psychische Vorerkrankung in der Bewerbung oder dem Bewerbungsgespräch erwähnen?

15 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ja nichts sagen! Wie schon von den Vorschreibern gesagt: Es geht deinen zukünftigen Arbeitgeber nichts an. Und wenn es dir jetzt gut geht, dann erst recht nicht.

Für die Lücken im Lebenslauf hältst Du dir einige Ausreden parat, falls sie überhaupt fragen. z.Bsp. wäre ein Auslandsaufenthalt möglich. Vom Gymnasium in die Hauptschule abstürzen passiert manchmal, auch ohne psychische Probleme. Du kannst hier aber sehr wohl erwähnen, daß dich der Tod deiner Mutter in dieser Zeit in deinem Lerneifer beeinträchtigt hätte.

Du darfts dir auf keinen Fall vorhaltungen machen, daß Du deinem Arbeitgeber etwas verschweigst. Laß die Vergangenheit vergangen sein und zeige ihm Deine jetzige Stärke. Ihn interessiert vor allem, wie du jetzt bist.

Wenn dich jemand auf deine Narben anspricht, schau weg und sag einfach, daß Du darüber nicht sprechen möchtest. Eine direkte Abfuhr verstehen die meisten Leute, vor allem, wenn es um etwas Gesundheitliches geht. Sie wissen nämlich auch genau, daß sie so was nichst angeht und schämen sich oft dafür, gefragt zu haben. Aber pass auf, daß das nicht patzig rüber kommt, sondern nett, und lockere die Situation gleich danach mit einem netten Satz oder einem Themenwechsel auf, vorzugsweise mit einem Lächeln an den Fragenden.

Dein Arbeitgeber wird das nie mitbekommen, wenn du das nicht willst, da Dein Arzt unter Schweigepflicht steht und Deine Familie dir hoffentlich den Rücken stärken wird. Die größte Schwachstelle bist Du, also

viel Glück pass gut auf Dich auf Kopf hoch und in ein neues Leben!

Danke schön für die tolle ausführliche Antwort! Wenn mich Jemand anspricht stehe ich grundsätzlich dazu dass es mal eine Zeit gab in der ich so verzweifelt war dass ich mir nicht anders zu helfen wusste, dass es mir jetzt aber gut geht und ich stabil bin. Daran bin ich gewöhnt und ich denke dass werde ich auch weiter so halten. Bis dahin werde ich es wohl nicht selbst ansprechen und alles weitere zu diesem Thema bleibt dann meine Privatsache. Vielen Dank für die lieben Worte und ich denke ich werde einen Platz bekommen und dann geht es weiter aufwärts, momentan bin ich Semesterbeste an der Abendschule, ich kann das also schaffen wenn ich will ^^

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@Kayahi

Viel Glück, liebe Kayahi! Alles Gute für die Zukunft!!!Du wirst deinen Weg sicher machen!

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Im Anschreiben würde ichs nicht erwähnen. Bei einem Vorstellungsgespräch nur, wenn du darauf angesprochen wirst. Wenn nach den Lücken gefragt wird, sagst du, durch den Tod deiner Mutter hattest du erstmal "Trauerarbeit" zu leisten. Das wäre absolut verständlich. Betone, dass es dir jetzt besser geht. Die Narben nicht freiwillig zeigen.

Hallo! Wo wirst Du das Freiwillige Jahr ableisten? Wenn es eine Einrichtung ist, in der man sich mit psychischen Erkrankungen auskennt, würde ich die Karten auf den Tisch legen und es so erzählen, wie Du es hier geschrieben hast. Allerdings würde ich Dir abraten, in so einem Bereich zu arbeiten, denn der Umgang bzw. die Arbeit mit psychisch Erkrankten kann psychisch sehr belastend sein. In einer Einrichtung, die nichts mit Psychiatrie zu tun hat, solltest Du nur das Nötigste erzählen, aber nicht lügen. Dazu überlege Dir vorher Formulierungen, wenn Du z. B. auf die Lücken in Deinem Lebenslauf angesprochen wirst. Wenn Du mit Fragen überrascht wirst, antwortest Du spontan und das kann nachteilig sein. Du bist nicht gezwungen, die Wahrheit zu sagen, wenn Du nach Krankheiten gefragt wirst. Sicher haben die Leute Verständnis, wenn Du ihnen schilderst, dass die Erkrankung mit dem Tod Deiner Mutter in Zusammenhang steht. Alles Gute!

Ich werde in einer Pädagogischen Einrichtung für Kinder und Jugendliche arbeiten. Im Gespräch bin ich bisher immer sehr überzeugend gewesen und den Lebenslauf habe ich jetzt überarbeitet, damit meine Chancen besser sind zu einem solchen Gespräch eingeladen zu werden... Vielen Dank für deine Antwort und das Daumen drücken ^^

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Wie gute Noten mit Depressionen schreiben, irgendwelche "Hacks"?

Hallo! Ich bin 14(bald 15)/w und gehe auf eine relativ schwere HTL in Wien. Ich geh zurzeut ib die erste Klasse dieser Schule und ich sollte eigentlich gute Noten schreiben.... die Betoung liegt auf eigentlich. Ich war bis vor Kurzem eigentlich immer die Klassenbeste, meine Noten waren 'top', war immer am lernen und hatte nie wirklich Probleme damit,.obwohl ich seit längerer Zeit ( 1 Jahr und mehr) depressiv bin. In den Sommerferien wurden die Depressionen aber stärker bzw. sie haben sich verschlimmert. Meine Noten sind von perfekten Einsen auf gerade-noch-Vierer und perfekte Fetzen a.k.a Fünfer, gesunken. Ich krieg meinen A nich mehr hoch, kann mich nicht aufs lernen konzentrieren. Morgens brauch ich eine Stunde bis ich aus dem Bett komme/ mein Schlaf ist kein bisschen erholsam/ ich empfinde entweder Leere,Wut oder Trauer/ meine Wochenenden sind für mich genau so erholsam wie die Restlichen Tage der Woche/ lernen ist für mich unmöglich.. ich habe sozusagen iene Blockade. Ich öffne fas Buch, fang an zu lernen und schaff es nicht mich zu konzentrieren bzw. mir irgendetwas zu merken/ meine Gedanken kreisen sich nur um meine negativen Gefühle, Ängste,Suizid, Selbstverletzung, etc/Isolation/ ich neige gerne dazu mir auf irgndeine Weise Schaden hinzuzufügen z.B. Nächte lang nicht Schlafen,übermässiger Konsum von Energydrinks, Alkoholkonsum, Ritzen, nichts Essen,irgendwelche Tabletten zu mir nehmen die ich eigentlich nicht nehmen sollte... Dinge die halt schädlich für mich sein könnten/... Es sind halt solche Sachen die mich von der Schule ablenken. Mir fehlt die Motivation für alles und ich hab die Hoffnung das es jemals besser wird, vor Kurzem aufgegeben. Ich hab Angst vor dem 'Glücklich sein'... Aber ich will trotzdem die guten Noten und ein gutes Leben( was das Geld und den Erfolg und die physische Gesundheit angeht.) Aber ich hab keine Ahnung wie ich lernen könnte. Ich kann halt nicht wie jedes andere Kind meinen Lernty herausfinden und dann bissi was aufschreiben,durchlesen und rechenen.

Habt ichr möglicherweise irgendwelche Tipps. (Abgesehen von psychologieser Hilfe und solchen Sachen. Fühle mich im Moment noch nicht bereit für Hilfe. Vieleicht später.

Danke an allen hilfreichen Antworten im Vorraus und für's Durchlesen. Entschuldigt meine Grammatik und Rechtschreibung.

Nein, bei mir wurden keine Depressionen festgestellt und ich habe mich nie diagnostizieren lassen. Es kann Burn-Out, Depression, die Pubärtet oder auch nur eine Phase sein. Ich nenne es in dieser Frage einfach mal Depression, in Ordnung? Nein? Ist mir auch egal.

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