Psychiatrie macht es alles nur noch schlimmer ... Was jetzt?

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8 Antworten

Versuch doch mit Deiner Mutter darüber zu sprechen, dass Du in eine Psychosomatische Fachklinik möchtest mit Jugendstation, wo Deine Ängste und Depressionen behandelt werden. Du kannst Dich selber im Internet informieren, wo es Kliniken gibt, die Dich ansprechen.

Oder frag andere Patienten, ob sie schon mal in so einer Klinik waren und ob diese ihnen gut getan hat. Denn für Dich wäre es wichtig, mit Verhaltenstherapeuten an Deinen Ängsten zu arbeiten - und NICHT, einfach weggesperrt zu werden!

Psychiatrie ist OK für akute Krisen, starke Selbstmordgefahr, Panikattacken, die ständig auftreten etc. Aber für eine Behandlung der Ursachen braucht man mehr Zeit und Ruhe - entweder in einer ambulanten Therapie (also eine Psychotherapie am Heimatort) oder in einer Fachklinik.

Dort kann jeder jederzeit weggehen und wirst auch nicht mit Tabletten ruhiggestellt. Und Deine Mutter willigt vielleicht ein, wenn die Kinik ihr versichert, dass sie gut auf Dich aufpassen werden.

Charlieee001 25.02.2017, 11:06

Ich war bereits 2 Jahre in ambulanter Behandlung

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aida99 25.02.2017, 17:41
@Charlieee001

OK, dann wäre es vielleicht eine gute Idee, eine 'Fachklinik' auszuprobieren? Das ist natürlich viel intensiver als eine ambulante Therapie.

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Freiwillig in die Psychiatrie konnte ich nie verstehen. Ich hab noch heute Angst vor der klapse.
Jedoch zu deiner Frage
Leider hat deine Mutter das letzte Wort bis du 18 bist. Solltest du also nicht vor den 12 Wochen 18 werden muss sie einem verlassen gegen ärztlichen Rat zustimmen. Und da dich ein Arzt nicht rauslassen wird, da du offenbar noch akut gefährdet bist, bleibst du leider erstmal drin.
Wegzulaufen ist allerdings sehr schlecht, denn im Zweifelsfall wird dann die Polizei benachrichtigt und sucht nach dir.
Leider hat man mit 17 relativ wenige Möglichkeiten wohin zu kommen ohne das es auffällt und auch ohne sich selber in Gefahr zu bringen.
Viel Glück weiterhin und alles gute

Deine Situation ist schwierig, ich kann das denke ich etwas nachvollziehen, auch ich war schon einmal stationär in Therapie. 

Das was du versuchen solltest, ist dich auf die Therapie einzulassen. Natürlich vermisst du deine Familie, das darfst du auch, aber wieso bist du freiwillig rein gegangen?

Bestimmt, weil sich etwas in deinem Leben ändern muss, mit du Langfristig glücklich bist, auch deiner Mutter fällt es schwer, das du jetzt da bist, aber DU und deine Familie und die Ärzte in der Klink, wollen doch alle nur das dir geholfen wird. 

Also mache doch erstmal die Therapie, versuche nicht zu flüchten. Was nutzt es dir, wenn du mit den gleichen Problemen wieder zu Hause sitzt, dich unglücklich machst, deine Mum.....?

Du kannst ja immer jeder Zeit gehen, du bist freiwillig da, aber bitte versuche es erst einmal, rufe dir immer in Erinnerung, wieso du rein gegangen bist und ob das Problem schon im Ansatz gelöst ist.

Es geht hierbei nur um dich, und du hast alles in der Hand 

Hallo Charlieee001.

Der raum ohne Möbel, war ein Isolierzimmer...
Ich kenne den, weil ich dort auch schon drinnen war. 

Ich kann Dir leider nur Tipps geben.
Als erstes, bleib stark :) Bestimmt hast du schon andere Patienten gesehen, die Dir schwer zu denken gaben. 

Mit 17 das schlimmste Elend zu sehen, ist gewiss nicht einfach.
Inkompetente Pfleger gibt es ebenso. 

Also, als erstes: Lass Dir Zeit, und nutze die Zeit.
Geh in die Bibliothek, Lies Bücher, Lass Dir dein Handy und Musik-Player bringen. Geh morgens mit in den Spaziergang mit Pfleger und anderen Patienten. Was die anderen Patienten betrifft, viele von ihnen haben harte Zeiten hinter sich und verfügen über enorme Lebenserfahrung. Manche haben sich wiederum total im Leben verlaufen, und man kann gar nicht mit ihnen reden, ausser - Du findest einen Zugang zu ihnen. Manchen Patienten geht man auch lieber aus dem Weg ;) Einige Patienten vermisse ich bis heute, da wir die tollsten Gespräche meines Lebens führten.

Geh morgens z.B und abends zu einer Pflegekraft, und verlange nach einem Badezusatz, und gönn Dir ein schickes 1 Stunden Vollbad! (Zitrusfrüchte z.B)

Es ist wichtig dass du beim Tagesprogramm teilnimmst. Musiktherapie, Malen, Gesprächstherapie, Sport, Zusammen Essen etc.

Und nun möchte ich Dir noch etwas Angst nehmen:
Du kommst schon wieder nach Hause, du wirst nicht ewig dort sein müssen, wo du jetzt gestrandet bist. 

Was Medikamente betrifft, friss nicht einfach Medikamente die Dir gegeben werden. Frage nach wozu die da sind. Nimmst Du die Medikamente nicht wird ein Arzt erscheinen. Mit dem hatte ich gute Unterhaltungen. Vielleicht brauchst Du momentan halt auch, Medikamente. Solange Du kein Gemüse wirst ist okay.

So, nun brauchst Du Mitgefühl, und Mitgefühl schliesst Feindschaft aus, verlass Dich drauf. Nun brauchst du ECHTE Freunde, und Menschen Die voll und ganz hinter Dir stehen. Wie oft hattest Du schon Besuch? Ich glaube du verstehst mich :) 

Falls du noch Fragen hast darfst Du dich bei mir melden.
Ich war 3x in der Psychiatrie, und heute geht es mir verdammt gut.
Ich Lebe selbständig, Ich arbeite.. weil ich kein Elend sein wollte.

Alles gute, und vielleicht bis bald. 




Charlieee001 25.02.2017, 10:59

Dankeschön... Ich nehme keine Medikamente.. Dies habe ich abgelehnt. Freigang an sich haben wir dort nicht. Besuche könnte ich jeden Tag bekommen.. Das würde es aber denke ich nur noch schwerer machen . Wir dürfen dort keine Musik hören oder Handys haben. Unter anderem habe ich auch verdammt angst vor ein paar Patienten..

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Sigimike 25.02.2017, 11:01
@Charlieee001

Und wie bitte schreibst du gerade? Hat es einen Computer auf deiner Station? Falls ja solltest du auch Musik hören, oder ein Handy haben dürfen. Bist du auf einer Jugendstation?

Ich nehme an auf einer Suizidstation? Dort gibt es generelles Kabel-Verbot.

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Charlieee001 25.02.2017, 11:04

Ich durfte heute nach Hause.. Deswegen nutze ich ja diese Chance.. Weil man mich von hier eben nicht mehr so schnell zurück bekommt ... Es ist eine reine Mädchen Station.. Alle zwischen 15 und 18 Jahren alt . Hauptsächlich haben hier alle Mädchen Ängste.. Einige haben Angst vor der Schule.. Andere können nicht laut sprechen und Menschen anfassen.. Oder ich hab angst vor Zügen.. Wie gesagt

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Deine Mutter hat da das letzte Wort. Sie muss der Entlassung zustimmen, solange sie gegen ärztlichen Rat ist.

Die ersten Tage und Wochen sind wirklich nicht schön. Das ist relativ normal. Doch irgendwann legt sich das. Nur wenn du immer gegen alles handelst, wird es um so länger dauern.

Du hast es in der Hand. Entweder du boxst dich 2-3 Wochen dadurch und 'quältst' dich ein bisschen, dann kannst du aus 9 Wochen etwas mitnehmen oder du verweigerst alles und wirst nicht nur ein bisschen 'gequält' sondern 12 volle Wochen.

Man hat Dich in einen solchen Raum gesteckt? Also das mag ich gar nicht glauben. Das sind ja Szenarien wie in einem schlechten Film.

Du wirst nicht umsonst in diese Klinik gehen. Dafür gibt es ja scheinbar Gründe. Vielleicht solltest Du Dich ein wenig am Riemen reißen und einfach mal mitmachen. Es ist doch tatsächlich so, dass man Dir mit diesem Aufenthalt nur helfen will.

Charlieee001 25.02.2017, 10:40

Wie schon gesagt wusste ich das es alles andere als einfach wird . Und ja, man hat mich in einen solchen Raum gesteckt.

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conelke 25.02.2017, 10:44
@Charlieee001

In so einer Klinik wird man regelrecht gezwungen sich mit seinen Problemen auseinanderzusetzen und das ist natürlich alles andere als leicht. Da ist der Drang einfach in den Sack zu hauen schon enorm groß. Trotzdem denke ich, dass Du Dir einfach mal eine Chance geben solltest und versuchen solltest, eine gewisse Zeit zu überstehen. Deine Mutter setzt all ihre Hoffnungen in diese Therapie und wünscht sich nur, dass sie Dir dabei hilft, wieder ins Leben zu finden. Du bist noch nicht lange da - und ja aller Anfang ist schwer, aber man sollte nicht sofort denn Kopf in den Sand stecken. Mach Dir nicht Gedanken, wie Du dort abhauen könntest, sondern mach Dir Gedanken darüber, was Du tun kannst, um wieder richtig gesund zu werden.

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du machst jetzt deine Erfahrung in der Psychiatrie und überlegst dir für die Zukunft ob es dort wirklich so toll ist wie du vorher geglaubt hast. Vielleicht arbeitest du selber an dir. Psychiatrie und Pillen sind zwar etwas ganz tolles aber ohne deinen Willen und deine Mitarbeit wird sich dein psychischer Zustand kaum ändern. Ja deine Mutter darf noch bestimmen wo du dich aufzuhalten hast und wo nicht.

Lass dich auf die Hilfe ein, dann kannst du ganz schnell wieder gehen. Warum bist du denn hin gegangen? Das frage ich um einschätzen zu können ob die Gefahr besteht, dass du auch geschlossen eingewiesen werden kannst wenn du nicht mitmachen willst.

Deine Mama macht das so weil sie sich mit Sicherheit tierische Sorgen um dich macht und dir helfen will. Sie kann es selbst nicht, aber sie gibt alle Infos an die Mitarbeiter in der Klinik weiter, damit die dir und auch deiner Mama helfen. Denn auch deine Mama muss lernen wie sie besser mit dir umgehen kann.

Charlieee001 25.02.2017, 10:39

Ich bin ursprünglich hin wegen Depressionen.. Und ein paar Ängsten.. Wie zum Beispiel angst vor Bussen und Zügen.. Also darin zu fahren..

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Sanja2 25.02.2017, 10:47
@Charlieee001

Dann bist du dort doch durchaus richtig. Wenn Suizidgefahr besteht, dann darf man dich auch geschlossen einweisen und bekommt dafür auch den richterlichen Beschluss. Gerade bei einer Angsterkrankung ist die Hilfe in der Psychiatrie wirklich harte Arbeit. Aber es lohnt sich wirklich, denn wenn du das durchstehst wird dein Leben wieder viel einfacher laufen. Angst kann man nämlich nur bewältigen in dem man sich ihr stellt. Das ganze gepaart mit einer Depression macht es noch schwieriger, denn dann ist ja auch deine Motivation und Antrieb runter gefahren. Ich glaube dir das es sich gerade nur schwer und anstrengend und kaum auszuhalten anfühlt. Aber es hilft dir. Bitte steh es durch und lass dich auf die Hilfe ein.

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