Psychische Unzurechnungsfähigkeit im Gericht?

1 Antwort

Das läuft nicht mehr unter "Unzurechnungsfähigkeit", sondern unter "Schuldunfähigkeit" oder "verminderte Schuldunfähigkeit", §§ 20, 21 StGB.

Zum einen kann das durch den Konsum von Rauschmitteln wie Alkohol oder anderen Drogen der Fall sein (genaue Promillegrenzen und so liefert dir Google ;)).

Zum anderen geht es bei diesen Paragraphen aber auch um psychische Krankheiten. Und hier kann es schon deutlich kniffliger werden, ob die psychische Krankheit auch wirklich ursächlich für die Tat war und ob derjenige zum Zeitpunkt der Tat durch diese Krankheit nicht in der Lage war, die Schuld seines Handelns zu erkennen.

Wenn du für dein Buch wirklich gründlich recherchieren möchtest und wenn es um dieses Thema gehen soll, dann solltest du dich unbedingt in das Thema "forensische Psychiatrie" intensiv einlesen und vielleicht auch mit forensischen Psychiatern und Juristen, die im Bereich des Strafrechts tätig sind, sprechen. Ist nämlich alles andere als trivial, sowohl von der juristischen als auch von der medizinischen Seite :).

Ja mein charakter hätte zwangsneurosen, aggresives denken grenzend an bipolarität und phobien. motiv war rache.

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@RattenMaus12

Wenn du deinen Charakter aus Rache handeln lässt, dann steht damit ja eigentlich bereits fest, dass er genau wusste, was er tat :). Er wollte sich rächen, also dem "Gegner" etwas Schlimmes antun. Und wenn er weiß, dass das, was er da tut, schlimm ist und in diesem Wissen die Tat begeht, kann er grundsätzlich noch so viele psychische Erkrankungen haben - dann handelt er zum Zeitpunkt der Tat (deshalb oben auch fett ;)) NICHT wegen dieser Erkrankungen so, sondern im vollen Bewusstsein über die Schuldhaftigkeit seines Tuns. Und das wiederum hat zur Folge, dass diese Paragrafen NICHT greifen.

Wenn du das drehen willst, musst du ihn in diversen Untersuchungen und Gutachten gegenüber einem Menschen, der jahrelang Medizin studiert, einen Facharzt in Psychiatrie gemacht, Erfahrungen in der Forensik gesammelt UND Weiterbildungen rund um Gutachten gemacht hat, so geschickt den "Psycho" spielen lassen, dass dieser Gutachter zu dem Schluss kommt, dass er sich zum Zeitpunkt der Tat in einem Wahn befunden hat, der ihn zu der Tat getrieben hat. Etwas, was für einen Laien (und das bist du als Autor ja ;)) sehr schwer zu schreiben sein dürfte :).

Und selbst, wenn dir das gelingt, würde das Urteil immer noch "Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus" lauten. Diese "psychiatrischen Krankenhäuser" sind an sich von den Sicherungsmaßnahmen her quasi Gefängnisse. Nur mit dem Unterschied, dass dort eben auch psychiatrisch behandelt wird. Allerdings mit einem erheblichen Makel: dort gilt nicht "Entlassung nach verbüßter Strafe, eventuell eher bei guter Führung", sondern "Entlassung, wenn keine Gefahr für die Allgemeinheit mehr droht". Sprich, die Zeit, die die Person dort verbringt, kann wesentlich länger sein als die im "Normalknast". Also keine "Du kommst aus dem Gefängnis frei"-Karte ;).

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