Prügelstrafe früher: Wieso "bewährte Methode"?

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Das Ergebnis besteht aus 8 Abstimmungen

Das hatte folgenden Grund: 87%
Das hatte keinen Grund. 12%

15 Antworten

Weil es bequem ist und jeder so gemacht hat.

Es ist nun einmal einfacher draufzuhauen, als sinnvolle Erklärungen abzugeben, warum ein Kind etwas -nicht- tun soll.

Außerdem erspart(e) es der erziehenden Person die lästige, und oft unangenehme Situation, sich selbst, die Situation und die Gründe zu hinterfragen.

Einen ängstlichen Menschen kann man besser manipulieren und dazu bringen Dinge zu tun, die er sonst niemals tun würde.

Totalitäre Systeme sind  voll von solchen hirnlosen Befehlsbefolgern, die ihr Gewissen mit "ich befolge nur meine Anweisungen", zum Verstummen bringen.

Es ist also eine bewährte Methode das Denken zu stoppen und brave Rädchen für egal welches System zu "erziehen".

Der Schuss geht dezeit nur deswegen nach hinten los, weil viele Eltern keinen adäquaten Ersatz für die Prügel"strafe" an die Hand genommen haben. Ihnen wurde nicht erklärt, also haben sie nicht gelernt zu erklären, und überlassen diese Aufgabe ungefiltert irgendwelchen multimedialen Systemen.

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Bewährte Methode ? Da habe ich meine Zweifel. Ich kenne auch noch diese Zeit, als dem Lehrer erlaubt war, den Kindern mit dem Stock auf die Finger zu schlagen. Zum Glück sind diese Zeiten vorbei. Ich selber schlug meine Kinder nie. Es gibt andere Möglichkeiten die genauso gut im Ergebnis greifen, als Kinder zu schlagen. Schläge sind nie ein Argument, sondern eher Ausdruck mangelnder Fähigkeit, Kindern verbal etwas beizubringen. Es gibt Strafen wie Hausarrest. Zusätzliche Hausaufgaben ect. während die anderen draussen spielen. Das wirkt aus meiner Sicht wesentlich intensiver, als ein Kind zu schlagen. Schläge frustrieren. Kinder die immer geschlagen wurden, werden später ein anderes Verhalten an den Tag legen, wenn es um Problemlösungen geht. Die werden dann ihre Kinder auch schlagen. Früher ging es um Obrigskeitsdenken, das wurde uns eingebleut. Duckmäuser wurden erzogen. Davon haben wir uns befreit. Früher traute sich kein Schüler, einen Lehrer darauf anzusprechen, dass man eine andere Meinung hat. Das war undenkbar. Man wurde dazu gezwungen das zu tolerieren, was der da vorne am Pult zu sagen hatte. Nur das hatte Gültigkeit. Wollte man sich zuhause über ungerechtes Behandeln in der Schule beschweren, lief schon der Versuch ins Leere. Heute müssen sich Lehrer damit auseinandersetzen, dass auch mal Gegenwind aus den Reihen der Schüler kommt. Es gibt Lehrer mit denen man locker darüber reden kann und die sind bei den Schülern auch beliebt. Nicht jeder Pädagoge ist wirklich geeignet für den Beruf , den er sich ausgesucht hat. Je älter man wird und zur Schule geht, erkennt man die Qualitäten jedes einzelnen Lehrers. So hat jeder Lehrer seine "Lieblingsschüler" und andere eben, mit denen er nicht so recht klar kommt, wie das im Leben so ist. Sympathie und Antipathie spielen da eine Rolle und das gilt gleichermassen auch für Lehrer. Heute sind viele Eltern berufstätig und die Kinder oft alleine zuhause, bis ein Elternteil von der Arbeit zurückkommt. Das war früher eher die Ausnahme. Da konnte sich ein Elternteil mehr um die Kinder kümmern, als das heute der Fall ist.  

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Das hatte folgenden Grund:

Man dachte eben, dass es richtig ist und funktioniert, weil die Kinder dann gehorchten. Allerdings taten sie das ja aus Angst, was man erst später bemerkte

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"Bewährte Methode" weil die Kinder laut der Menschen sich wieder zu benehmen wissen wenn sie verprügelt werden...allerdings hat man die Kinder dadurch nur eingeschüchtert was sie natürlich auch davon abgehalten hat es nochmal zu machen:D

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Das hatte folgenden Grund:

Das Ziel der Bestrafung wurde in der Regel erreicht, spätestens aber nach ein paar Wiederholungen.

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Das hatte folgenden Grund:

Damals wusste die Erwachsenen noch nicht, dass ein gewalttätiger Umgang den Kindern auch weit bis nach dem Kindesalter schadet.

Heute ist zwar die Prügelstrafe zum Glück verboten, aber leider behandeln etliche Erwachsene Kinder immer noch respektlos.
Was an manchen Antworten beim Thema Babys, (Klein-)Kinder und Jugendliche zu erkennen ist.

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"Bewährt" war die nicht.

Prügeln war übrigens schon immer geächtet. Den Hintern voll, ja, aber keine Prügel.

Es gab auch schon immer Eltern, die ihre Kinder nicht schlugen.

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Das hatte folgenden Grund:

Es war eben eine Rechtfertigungsstrategie. 

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Weil man es nicht besser wusste.

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Das hatte folgenden Grund:

Weils einfach funktioniert, ohne Diskussionen, Gerede, Erklärungen. Schlimm.

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Kommentar von Abahatchi
15.08.2016, 23:31

Wenn es angeblich funktioniert hätte, warum war es dann in Familien, in denen geprügelt wurde immer und immer wieder nötig, zu prügeln? Ist doch paradox oder?

Du hast recht, wenn Du schreibst: Schlimm

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Das hatte folgenden Grund:

Man nennt "die bewährte Methode" einfach deshalb so, weil sie immer funktioniert.

Es geht darum: Das Kind lernt seine Grenzen kennen. Und es lernt: Bestimmte Überschreitungen werden nicht geduldet. Überschreitet man diese Grenzen, gibt es sofort Senge. Aber wirklich nur dann!

Mir selbst hat es nie geschadet.

Ich habe nicht oft, sondern nur manchmal Senge gekriegt. Aber daraus gelernt & alte Fehler nie wieder neu gemacht.

Und ich bin heute meinen Eltern dafür dankbar!

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Kommentar von kiniro
15.08.2016, 21:34

Mit Prügel lernt ein Kind nicht seine Grenzen kennen.
Vielmehr, dass es okay ist, wenn Ältere (Stärkere) einen Jüngeren (Schwächeren) schlagen.

Wer sagt, dass es ihm nicht geschadet hat, merkt gar nicht, dass er sich in die eigene Tasche lügt.
Denn dieses Verhalten wird an die eigenen Kinder weitergegeben.
Es fehlt nämlich die Fähigkeit, dieses zu reflektieren und vor allem zu hinterfragen.

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Kommentar von Abahatchi
15.08.2016, 23:29

Man nennt "die bewährte Methode" einfach deshalb so, weil sie immer funktioniert.

Nun, die Frage ist, wie lange so etwas "funktionierte", denn das eigentliche Problem war, dasz die Kinder oft nicht wuszten, was, wieso und warum etwas falsch war oder unangebracht. 

Wenn man etwas vernünftig erklärt hätte, dann hätte man sicherlich mehr Erfolg gehabt, vor allem nachhaltiger, denn dasz es nicht wirklich langfristig funktionierte ist daran zu sehen, dasz immer und immer wieder geprügelt werden muszte. 

Es ist eben ein Trugschlusz, dasz es funktioniert hätte.

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Das hatte folgenden Grund:

Es hat (meistens) funktioniert.

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Das hatte keinen Grund.

die altvorderen waren einfach dümmer als wir heute.

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Kommentar von dressurreiter
15.08.2016, 23:28

Na auf keinen Fall dümmer als du.

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Weil das die bewährte Strafe bei jedem vergehen war. Egal ob Hausaufgaben vergessen oder prügelei. Es gab daraufhin die selbe Strafe

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Na dann schau Dir die Blagen heutzutage doch an, haben vor nichts mehr respekt.Früher gab's 'n Satz heiße Ohren oder 'n roten Pöter wenn sie Mist gebaut haben.Und was passiert heutzutage, nichts, werden im Gegenteil noch belohnt.

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Kommentar von Abahatchi
15.08.2016, 23:21

nun, wenn Jemand jemanden verprügelt, dann sollte man dies ebenso bestrafen, wie Balgen, die vor nichts Respekt haben aber ohne Prügel versteht sich. Wer prügelt hat nur nicht genügend Hirn, um sich effektive, prügelfreie alternative Erziehungs- und Strafmaszahmen zu überlegen. 

Gruzs Abahatchi

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