Prostatabiopsie trotz Metastasen?

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4 Antworten

Hallo TippMax, erstmal, es tut mir leid um deinen Vater.

Nachdem bereits die Beckenknochen befallen sind ist eine Therapie in
Richtung Hormon-Therapie oder eine Chemo wohl dringend angesagt. Eine Knochenszintigraphie liegt sicherlich auch schon vor? Nachdem eben der Ablauf der Therapiefolgen so geregelt ist, muss am Anfang wohl eine Biopsie stehen, was aber nicht soviel bringen wird. OK, man will die Krebsart, die Aggressivität feststellen um eben die Hormontherapie Produktart bzw. die Chemo darauf einstellen zu können.
Wichtig aber ist, dass alles ganz schnell geht, eine Hormonbildungsstopp-Spritze wäre gestern besser denn heute oder gar morgen. Diese Erfahrung habe ich in meinem Umfeld gehört.

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Kommentar von beamer05
20.08.2016, 16:02

Wichtig aber ist, dass alles ganz schnell geht, eine
Hormonbildungsstopp-Spritze wäre gestern besser denn heute oder gar morgen.

Nein.

Gerade beim Prostatakarzinom - erst recht, wenn schon Metastasen gesichert (oder wenigstens vermutet) wurden, hat man Zeit (mehr als bei den meisten anderen Krebsarten), für die optimale Behandlung die nötigen Informationen zu beschaffen; hier also die Histologie (Prostatapunktion), die Hinweise darauf geben wird, ob eher (nur) eine Hormonblockade oder (auch) eine Chemotherapie sinnvoll ist.

Außerdem gibt es Studien, die zeigen, dass auch beim Vorliegen von Metastasen eine Prostatabestrahlung zur Reduktion der Tumormasse sinnvoll sein kann.

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Ja das ist nötig um die Art der Krebszellen festzustellen, danach wird dann die Richtige Chemotherapie zusammengestellt.

Krebs ist eben nicht gleich Krebs und daher müssen daher die Krebszellen untersucht werden damit man eine optimale Therapie machen kann.

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Kommentar von chrisbraun
16.08.2016, 17:17

Bei Prostatakrebs fängt man nie mit der Chemotherapie an.

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Ja, eine Biopsie ist sehr sinnvoll, da sie Aussagen über den Tumortyp bzw. die genauere histologische Beschaffenheit erlaubt.

Diese Kenntnisse sind wiederum wichtig für die Auswahl / Empfehlung der optimalen Behandlung, also ob (nur) Hormonblockade (antihormonelle Therapie mit Medikamenten), Chemotherapie, Kombination aus beidem, oder auch ob eine Prostatabestrahlung sinnvoll ist (ggf. auch Bestrahlung einzelner Knochenherde, sofern schmerzhaft oder stabilitätsgefährdet).

(Es gibt seriöse Studien, die zeigen, dass auch bei metastasiertem Prostatakarzinom eine Bestrahlung der Prostata sehr sinnvoll sein kann - dies muss aber im jeweiligen Einzelfall unter Kenntnis aller Fakten beurteilt werden)

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