Prostitution Gewerbeschein?

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9 Antworten

Hallo ! Für die Tätigkeit als Prostituierte brauchst Du keinen Gewerbeschein. Der Beruf unterliegt nicht der Gewerbeordnung. Daher ist nur eine steuerliche Anmeldung beim Finanzamt notwendig. Liebe Grüsse Frank Zingelmann

Als Prostituierte musst du dich nur beim Finanzamt anmelden. Ein halbwegs gesetzeskundiges Gewerbeamt wird dir nämlcih weder einen Gewerbeschein noch eine Reisegewerbekarte ausstellen, weil Prostitution nicht unter deren Vorschriften (GewO) fällt.

Davon würde ich ausgehen, denn Du musst Deine Einkünfte ja wie jeder andere auch versteuern.
Siehe auch
http://www.hamburg.de/contentblob/117008/data/prostitutionsgesetz.pdf

Du kannst aber den Freibetrag ausnutzen:

"entsprechend verlagert sich theoretisch die Summe der Einkünfte, die steuerbefreit sind, auf ca. 14.500 Euro"
steuerncheck.net/studenten-steuerfreibetrag/

Nach Abzahlung der Werbungskostenpauschale von 1.000 Euro darf das Einkommen nicht über 8.004 Euro liegen, sonst beginnt die EInkommensteuer zuzugreifen. Die übrigen 4.000 Euro für Studeten kannst du doch nur in Anspruch nehmen, wenn du auch tatsächlich diese Kosten hast ! Daher ist deren Einplanung unseriös.

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Nachtrag: Scheinbar wird das je nach Bundesland unterschiedlich gehandhabt (z.B. das "Dortmunder Modell" in NRW, welches teilweise auch in BW und Thüringen übernommen wurde). Es wäre deshalb sinnvoll, das Thema in Bezug auf das in Frage kommende Bundesland zu besprechen.
Siehe auch http://www.bmfsfj.de/doku/Publikationen/prostitutionsgesetz/03030204.html :

"In keiner Modellregion wird Prostitution als Gewerbe anerkannt.
Es besteht keine Anzeigepflicht.
Vereinzelt werden Gewerbeanzeigen unter der Bezeichnung Prostituierte entgegengenommen.
Es werden Gewerbeanzeigen unter der Bezeichnung Tänzerin sowie im Bereich der erotischen Massage mit dem Wissen, dass es sich dabei um Prostitution handelt, angenommen."

"Überwiegend wird auch Wohnungsprostitution als nicht anzeigepflichtiges Gewerbe eingestuft.
Vereinzelt wird jedoch eine Gewerbsmäßigkeit festgestellt. Die mehrheitliche Einschätzung ordnet die Wohnungsprostitution aber eher der Tätigkeit einzelner Prostituierter zu.
In einer Region wurde ein differenziertes Modell entwickelt. Sobald mehr als drei Frauen in einer Wohnung arbeiten, wird eine gewerbsmäßige Tätigkeit angenommen."

"Außerhalb der Modellregionen gibt es auch noch andere Variationen des Umgangs mit der Prostitution. Innerhalb der Positionierung der einzelnen Bundesländer weichen die Behörden vereinzelt in verschiedene Richtungen ab. So wurde z. B. berichtet, dass auch die Anzeigepflicht für die Prostituierte bei den Gewerbeämtern vereinzelte kommunale Praxis ist. Dies ist eine Entwicklung, deren sich der Bund-Länder-Ausschuss von Anfang an bewusst gewesen ist. Da dieser Ausschuss üblicherweise abgestimmte Empfehlungen gibt, hat auch diese uneinheitliche Haltung des Gremiums Räume für sich abweichend entwickelte Praxis geboten."

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Zur Ausübung der Straßenprostitution ist eine Reisegewerbekarte zu beantragen, sofern allgemeine Versagungsgründe einer Ausstellung nicht entgegenstehen. Die Anträge werden vom Ordnungsamt entgegengenommen, geprüft und die Karte ggf. auch ausgehändigt für die „Tätigkeit Prostitution“.

Gewerbeanzeigen von Prostituierten sind zulässig und werden von den Zeitungsverlagen im Regelfall auch entgegen genommen.

Das ist auch falsch. Eine Reisegewerbekarte gibt es für Prostitution genauso wenig, wie für stehendes Gewerbe eine Gewerbeanmeldung.

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@helmutgerke

Nachtrag

habe mal ein wenig Google genutzt und stelle fest, dass es in den Bundesländern nicht einheitlich geregelt ist. In der Mehrzahl der BL ist Prostitution nicht gewerberechtlich reguliert und somit erfolgt auch keine Information der Gewerbeämter an die Steuerbehörden.

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@helmutgerke

Der Erste Kriminalhauptkommissar Heinrich Minzel schildert in seinen Ausführungen wohl eher "Dortmunder Landrecht". Mit dem geschriebenen und durch Rechtsprechung auszulegenden Gewerberecht (siehe auch Ausführungen des Bund-Länder-Ausschuss Gewerberecht) hat das nichts zu tun. Hier wird eigenmächtig Gewerberecht für Maßnahmen missbraucht, die nichts mit diesem Rechtsgebiet zu tun haben. Schließlich sind vereinzelte Bestrebungen, die Prostitution ins Gewerberecht aufzunehmen (was ich persönlich für serh sinnvoll halten würde) stets von den Ländern abgelehnt worden. Und da Gewerberecht Bundesrecht ist, steht es keinem einzelnen Land - und schon gar keiner Stadt frei -, seine eigene phantasievolle Auslegung zu definieren.

Aber wahrscheinlich bleibt dort den Prostituierten nichts anderes übrig, als dem auf hoher Ebene organisierten Polizeiunrecht nachzugeben... Ist für diese ja auch der einfachere Weg. Nur rechtmäßig wird es damit nicht.

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Auf jeden Fall steuerlich anmelden z.B als Selbsttändige sonst gibts Zoff bei einer Kontrolle

Du solltest es schon als Gewerbe anmelden,ansonsten kommst du wohl in Schwierigkeiten.Das kostet eine Gebühr,40 Euro glaub ich.Also kein Problem.

Aber hoffentlich hast du dir das auch gut überlegt,es gäbe doch andere Möglichkeiten um Geld zu verdienen!

Quatsch ! Prostitution fällt nicht unter die Regelungen der Gewerbeordnung. Daher kann man dafür kein Gewerbe anmelden !

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@Geochelone

Ganz genau ! Der Beruf unterliegt nicht der Gewerbeordnung und ist dort ausdrücklich vo der Anmeldung ausgenommen

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Mit einer Anzeige verdienst du kein Geld nur wenn du als Prostituierte tätig wirst. Erkundige dich doch mal bei deinen "Kolleginnen".

Hi,

also zuerst glaube ich kaum, dass Du einen Gewerbeschein haben musst, wenn Du Dich damit befassen willst. Du kannst Dir ja nen Sponsor suchen, musst ja nicht unbedingt ins Bordell, oder ähnliches.

Aber ich finde, Du solltest es mal mit einem normalen Job versuchen... . Prostitution ist nichts gutes für die Psyche, letzendlich wirst Du Dich daran gewöhnen, nur als Gegenstand, frisches Fleisch gesehen zu werden. Du wirst in Zukunft keine normale Beziehung aufbauen können, da Du Dich mit sicherheit sehr verändern wirst, vor allem Dein Selbstwertgefühl wird sich verändern, und die Tendenz Deiner Gefühle gegenüber anderen.

Ich habe eine Freundin die studiert, und es sich nicht wirklich leisten konnte, deswegen hat sie im Netz eine Anzeige aufgegeben. Es haben sehr viele Männer geantwortet, und mit einem hatte sie sich schließlich verabredet. Der Sex sollte schlecht gewesen sein, aber sie meinte, dass sie viel Kohle einkassiert hatte, deswegen konnte sie sich Bücher und anderes Zeug kaufen, was sie gebraucht hatte. Mit der Zeit wurden es aber mehr Männer, und sie wurde gegenüber mir, sowie anderen Bekannten sehr kühl, hatte sich zurückgezogen.

Über ne längere Zeit hatte ich keinen Kontakt mit ihr, bis sie mich schließlich mal mitten in der Nacht anrief und mich darum anflehte ihr zu helfen. Natürlich habe ich sie zu mir eingeladen die Nacht über, und habe im gespräch sehr viel negatives herausgefunden, Sie meinte, dass sie nicht mehr anders verdienen konnte, dass es leichtes Geld wäre, dass sie sich alles leisten kann, aber überhaupt nicht glücklich ist, Sie eckelte sich vor sich selber, meinte, dass sie gefühlslos geworden sei, dass manche Männer mit ihr wirklich wiederliche Sachen angestellt haben, aber dass sie damit nicht aufhören könne.

Ihr riet ihr eine Therapie, sie war auch - meines Wissens nach- einige male dort gewesen, und danach habe ich nichts mehr von ihr gehört.

Deswegen rate ich es ab, das Mädchen war kaputt (nein, sie war nicht drogenabhängig, sie war abhängig von dem vielem Geld welches sie verdiente...), ihre Seele zerschmettert, dennoch, trotz des Ekels, konnte sie damit nicht aufhören.

Suche Dir lieber einen anständigen Job. Ich denke kaum, dass Dein zukünftiger Partner Deine Vergangenheit so hinnehmen könnte... . Denke daran, dass es eine Zukunft gibt.

Ich wünsche Dir viel Glück und hoffe, dass Du nicht auf diesen Weg abrutschst...

Du musst ein Gewerbe anmelden, da du sonst Steuern hinterziehst. Es ist ja eine Tätigkeit mit der Du Geld verdienst und eine Dienstleistung, daher musst du das machen und auch Buch führen.

Unsinn ! Eine Gewerbeanmeldung hat absolut nichts mit den steuerlichen Erklärungspflichten zu tun

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