Psychisch kranke Mutter, wie soll ich es verarbeiten?

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Ich habe ähnliches erlebt wie du. Lange Zeit hatte ich kaum Kontakte zu meiner Mutter, Kontakte endeten oft im Streit, also liess ich es bleiben. Ich habe lange unter den üblen erlebnissen mit meiner mutter in meiner kindheit gelitten, sie haben mein leben geprägt. Meine Mutter ist vor 20 jahren gestorben, ich war nicht dabei, ich empfand damals keinerlei Trauer. Vor einigen jahren bin ich wärend einer psychotherapie auf dieses problem von neuem gestossen. Ich wurde sehr wütend beim gedanken an meine mutter. Ich habe zu hause einen sehr langen, sehr wütenden brief an meine tote mutter geschrieben, habe ihr alle meine vorwürfe nachgeschmissen, total hässig, so wie ich es empfand. Einige zeit später habe ich versucht einen brief an sie zu schreiben, wo ich schöne erlebnisse mit ihr aufgeschrieben habe, es waren zuerst nicht sehr viele, aber es gab welche. Später habe ich mir die kindheit, lebensumstände meiner mutter versucht zu vergegenwärtigen. Meine wut machte einer grossen trauer über sie platz. Ich begann manches zu verstehen, und ich konnte in meinem herzen frieden mit ihr schliessen. Sie war in vielem wesentlichen eine echt üble Mutter, aber ich empfinde nur noch ab und zu ein bedauern, wenn ich an sie denke. Der ganze prozess mich von meiner mutter in herzen und gedanken zu lösen, hat mehr als 30 jahre gedauert. Nun ist es gut für mich. 

wenn du meinst, du brauchst psychotherapie, kannst du ja eine beginnen.

gewinn vielleicht zu deiner mutter etwas abstand und versuch es dann irgendwann erneut mit ihr.

du hattest ja zumindest deine großmutter, ist immerhin besser als keinen zu haben.

gibt menschen, die von klein auf gar keine mutter hatten und auch irgendwie leben ( ist bei mir zum beispiel so ). es hat auch nie ein mensch geschafft sie zu ersetzen.

wenn du irgendwann 30 jahre alt bist, siehst du alles mit anderen augen.

bis mitte 20 trauert man dem hinterher, was man nie hatte, aber irgendwann geht das vorbei.

Danke, hast ja recht es gibt schlimmes auf dee Welt. Jedoch sah ich das als kleines Mädchen nicht so. 

Ich hasse einfach das dass ich nichts ändern konnte. 

Es gibt wirklich so viel schlimmeres, danke:)

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Wenn du mit der Situation nicht klar kommst dann such dir bei einem Psychologen Hilfe. Man muss ja nicht unbedingt eine Diagnose finden. Hauptsache die Gespräche helfen.

Stimmt und ich muss auch nur so lange gehen wie ich will. Mercii

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