Psychologe bricht schweigepflicht?

5 Antworten

Ja, wenn er deinem Freund gesagt hatte, dass du angerufen hattest, hat er die SChweigepflicht gebrochen. Sie bezieht sich nicht nur darauf, was du dort erzählst, sondern schon auf die Tatsache, dass du dich dort anmelden wolltest. DAs war nicht korrekt.

DAs ist z.B. ein Grund, warum ich Fragen nach Terminen von Dritten (also Eltern z.B.) nicht dulde. Es kann nämlich immer sein, dass Eltern oder wer auch immer durch eine TErminabsage oder auch nur durch die Frage: Mein Sohn hat mich gebeten zu fragen, ob er morgen einen Termin habe. Er selbst kann gerade nicht anrufen...

eigentlich dazu benutzen, um herauszubekommen, ob er bei mir (oder Kollegen) in Therapie oder Beratung ist.

Übrigens, wenn das nicht vorher ausdrücklich geklärt ist, gilt das auch für die Schule oder das Jugendamt oder den Kindergarten, generell von dritter Seite. "hat Frau Meier sich bei Ihnen gemeldet? Ich habe ihr gesagt, sie solle das machen."

Schweigepflicht!

Allerdings: von wem redest du jetzt? Seine Psychologin …. ist doch eine sie. Aber du schreibst, dass er deinen Ex gefragt habe... und dann ob der Arzt die Schweigepflicht gebrochen habe. Ja, wer denn nun?

Aber wie gesagt, es war vielleicht nur eine Nachlässigkeit, aber dennoch Bruch der Schweigepflicht. Da muss man eigentlich sehr pingelig mit umgehen .

Allerdings bin ich generell dagegen, dass eine Freundin, Ehefrau, Mutter... zu demselben Therapeuten geht wie der Freund, der Sohn, der Ehemann....und ich würde so einen Patienten dann immer weiterverweisen.

Woher ich das weiß: Berufserfahrung

Der Fehler liegt nicht beim Psychologen sondern eher darin das du zum selben Psychologen gehen wolltest wie dein (Ex-)Freund.

Verstehe mich nicht falsch, aber die einfachste Logik wäre gewesen dich bei einem anderen Psychologen anhören zu lassen als bei dem selben den dein (Ex-)Freund gewählt hat, eben um Interessenkonflikte vermeiden zu können.

Die Schweigepflicht hat der Psychologe nicht gebrochen, du hast ja lediglich um einen Termin gefragt.

doch. hat er! Allein die Tatsache, dass er weitergesagt hat, dass sie um einen TErmin gefragt hat, ist Bruch der Schweigepflicht. Da muss man wirklich pingelig mit umgehen.

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Die Schweigepflicht wurde nicht gebrochen, weil Du kein Patient/Klient bist, sondern lediglich einen Termin erfragt hast.

Verstehst Du das Wort "Interessenkonflikt"?

Wieso muss es ausgerechnet dieser Psychologe (das sind übrigens meistens keine Ärzte!) sein?

doch, es war ein Bruch der Schweigepflicht.

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@Dahika

Wann und womit hat sich der Psychologe denn in diesem Fall zum Schweigen verpflichtet?

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@Madita69

Er ist automatisch durch seinen Beruf zur Schweigepflicht verpflichtet. Die Schweigepflicht ist streng. Sie ist nicht auf den Inhalt von Erzählungen begrenzt. Und er darf niemandem sagen, wenn jemand auch nur nach einem Termin gefragt hat. Er darf meinetwegen sagen: Ach interessant. Letztlich hat sich auch jemand aus Köln angemeldet." Köln ist groß genug. Aber er darf die Identität des Anfragenden nicht lüften. Und wenn er dem EX der Fragestellerin sagt, dass seine Exfreundin sich auch zur Therapie angemeldet habe, ist die Identität offen. Und das geht nicht. Es ist Bruch der Schweigepflicht. Angenommen jemand lebt in einem 50 Seelendorf. DAnn würde ich ebenfalls nicht sagen: "Ach interessant. Aus ihrem Dörfchen ist noch jemand bei mir." Denn die Gefahr, dass dann die Identität leicht herausfindbar ist, ist gegeben.

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Hat ein Psychologe Schweigepflicht bei Selbstmord Gefährdeten Patienten?

Guten Abend. Ich (w/18) liege hier wach, mit Gedanken überströmt und kann wiedermal nicht einschlafen. Ich würde gerne erst etwas über mich erzählen. Ich habe seit Jahren schon Depressionen, habe teils auch Sozial Phobie, früher hatte ich SVV (Selbst zerstörendes Verhalten) ich bin davon alleine losgekommen, dennoch holt es mich ein aber nur ganz selten da ich es unter ‚Kontrolle‘ habe, nicht wie früher. Ich habe einen Suizid Versuch hinter mir, hatte damals starke Suizid Gedanken. Ich habe in meinem Leben Dinge erlebt, die mich immer wieder einholen, die mich nachts nicht schlafen lassen. Mitunter habe ich auch schon Jahrelang Schlafstörungen. Dagegen habe ich alles mögliche schon versucht, aber nichts bringt. Nachts finde ich es am schlimmsten, alles kommt hoch was man so gut verdrängen konnte, dann versuche ich mich abzulenken aber im Hintergedanken denke ich noch immer daran. Ich schreibe das hier nicht auf, weil ich Mitleid oder sonst was möchte, denn das möchte ich nicht. Ich bin froh das es hier anonym ist, ich möchte Hilfe und ich brauche sie. Seit paar Wochen haben meine Suizid Gedanken wieder angefangen, ich denke jede Sekunde daran auf verschiedenen Weisen mir das Leben zu nehmen. Deswegen hier nochmal meine Frage: Darf ein Psychologe/Psychiater etwas weiter erzählen wenn er einen Patienten hat der Suizid Gefährdet ist? Nicht nur das, ich habe auch Angst das er dann einen Krankenwagen ruft oder sowas in dieser Art. Bin dankbar für jede Antwort, dankeschön.

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