Psychische Erkrankungen/ Probleme Tabuthema?

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4 Antworten

Hallo Marisratjee,

ja, es ist leider oft immer noch ein Tabuthema, aber es wird durch Aufklärung, wie sie z. B. Dr. Lütz betreibt, nach und nach besser. Sein Buch findest Du unter dem folgenden Link, falls es Dich interessiert:

https://www.amazon.de/Irre-behandeln-Falschen-Normalen.../dp/3579068792

Dennoch ist es nunmal so, dass viele Menschen psychische Erkrankungen einfach nicht verstehen oder auch nicht verstehen wollen. Körperlich Krankheiten wie ein Beinbruch etwa kann man sehen, messen und etwas 'damit anfangen'.

Psychische Erkrankungen sind für viele aufgrund von Unwissenheit immer noch eine geheimnisumwitterte Geschichte, die man nicht sehen und messen kann und gerade Eltern haben damit so ihre Probleme, denn man könnte sie ja dafür verantwortlich machen. Und Verantwortung für etwas zu übernehmen, ist nunmal nicht jedermann's Sache ;-(

Es wird wohl leider auch noch eine Weile dauern, bis man 'normal' mit psychischen Krankheiten umgeht.

LG

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Hallo,

ja, diese Erkrankungen sind ein Tabu. Natürlich kann man Tabus brechen oder abbauen. Wenn man darüber spricht. Durch unsere Informationsgesellschaft und Berichterstattung vermindern sich die Tabus etwas.

Aber: Leider werden Menschen mit psychischen oder psychiatrischen Erkrankungen noch diskrimiert. Nicht von jedem, nicht dauernd, aber es ist so, besonders auf dem Arbeitsmarkt.

Deine Eltern wollen dich bestimmt davor beschützen und dir nicht die Zukunft verbauen.

Andererseits denke ich, bräuchtest du Freunde, die bescheid wissen und dein Verhalten richtig einordnen können.

Ich kann dir nicht wirklich raten, was du tun sollst. Es ist eine sehr schwierige Situation. Da du in guter Behandlung bist, habe ich Hoffnung, dass es dir in ein paar Jahren wesentlich besser geht und du dann Freundschaften aufbauen kannst.

Vielleicht wäre es ein Kompromiss, den Leuten zu sagen, dass es dir schlecht geht, dass du Probleme hast und dass du deswegen Menschengruppen meidest. Sagen, dass du nicht unhöflich sein möchtest und dass du nicht persönlich etwas gegen die Menschen hast.

Aber dann müsstest du es schaffen, dich nicht nach Details ausfragen zu lassen, ist auch nicht einfach. Und die Details würd ich dir nicht raten, weiterzuerzählen, da du noch nicht mal eine Diagnose hast. Und die Diagnose ginge auch niemanden etwas an.

Du solltest hier oder anderswo im Internet auf keinen Fall deinen richtigen Namen verwenden.

Gute Besserung!


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Liebe Marilena!

Von einem "Tabuthema" tue ich mich schwer zu reden. Das war mal! 

Aber es stimmt schon, dass psychische Krankheiten zwar mittlerweile eine gewisse Lobby bzw. ein Forum in der Öffentlichkeit haben, aber das zumeist aus höchst einseitigen bzw. inhaltlich falschen Themengebieten zusammengesetzt wird.

Egal ob im Apothekenheft oder in TV-Reportagen ------> unterschwellig wird immer versucht psychisch Kranke als geistesschwach, verwirrt, "durch den Wind", daneben oder sonst wie diffamierend abzuwerten. Das hat mit der Realität nix zu tun trägt aber zu diesem schlechten Image bei.

Ich wünsche dir alles Gute!

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Das ist eine schwierige Situation, nicht nur für Betroffene sondern auch für Angehörige und Freunde. Das deine Eltern das Thema vertuschen könnte eine Überforderung sein weil sie selbst nicht wissen wie sie damit umgehen sollen oder sie wollen sich damit selbst schützen.

Psychische Erkrankungen sind längst nicht mehr so ein Tabuthema dennoch ist es so, dass psychisch erkrankte Menschen häufig an den gesellschaftlichen Rand gedrängt werden. Wenn man sich das Bein bricht, gibt es eine klare medizinische Erklärung, man weiß, in 6 - 8 Wochen ist alles wieder gut. Psychische Erkrankungen sind hingegen nicht greifbar, nichts was man messen oder rational fassen/erklären kann und das macht es unberechenbar und das wiederum verunsichert und man geht den Betroffenen aus dem Weg, nicht alle aber der Großteil. Das einzige was man daran ändern kann ist die eigene Einstellung und Sichtweise.

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