Psychisches Tief - Wie kommt man raus

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6 Antworten

Hallo viovo 28,

ich vermute, dass du an dem Widerspruch zu knabbern hast, der dadurch entstanden ist, dass du einerseits das alpha-Tier markieren willst, andererseits aber doch auch ein empfindsamer Mensch bist, der nun durch den Tod des Vaters stark gefühlsmässig belastet ist.

Vielleicht ist die dadurch entsandene Verletzlichkeit (zumindet in diesem Maße) für dich neu , ungewohnt und unangenehm, dein bisheriges Weltbild und dein Selbstbild sind vielleicht dadurch ins Wanken gekommen und deine Trauer und Unsicherheit versuchst du nun durch dein agressives Verhalten und draufgängerisches Verhalten zu kompensieren?

Wenn an dieser Vermutung was stimmen könnte, dann könnte dir vielleicht helfen, wenn du diesen Widerspruch erkennst und erst einmal zulässt. Das muss auf Dauer kein Widerspruch für dich sein, wenn du erkennen würdest, dass niemand auf Dauer immer hart und stark sein muss.

Vielleicht verunsichert dich auch, dass dein als Manager erfolgreicher Vater den Kampf gegen seinen Krebs verloren hat? Wenn z.B. dein Papa so was wie ein - ich sage mal- dein privates Vorbild oder zumindest der starke Große war, dann tut es vermutlich sehr weh, wenn diese Person krank wird und daran stirbt. Dein verhalten lässt darauf schließen, dass es eine Reaktion auf die damit erlebten Gefühleist, die vermutlich von Trauer, Wut, vielleicht auch Verwirrung gekennzeichnet sind?

Du hast vermutlich einen Umgang mit Gefühlen gelernt der Gefühle wie Angst und Trauer zu unterdrücken sucht? Höchstens die Wut und die damit verbundene Agression gehen da vermutlich noch als cool durch? Das könnte erklären, dass diese Komponente bei deinem Verhalten aktuell scheinbar nach aussen durchhaut?

So einseitig "stark" sein, tut keinem gut. Harte Männer haben auch Gefühle, sollten das auch, sonst könnte ja irgendein Roboter unseren Job machen. Stärke sollten wir auch nicht mit cool und erfolgreich sein verwechseln. Es gibt Menschen, die leben eher unscheinbar und müssen teils echt heftige Sachen durchmachen, versuchen sich aber da tapfer und fair zu schlagen, die sind mitunter die wahren Helden, nicht die Typen aus dem Action-Kino.

Du liebst deinen Vater, vermisst ihn und eure ganze Familie trauert um ihn. Hinzu kommen die von dir genannten Probleme. Das kann den stärksten Typen umhauen. Niemand ist von Natur aus ein Eisblock, als Baby haben wir alle mal geplärrt und als Erwachsene müssen wir nicht mit betonierter Hardlinerfresse rumlaufen. Du hast ein Recht auf deine Gefühle und wenn du die zulässt und damit umgehen lernst, kannst du eine gute Trauerbewältigung hinbekommen, die dir hilft mit dem traurigen Verlust deines Daddies umzugehen. Wenn du deine Verletzlichkeit akzeptierst und lernst, dass diese schon zu dir gehört wie dein Name, dann müsstes du dich dafür nicht schäme und bräuchtest nicht irgendwelche Ersatzstrategien (vermutlich eher unbewusst) suchen, die den Frust dieser Verletzbarkeit vielleicht vor dir und anderen verbergen soll (??

Wirklich starke Männer können auch mal schwach sein.

Fahradklauen, Kif... etc. - das scheinen alles Dinge zu sein, wo du Grenzen überschreitest, das vielleicht unbewusst cool findest- was aber vielleicht auch alles sowas wie ein Hilfeschrei sein kann. Auf Dauer wird dir dieses Verhalten eine Menge Probleme bereiten, vielleicht legst du es unbewusst darauf an damit sich was ändesrt, du es aber bis jetzt noch nicht so auf die Reihe bekommst, deine Hilfebedürftigkeit anderen mitzuteilen (weil das vermutlich verdammt uncool rüberkäme)?

Vielleicht checkt das Freundin ganz gut, die kennt dich vermutlich am besten und kann dich deswegen verstehen. Auf Dauer könnte aber sie dieses Grenzgängerverhalten satt nerven. Insofern ist es gut, dass dir das leid tut, dass du sie angelogen ahst. Es ist mutig von ihr, ihr das zu beichten und wenn es dir wirklich leid tut, dann sehe ich 2 ganz gute Chancen:

einmal kann deine Freundin nun damit vielleicht besser umgehen du wirst dich bessern können

das letztere geht nur, wenn wir selber checken ob und wenn ja, was wir verbockt haben. Oft haben nicht wenige Menschen damit ein dickes Problem. Wenn du dein verhalten schon mal ehrlich als Fehler siehst, dann hast du eine gute Chance es zu bessern, es wieder gut zu machen und dann auch irgendann mal Schwammdrüber sein zu lassen. Wenn wir was verbocken, es uns dann aber leid tut und wir es wieder in Ordnung bringen, dann haben wir eine Entschuldigung verdient und müssen uns nicht unnötig alle Ewigkeit im Dreck wegen einer solchen Sache wälzen.

Du bräuchtest dich auch nicht zu schämen, wenn du eine psychologische beratung aufsichst, denn angesichts eurer satten Probleme hast du/habt ihr Unterstützung verdient Wenns Auto nicht mer rund läuft, dann darfb es auch mal in die Werkstatt, einfach nur so tun, als ob es noch ein starker Flitzer wäre, macht es nicht besser. Niemand sollte dich als Schwächling sehen, wenn du so stark bist und zu deinen Gefühlen stehst.

liebe Grüße Thomas

danke du hast vermutlich recht. Das Problem dabei is; Ich tu nicht nur so. Ich mache nicht einen auf ,,Helden'', Macho oder Beschützer. Ich wurde so erzogen und ich kanns nicht anders. Ich könnte meiner Mutter leider niemals erzählen dass es mir schlecht geht, weil es ihr dann auch schlecht gehen würde. Ich muss das selbst schaffen, oder eben nicht. Aber lieber Down als dass ich andere mitrunter zieh. Das wär unnötig und egoistisch, außerdem würde es alles verändern weil meine Familie dann niemanden mehr hätte auf den man sich verlassen kann, sondern jemanden auf den man aufpassen muss, für den man sorgen muss. Das will ich nicht.

Ich denk ich geh zum Psychologen, aber sags meine Mutter nicht.

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@viovio28

das finde ich gut, wenn du schon mal daran denkst zu einem Psychologen zu gehen. Oft können "starke" Männer (und eigentlich viele Menschen) nicht diesen Gedanken an sich heran lassen, weil Kummer haben und evtl. Hilfe anforden (falsch) als Schwäche verstanden wird.

Wenn du so erzogen wurdes, kannst du vermutlich wirklich nicht andes, aber dass muss ja nicht ewig so bleiben. Wenn du mit einer etwas anderen Männerroll gute Erafhrungen machen könntest, dich vielleicht in dieser neuen Rolle freier und unabhängiger Fühlen könntest, dann kann das zu einer Änderung deines Verhaltens führen. Erziehung ist ja quasi lernen, aber das lernen geht ja immer weiter (kannes und sollte es oft auch, sobald man damit eine persönliche Verbesserung erzielen kann).

Auch die anderen Mitmenschen müssen sich an ein neues Verhalten gewöhnen, abedr auch da ist das denke ich möglich. Du hast ein recht auf das verhalten, das dir man besten entspricht (solange du damit niemanden schädigst).

Wenn wir nie zugeben wollen, dass wir auch mal down sind, dann können wir im Extremfall daran zerbrechen oder zumindest massive Probleme mit solch einem harten Kurs bekommen. Und damit wäre dann letztendlich den Menschen, denen an uns liegt, auch nicht geholfen.

Liebe Grüße, Thomas

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Es gibt nur eine Lösung: Such dir Hilfe. ganz dringend. Deine ganze Familie konnte den Tod deines Vaters nicht verarbeiten, das werdet ihr auch nie, wenn ihr jetzt nicht den Schritt macht. Genau jetzt ist der Zeitpunkt, andem ihr euch dringend Hilfe suchen solltet, sonst werdet ihr niemals wieder zusammenpassen. Es hört sich für mich so an, als ob deine Schwester versucht den schmerz zu verdrängen und deshalb den Kontakt zur Familie meidet und deine Mutter sclichtweg einfach nur kaputt ist. Es fühlt sich wahrscheinlich für dich so an, als ob du stark sein müsstest. Für die Familie. Für jeden von euch. Du willst die Rolle deines Dads übernehmen...! Du kannst deine Schwester nicht alleine erziehen, du scheiterst und das ist das, was dich so agressiv macht. Deine unverarbeitete Trauer. Wahrscheinlich habt ihr nie alle zusammen über deinen Dad geredet, sondern einfach todgeschwiegen. Ihr braucht Hilfe wirklich. Jeder von euch, nicht nur deine Mum. Selbstverletzung ist genauso keine Lösung, wie Kriminalität. Auch wenn ich dich verstehen kann. Ihr müsst das verarbeiten und diese schwere Zeit vllt eines Tages hinter euch lassen.. Viel Glück von mir..

Zunaechst mal hast du ne Menge durchgemacht und damit geht jeder anders um.Vater zu verliern ist in dem Alter n hartes Brot,aber pass auf dich auf.Bau einfach kein Schei ss mehr zu sagen ist schwer-ich weiss!Geh wenn du sportlich bist laenger als sonst joggen und auch mal wandern.Sei einfach draussen is besser als zuhause.Ich kenne deinen Druck aber da musst du leider durch.Bleib sauber mir hilft dabei Bewegung weil mir dabei die besten Ideen konmen.

ich denke in deiner situation ist professionelle hilfe am besten und da es viele nicht wollen kann ich auch noch vorschlagen vllt mal mit jmd reden dem du vertraust damit der druck aus dir raus kommt.

Geh zum Psychologen. Anscheinend verkraftest du den Tod deines Vaters nicht.

Alphatier-Rolle, Alpha-Tier Charakter, 17. Depression, ritzen aggression tief ?! ein durch und durch netter Junge.

bissl viel auf einmal ,,,, also um glücklich zu werden.

ich hab nicht gesagt ,,heb noch mal hervor wie sche*ße es mir geht''. ich such ne lösung

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@viovio28

vielleicht gibt es keine schnelle einleuchtende einfache, solange man ich-fokussiert ist?

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@meinMeinung

du nennst mich im ernst ich-fokussiert? mich? hahah. ey mein dad is gestorbn, meine mutter nicht mehr daheim seit ewigkeiten, kaum kontakt zu meiner schwester. Meine Freundin will sich nicht mehr mit mir treffenn(selbstschuld weil ich besoffen scheße gemacht hab). Ich bin voll und ganz allein, mit 17 in meinem AbiJahr und trotzdem geb ich mein komplettes Geld aus um meiner Schwester die Nachhilfe zu bezahlen. Du nennst mich ich-fokussiert? is das dein ernst? wenn sich jemand dieses jahr auf NULL zurückgenommen hat um für andere da zu sein, dann ich. also halt die Frsse!

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@meinMeinung

Nerv mich nicht. Ich kümmer mich erst um meine ganze Familie dann um mich. Nenn keinen Egoisten den du nicht kennst Sp*st. Klar bin ich da aggro.

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