Psychiatrie- ans Bett fesseln

14 Antworten

Wir waren nicht anwesend und du scheinbar auch nicht das man diese Situation objektiv bewerten könnte. Auf einer offenen Station hat jeder das Recht zu gehen wann er möchte. Wenn die Ärzte der Meinung sind er sollte die Klinik nicht verlassen kann er trotzdem auch gegen ärztlichen Rat die Klinik verlassen wenn er allerdings ausrastet (was natürlich auch auf die Intensität ankommt) können die Ärzte ein verlassen der Klinik verhindern. Eine Fixierung erfolgt dann wenn der Patient eine unmittelbare Gefahr für sich selbst oder andere darstellt und ist als kurzfristige Lösung angedacht bis sich der Patient wieder beruhigt hat. Wenn diese Person aus deiner Familie der Meinung ist die Fixierung sei ungerechtfertigt hat er auch die Möglichkeit sich an einen Patientenanwalt zu wenden wo der Fall dann überprüft wird. Natürlich gibt es Fälle wo es nicht so läuft wie es laufen sollte aber normalerweise werden keine Fixierungen vorgenommen wenn es nicht nötig ist.

Eine Fixierung ist nicht ohne Weiteres erlaubt, bei einer Gefährdungjedoch schon. Grundsätzlich darf eine Fixierung nur angelegt werden, wenn eine persönliche Einwilligung oder eine richterliche Anweisung besteht. In der Psychiatrie kann auch ein Arzt eine solche Fixierung anordnen, wenn eine Gefährdung des Patienten besteht oder wenn von ihm eine Gefährdung ausgeht.

es gibt rechtliche moeglichkeiten. dazu muessen bestimmte bedingungen vorliegen. guckst du hier:

Nach dem Grundgesetz (Artikel 1, 2 Grundgesetz) ist die Freiheit des Menschen unver-letzlich. Dieses Recht darf nur aufgrund eines Gesetzes beschränkt werden. Zivilrechtlich ist die persönliche Freiheit des Menschen in § 823 BGB, strafrechtlich in § 239 StGB geschützt. Damit durch die Fixierung des Patienten keiner dieser Tatbestände erfüllt wird, muss ein Rechtfertigungsgrund vorliegen. Als Rechtfertigungsgründe für eine Fixierung kommen im Rahmen der Krankenbehandlung insbesondere die Einwilligung des Patienten, Notwehr oder ernsthafte Gefährdung des Patienten bzw. von Dritten (Notstand) in Betracht. Willigt der einsichtsfähige Patient nach ordnungsgemäß erfolgter Aufklärung über die beabsichtigte Maßnahme in die Fixierung ein, so liegt für den Handelnden eine Rechtfertigung für die Fixierung vor. Bei Minderjährigen hat die Einwilligung durch die gesetzlichen Vertreter zu erfolgen, bei Betreuten muss der gesetzlich bestellte Betreuer einwilligen, sofern dieser für den Aufgabenkreis der Heilbehandlung bestellt ist und die individuelle Einsichtsfähigkeit des Patienten nicht mehr gegeben ist. Falls der unter Betreuung stehende Patient jedoch geistig noch in der Lage sein sollte, die Relevanz der ihn betreffenden Behandlungsmaßnahmen zu erkennen und zu erfassen, kann dieser noch selbst einwilligen. Ferner kann die fixierende Maßnahme an dem Betroffenen unter Umständen dann gerechtfertigt sein, wenn ein Fall der rechtfertigenden Notwehr gemäß § 32 StGB gegeben ist. Insbesondere bei gewalttätigen Patienten, welche das behandelnde ärztliche / pflegerische Personal, Mitpatienten oder Besucher angreifen, ist eine Fixierung aus Notwehrgründen rechtmäßig. Schließlich kann die Rechtfertigung einer Fixierung auch durch Vorliegen einer Notstandslage gemäß 34 StGB gegeben sein, beispielsweise bei verwirrten Patienten, die sich ständig lebenswichtige Infusionsschläuche zu entfernen versuchen.

quelle: http://www.psychiatrie-aktuell.de/bgdisplay.jhtml?itemname=rechtsgrundlagen_fixierung

Das mag ja alles stimmen aber er ist selber rein.Und hatte den Ausraster weil sie ihn nicht gehen lassen wollen dazu haben sie kein Recht.

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@ghasib

das waere dann durch einen anwalt zu klaeren.

im uebrigen war ja das hier:

Ist dies erlaubt, darf man ihm einfach bei seinem bewusstsein fesseln???

deine frage. und die duerfte mit dem o.a. zitat beantwortet sein.

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