Psychische Krisen

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Natürlich kann er auf eigenen Wunsch wieder entlassen werden, solange er nicht auf Grund eines richterlichen Beschlusses (Bei Laien als Zwangseinweisung bekannt)eingewiesen wurde. Gibt es einen Beschluss kann er nicht wieder raus wenn er will, die Dauer wird durch den Beschluss bestimmt. Wird er abends eingeliefert (nicht freiwillig) kommt der Richter am nächsten Tag, solange muss er da bleiben. Am Abend geschieht aber schon die Kriesenintervention, d.h. ein Arzt macht sich ein Bild der Lage und beginnt mit der Notfallbehandlung, unter Umständen mit Medikation, muss aber nicht sein da oft auch schon ein erstes Gespräch die Lage entspannt. Dein Freund sollte aber alle diese Vorgänge nicht als Bedrohung sehen, sondern als Hilfe, auch wenn sie sich schlimm anhören. Das Wesentliche für Patienten in der psychiatrischen Intensivstation (im Volksmund Geschlossene) ist nicht, dass SIE eingesperrt sind, sondern dass alle ANDEREN ausgesperrt sind. So kann der Patient Druck und Angst abbauen. Wer aufgrund von Krankheit sich selbst gefährdet kann nichts vernünftigeres tun als sich einzuweisen, in ein paar Wochen oder Tagen sieht die Welt dann wieder anders aus.

Vielen Dank, ich werde ihn nun dorthin fahren.

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also, wenn man freiwillig geht, kann man sich auch wieder selber entlassen... ein richterlicher beschluß kommt erst, bis es wirklich schlimm ist... 2. wenn man sich bewußt selbst verletzt, ist man meiner meinung nach nicht mehr wirklich rational... wenn er alkoholisiert ist, wird er erstmal ausgenüchtert und dann befaßt man sich mit ihm... denke ich zumindest.

Nein, er darf nicht daran gehindert werden, Vorraussetzung für einen nicht freiwilligen Aufenthalt ist eine Einweisung nach dem PsychKG. Unter gewissen Umständen kann es durchaus dazu kommen, daß jemand der freiwillig eine psychiatrische Klinik aufgesucht hat, durch richterlichen Beschluss daran gehindert wird, diese wieder zu verlassen.

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