutpraxen, d.h. medikamentöse Behandlung.

Ein Psychologe hat Psychologie studiert. Wenn er eine Psychotherapeuten-Weiterbildung absolviert hat, ist er Psychotherapeut und darf Psychotherapien durchführen, allerdings keine Medikamente verschreiben, da er ja kein Arzt ist.

Auch Ärzte , die nicht Psychiater sind, können nach einer Psychotherapeuten-Weiterbildung Psychotherapien durchführen. Und die können auch Medikamente verschreiben, krankschreiben etc.

Dann gibt es noch Heilpraktiker, die auch Psychotherapeuten sind. Diese haben im Allgemeinen keine Krankenkassenzulassung.

Wo man zuerst hinmuss, kommt drauf an, was man hat. Ich würde auf jeden Fall einen Behandler mit Kassenzulassung empfehlen. Ob Psychologischer Psychotherapeut oder ärztlicher Psychotherapeut ist letztlich nicht so wichtig. Wichtiger ist, dass man miteinander auskommt und dass derjenige seinen Job gut macht.

Ein Psychotherapeut kann beides sein!

ein Psychologe hat nur Psychologie studiert, das heißt er kann auch nur Psychologische Therapien anbieten!

En Psychiater hat neben Psychologie noch Medizien studiert,ist also noch Arzt!

Es kommt drauf an was du für Beschwerden ahst, vieles können auch beide machen, aber wenn es zum Beispiel um Medikamente geht ist ein Psyaiter angebrachter, weil er diese verschreiben darf!

auch die KK übernimmt je nach Problem beides oder keins oder nur eins, das ist unterschiedlich!

Also,ne Therapie kannst du bei allen dreien machen.Der Psychiater ist Arzt.Der darf halt auch Medikamente verschreiben.Was der Psychotherapeut nicht darf.Beim Psychologe bin ich mir da gerade nicht sicher

andie61 29.08.2013, 22:26

Beim Neurologen kann man keine Therapie machen das geht nur beim Psychologen,und Psychologe und Psychotherapeut ist das selbe,und beide sind keine Ärzte und dürfen keine Medikamente verschreiben,das darf aber der Neurologe,der ist ein Nervenarzt und auch für Erkrankungen am Hirn zuständig.

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Moonie1970 29.08.2013, 22:42

Was der Psychotherapeut nicht darf

Das stimmt so nicht. Psychotherapeuten können sowohl Psychologen als auch Ärzte sein (ärztliche Psychotherapeuten - psychologische Psychotherapeuten).

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19Nicole82 29.08.2013, 22:52
@Moonie1970

Seltsam.Ich war mal bei einer psychologischen Psychotherapeutin in Therapie und sie durfte/oder wollte mir keine Medikamente verschreiben

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Albatroesser 29.08.2013, 23:03
@19Nicole82

Ja, weil sie eine psychologische Psychotherapeutin war. Ein ärztlicher Psychotherapeut hingegen, der also vor der Psychotherapeutenausbildung Medizin studiert hat, darf Medikamente verschreiben.

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Moonie1970 29.08.2013, 23:04
@19Nicole82

Okay, nochmal deutlicher: Psychotherapeut ist eine Weiterbildung, die sowohl Ärzte als auch Psychologen machen können. Wenn ein Arzt Psychotherapeut wird, darf er Medikamente verschreiben. Wenn ein Psychologe Psychotherapeut wird, darf er das nicht.

Aber man kann NICHT sagen, Psychotherapeuten dürften grundsätzlich keine Medikamente verschreiben, denn es gibt ja auch ärztliche Psychotherapeuten.

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