Psychisch krank: Sollte man dem Jobcenter ärztliche Unterlagen geben oder eine Schweigepflichtentbindung unterschreiben?

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das Jobcenter möchte ärztliche Unterlagen von mir haben. Der JC-Psychologe soll dann ein Gutachten anfertigen.

Selbst wenn das JC diese Unterlagen von Dir anfordert, so wird da kein Sachbearbeiter vom JC in diese Unterlagen schauen. Die werden in der Regel in einem verschlossenen Umschlag direkt weiter geleitet. Was soll denn ein Sachbearbeiter mit medizinischen Unterlagen anfangen? Die werden direkt an den Gutachter gegeben und dieser Mensch hat eine entsprechende Ausbildung!

Du willst doch was vom JC und zwar finanzielle Unterstützung und evtl. sogar Unterstützung bei einer beruflichen Wiedereingliederung. Somit müssen die doch wissen, was mit Dir gesundheitlich los ist. Und nur darum wird jetzt ein Gutachter eingeschaltet und der braucht nun mal diese Unterlagen!

Ich verstehe Deine Bedenken nicht. Du willst doch etwas und da muss man schon ein wenig mitarbeiten.

Alles Gute wünsche ich Dir ;-)

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Danke fürs Sternchen und ich möchte Dir jetzt einfach mal ein wenig Mut machen!

Deine Frage habe ich mir eben noch mal ganz genau durchgelesen. Von der angeblichen "Lese- Rechtschreibschwäche" z.B., scheinst Du Dich ja bestens erholt zu haben! Ich lese viele viele Fragen hier tagtäglich, aber kaum eine, die so gut durchformuliert, strukturiert und nahezu fehlerfrei ist wie Deine!

Und ich gebe Dir jetzt auch noch einen hoffentlich guten Rat:

Nutze bitte die Angebote des JC. Es gibt inzwischen, grad wie Fälle wie Dich, so geniale Angebote und wenn man wirklich mitarbeitet und an seiner Situation etwas ändern "WILL", dann schafft man das mit dieser Unterstützung auch!

Ich selbst habe jemanden knapp 5 Jahre durch diesen Prozess begleitet. Inzwischen steht dieser Mensch fest im Berufsleben. Manches braucht halt seine Zeit - aber nichts ist unmöglich!

Alles erdenklich Gute wünsche ich Dir und nutze die Chance für Dich. Du schaffst das ganz sicher auch ;-)

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Hallo Bipolar,

die Frage ist, was Du aus Deinem Leben machen magst: hast Du Ziele, Hoffnungen, Träume?

Wenn Du zum Beispiel eine Ausbildung absolvieren möchtest, dann könnte ein BBW (Berufsbildungswerk) vielleicht in Betracht kommen. Dies wird vom JC finanziert, hierfür braucht es aber gewisse Voraussetzungen (psychische Einschränkungen).

Wenn Du gar nicht arbeitsfähig bist, auch dann braucht es ein Gutachten vom JC.

Für beides wird die Schweigepflichtsentbindung benötigt.

"Nicht arbeitsfähig sein" bedeutet oft nicht gleich, dass es in die Grundsicherung (SGB12) geht. Sondern, dass Du erst in die "Reha-Abteilung des JC eingegliedert wirst bzw. einen "Fallmanager" bekommst (wenn es dies noch gibt).

Die Frage ist aber, was Du tatsächlich aus und mit Deinem Leben machen magst.

Liebe Gruße an Dich und alles Gute.

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Wenn ich gar nicht arbeitsfähig wäre, würde nur noch eine WfbM in Betracht kommen. Dort könnte ich dann zumindest versuchen, einen Anspruch auf Rente zu erwerben.

Ich möchte meine berufliche Zukunft aber nicht in einer WfbM gestalten.

Eine Ausbildung in einem BBW? Damit habe ich Erfahrungen. Die Meisten die dort eine Ausbildung machen, haben eine Intelligenzminderung oder nur einen Förderschulabschluss. Auch auf die Berufsfelder betrachtet, wäre das eher nicht der richtige Ort für mich.

Für eine Ausbildung am allgemeinen Arbeitsmarkt wäre ich derzeit wiederum auch nicht gerade geeignet.

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@Bipolar1996

hm..... welcher Beruf käme denn für Dich in Betracht, da gibt es wohl doch so manche Vorstellungen? :)

Aus der Erwerbsminderung/-Unfähigkeit kann wieder rausgekommen werden. Da es Gründe hat, dort drin zu sein. Bist Du (inwischen) in Therapie? Wenn die Gutachten 3,5 Jahre alt sind, meinst Du, dass sich in Dir etwas getan hat?

Was müsste passieren, damit Du arbeitsfähig sein kannst?

Diese Fragen brauchst Du NICHT hier beantworten, sondern für Dich. Damit Wege gebaut werden können. Es gibt ja auch noch "Zwischenträger" (Salo&Partner, FAW, RPK, BfW, regionale Träger,......).

Vielleicht gibt es auch in Deiner Nähe die "Kompetenzagentur"?
Diese haben (meist) Erfahrungen mit schwierigen Situationen. Und gemeinsam könnt ihr besser vor Ort einen Weg für Dich bauen. Denn wie es sich anhört, möchtest Du schon arbeiten.......

Und ob eine WfbM für Dich in Betracht kommt, wenn Du schon solche Erfahrungen mit dem BBW hast, das ist und bleibt fraglich (auch wegen der Aufträge....)

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@verquert

Hallo verquert. Du hast sehr gut erklärt, welche Möglichkeiten es gibt. Mehr kannst du nicht tun. Ich arbeite in einer WfbM und habe täglich mit jungen Menschen zu tun, welche jegliche Hilfsangebote ablehnen und planlos dahinvegetieren. Man kann niemanden zwingen, sein Leben mal anzugehen. Mehr als Hilfe und Begleitung ist nicht möglich.

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Ich finde, das Gutachten vom Jobcenter soll ja objektiv sein und nicht beeinflusst werden von bereits vorhandenen Daten. So wäre es doch sinnvoll lediglich eine Liste der bestehenden Krankheiten zu erstellen (so wie Du das hier getan hast), die Liste durch die bisherigen Ärzte bestätigen/ attestieren zu lassen und sie dem Jobcenter zu geben.

Kommt das Gutachten des Jobcenters dann zu vollkommen anderen Ergebnissen kann man nachlegen mit früheren Untersuchungsergebnissen.

Mir gefällt an dem bisherigen Vorgang nicht, dass das Jobcenter in die Lage versetzt würde jede Partial-Diagnose einzeln zu hinterfragen und dagegen zu argumentieren.

Daher würde ich nur die beglaubigte Liste übergeben, in der jede Krankheit oder Diagnose nur mit einem Wort benannt ist.

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