Provisionsrückforderungen aus alten Arbeitsvertrag

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die Forderungen sind - sofern sie denn ueberhaupt zu recht bestehen - spaetestens am 31.12. 2004 verjaehrt. Offensichtlich hat die Firma es ja versaeumt, rechtzeitig das gerichtliche Mahnverfahren einzuleiten. "Einfache" Mahnungen und Erinnerungen haben auf die Verjaehrung aber keinen Einfluss.

Da sich deine Schilderung so liest, als habest du auf die Schreiben deines ehemaligen Arbeitgebers auch nicht reagiert (und somit auch keine Schuldanerkennung abgegeben), kannst du nun die Einrede der Verjaehrung geltend machen. Diese bewirkt, dass der Glaeubiger die Geltendmachung seiner Forderungen nicht mehr durchsetzen kann.

Verjährung ist wahrscheinlich nicht eingetreten, da du ja immer wieder gemahnt wurdest. Du solltest mal mit einem Arbeitsrechtler sprechen, ob diese Provisionshaftung nicht von vorne herein unzulässig war. Hattest du einen Angestelltenvertrag oder warst du HGB-Vertreter. Wenn letzteres der Fall ist, ist es auch sehr gut möglich, d ass du in einem Scheinselbständigkeitsverhältnis warst.

Erstmal vielen Dank für die Antworten. Ich habe auf die Schreiben nie reagiert, da es ja nie richtige Zahlungsaufforderungen waren, zumindest kann ich mich nicht erinnern (kann sein, dass kurz nach meiner Beendigung eine kam, bin mir wirklich unsicher und ich behaupte, dass keine kam). Die Schreiben waren immer interner Art, also keine direkte Aufforderung. Hab allerdings auch keinen Nerv einen Anwalt zu kontaktieren, würde ja auch ne Menge kosten.

Deswegen solltest du ja prüfen lassen, ob das nicht eher eine Scheinselbständigkeit war. Dann müsste der "Arbeitgeber" nämich noch die Sozialabgaben nachentrichten. Außerdem könntest du kostenlos vor dem Arbeitsgericht klagen. Dafür brauchst du keinen Anwalt.

0

Was möchtest Du wissen?