Provoziert die Polizei Tatverdächtige und Zeugen, um die Reaktion zu testen?

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6 Antworten

Der Polizist ist an Recht und Gesetz gebunden. Die Grenzen ergeben sich bei der Vernehmung insbesondere aus https://dejure.org/gesetze/StPO/136a.html - aber natürlich auch direkt aus dem Grundgesetz, zuforderst aus Artikel 1.

Natürlich lernt der Kriminalist oder Polizist Vernehmungstaktik und Psychologie, das ist auch dringend angebracht (und warum sollte er darin auch nicht geschult werden, er macht ja schließlich eine Ausbildung bzw. ein Studium).

Wichtig ist zudem die ordentliche Belehrung (https://dejure.org/gesetze/StPO/136.html) bei Zeugen im Übrigen aus (§§ 52 StPO, nicht verlinkt).

Die Taktiken können dann bei Zeugen oder Beschuldigten durchaus unterschiedlich sein. Es geht darum, einen Zugang zur Person zu finden/haben, sofern er sich mit den BeamtInnen unterhalten möchte.

Das ist Aufgabe der Exekutive, genauer für die Polizei. Vgl. dazu § 163 I Satz 1 StPO: "Die Behörden und Beamten des Polizeidienstes haben Straftaten zu
erforschen und alle keinen Aufschub gestattenden Anordnungen zu treffen,
um die Verdunkelung der Sache zu verhüten."

Eine Provokation ist in den genannten Grenzen möglich - zum Beispiel, um Widersprüche zu identifizieren oder auch die Glaubwürdigkeit zu überprüfen.

Spontane Reaktionen sind Körpersprache und die sagt viel über Menschen aus, sie wird natürlich einbezogen. So wie das bei anderen Berufen auch der Fall ist.

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Nein. Kriminalbeamte, die Verhöre durchführen, sind keine Filmfiguren. Detective Robert Goren, der im Fernsehen für solche Tricks steht, ist eben doch nur eine fiktive Figur in der Krimiserie Criminal Intent, in der Realität gibt es solche Leute nicht. Es wäre im Grunde ja auch gar nicht verwertbar, denn "Auswertungen von Reaktionen auf Provokationen" würde kein Staatsanwalt als Beweis akzeptieren und Richter schon mal gar nicht.

Also nein, das gibt es nicht.

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Kommentar von Philippus1990
22.05.2016, 01:02

Es geht ja auch nicht darum einen Beweis zu erlangen, sondern um zu überprüfen, ob ein Beweis, nämlich die getätigte Aussage, glaubwürdig ist.

P.S.: Nichts gegen Detective Robert Goren. ;)

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Kommentar von FrlZett
22.05.2016, 01:22

Kann ich so unterstreichen.
Das gibt es nicht.
Genauso wenig wie die allseits erfragte Dienstnummer. Die gibt es auch nur im Fernseher.

Lg, FrlZ

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Ja!

Die Polizei arbeitet bei der Vernehmung mit allen Tricks. Die haben sogar Handbücher, wo drin steht wie sie mit verschiedenen Menschentypen umgehen müssen.

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Es gibt so Taktiken, wo man die ganze Zeit ausgefragt wird bis aufs kleinste Detail. Bei Menschen mit falschem Alibi fliegt das ganz schnell auf, da Sie alles nicht bis auf kleinste Detail überdenken . Diese werden sehr schnell zögerlich , schauen meistens dann weg und werden unruhig....

(z.B Welchen Bus nehmen Sie üblich? Wie heißt die Haltestelle, wo Sie abfahren? usw...)

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Wieso sollten sie das Tun ? :D

Im allgemeinen sehr unwarscheinlich, weil: Grund steh oben.

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Es kommt drauf an was der tatverdächtigen gemacht hat

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