Psychiatrische Diagnosen

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7 Antworten

Ja, so lange du selbst dazu in der Lage bist, lass Dich nicht einfach abstempeln. Ärzte sind oftmals Halbgötter in Weiß - sie bleiben jedoch trotz Allem Menschen, die sich irren können. Du bist einfach auf der sicheren Seite, wenn Du Dir mehr als eine Diagnose einholst - und darüber hinaus auch einmal selbst googlest - Wikipedia hat mir sehr geholfen - so weiß ich jedenfalls immer, wovon die Ärzte reden, und was es für Möglichkeiten gibt.

AndreKlr 27.08.2012, 18:49

Mir auch.Leider muss man daran auch beim googlen und wikipedia denken so dass man sich seine Wahrheiten auf diese Weise zusammenbasteln muss.

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Haeppna 28.08.2012, 09:07
@AndreKlr

Im Internet kann man sich prima weiterbilden und auch viele medizinische Fachbegriffe lernen. Auf gar keinen Fall sollte man sich aber mit dem so erworbenen Halbwissen eine eigene Diagnose zusammenbasteln, sondern das den Leuten überlassen, die dafür jahrelang studiert haben - und zur Not eben auch weitere ärztliche Meinungen einholen.

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Anna198 29.08.2012, 15:28
@Haeppna

Erstmal herzlichen Dank für Deine Bewertung, ich nutze das I-Net auch nur um zu verstehen, was mir Ärzte erzählen, oft liege ich sogar mit einer Diagnose richtig, aber darauf verlassen würde ich mich dann doch nicht, man merkt nur viel eher, wer Unsinn erzählt, und wer nicht......also toi toi toi

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Das ist relativ einfach:

Frag den Hausarzt nach psychisch wirksamen Medikamenten, dann wird er Dir sofort sagen, daß Du nichts hast ( Budget ! ) , alternativ gibt s eine Überweisung zum Facharzt, da wartest Du 3 Monate auf einen Termin, hälst Dich weitere 2 Stunden im Wartezimmer auf, um dann mit Rezept nach 10 MInuten wieder draußen zu sein, alternativ ein Therapeut, wenn Du Pech hast ein psychologischer Psychotherapeut, der darf aber nichts verschreiben.

Oder Du landest in einer Klinik: Da liegt es daran, ob Du viel oder wenig Aufwand machst:

Wenn es viel ist, dann besteht die Wahrscheinlichkeit, vermehrt Medikamente zu bekommen.

Ironie aus

An jedem der genannten Punkte ist was dran, was den Patienten verwirrt.

Letztlich gibt es aber auch viele, die aufgrund Ihrer Erkrankung gar nicht erst behandelt werden - es fehlen Betten und Personal, der Auslastungsgrad liegt bei 120 % - also tendiere ich dazu, daß man eher einen Patienten loswerden möchte, als ihn als Bettenblockierer dazuhaben.

Wenn jemand aber dableiben MUSS, etwa in der geschlossenen, dann besteht die Gefahr der Ruhigstellung.

Um auf die Frage zurückzukommen:

Wenn es denn möglichist denjenigen einem zweiten Arzt vorzustellen, sollte man es ruhig tun.

In der praktischen Durchführung kann das aber durchaus schwierig werden, denn ein anderer Arzt wird nicht zu einem Patienten kommen, der bereits in einer Klinik liegt:

Um Dir aber kompetente Hilfe zukommen zu lassen, wende Dich einmal an die Unabhängige Patientenberatung Deutschlands ( UPD )

Dort beraten Mediziner, Sozialarbeiter, und Anwälte, was Du in dem konkreten Fall tun kannst

http://www.gutefrage.net/tipp/unabhaengige-patientenberatung-deutschlands---kostenfreie-neutrale-hilfe-bei-medizinischenfrag-en

Es ist kostenlos und die Leute haben mehr Ahnung als die meisten Krankenkassen oder andere.

Meine Erfahrunge sind diesbezüglich sehr gut.

Für Dich genau das passende.

Viel Erfolg!

Mit freundlichen Grüßen

Nasdaq

Das kommt meist bei überforderten Psychiatern zustande, die viele Patienten und wenig Zeit haben, auf den einzelnen einzugehen. Deshalb rate ich immer jedem zuerst zu einem Psychologen zu gehen außerhalb des Krankenhauses, der sich Zeit nimmt und in Ruhe bei mehreren Treffen versucht, das Problem zu finden und dann die entsprechenden Maßnahmen einleitet, ob ein Psychotherapeut oder Psychiater notwendig ist.

Wenn der Patient begründete Zweifel hat, kann es wahrscheinlich nicht schaden, eine zweite Meinung einzuholen. Allerdings ist die fehlende Einsicht über die eigene Behandlungsnotwendigkeit ein typisches Symptom mancher psychischer Erkrankungen, und dann helfen auch zweite und dritte Meinungen nichts.

AndreKlr 27.08.2012, 18:30

Das Problem dabei war das man nie so ganz entschluesselt hat wie die Diagnose war,und den Dingen ihren Lauf liess in der Gewissheit dass man wie nach ner Grippe wieder gesund wird-dazu die fehlende Ueberzeugung und deshalb die Verwirrung.Ich hab dort mit vielen Mitpatienten gesprochen und einigen gings aehnlich,deshalb thematisiere ich das mal.

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Haeppna 27.08.2012, 18:50
@AndreKlr

Von anderen Patienten würde ich mir nicht allzuviel Hilfe erwarten. Wenn schon, dann solltest du eine zweite ärztliche Meinung einholen. Soviel ich weiß, ist man über die gesetzliche Krankenversicherung dazu berechtigt.

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ich denke 10 augen sehn mehr als 2 und genauso könnten dir 5 ärzte mit ihren unabhängigen fachmeinungen eher helfen, dich der wahrheit anzunähern, als 1er. das innere erleben eines menschen kann eh nie gänzlich entschlüsselt oder gedeutet werden, nur sein verhalten. was sehr viel spielraum offen lässt...

ja. wenn ich einen angehörigen dort hätte und mir nicht ganz sicher bin, daß es ihm dort nicht gut geht oder/und die diagnose vielleicht nicht stimmen könnte - ich würde verlangen, daß er sofort einem zweiten arzt vorgestellt wird

es gibt aber auch furchbare viele übertreibungen

rosenstrauss 27.08.2012, 18:14

du kannst sicher bei dem problem nicht mitreden?

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AndreKlr 27.08.2012, 18:23

Das ist die Realitaet!Glaub mir ich waer gluecklicher wenn ich glauben duerfte das es sich dabei um Uebertreibung handelt!!

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