Ist das Projekt Europäische Union sinnlos oder sinnvoll?

14 Antworten

ich sehe in der eu eigendlich eine sehr sinnvolle angelegenheit. natürlich bringt reisefreieheit auch immer eine gewisse unsicherheit mit sich. aber wie schon benamin franklyn sagte: "wer die freiheit der sicheheit opfert, hat beides nicht verdient.

was ich an unserer EU am problematischen finde ist die mit dem hammer duchgeprügelte Währungsunion. die Schweden, aber auch die Briten haben es ihrer zeit richtig gemacht, und sind nicht der währungsunion beigetreten.

und NEIN ich rede jetzt nicht davon, dass deutschland der goldesel wird. es geht viel mehr darum, dass eine währungsunion noch keinen sinn macht, wenn diverse steuerliche regeln nicht zueinander passen. vor allem beziehe ich das auf leistungen wie Kindergeld, auf die Sozial- und Krankenversicherung aber auch auf die Mehrwersteuer etc.

lg, Anna

Was sich jüngere Leute oft gar nicht mehr vorstellen können, ist dass es einmal ziemlich streng bewachte Grenzen gab.

Seit über 70 Jahren gab es im Bereich der EU keinen Krieg mehr. Das kann man mit evtl. Nachteilen gar nicht aufwiegen.

Keine bewachten Grenzen mehr? Warst wohl noch nie im UK oder DK ...

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Was sind die größten Vorteile und vor allem Nachteile und Kritiken zur EU?

Vorteile: Frieden innerhalb Europas, kultureller Austausch, Reisefreiheit, Wohnortfreiheit, Arbeitsfreiheit, größerer Einfluss in der Welt, mehr Selbstbestimmung.

Nachteile: Längere Prozesse zur Findung einer gemeinsamen Position.

Welche Länder profitieren von der EU und welche nicht?

Im Grunde gibt es kein Land, das nicht profitiert. Besonders profitiert Deutschland als Land mittendrin.

Ist die EU für andere Staaten ein Dorn im Auge?

Ja, besonders für die USA sind wir ein Konkurrent mit mehr Einwohnern.

Wie sieht es mit dem Spannungsverhältnis zwischen Machtabgabe an überstaatlichen Strukturen, aber jedoch staatlicher Immunität aus?

Ich weiß nicht, was mit staatlicher Immunität gemeint ist. Eine gewisse Abgabe von Souveränität an Gesamt-EU ist sinnvoll um die Effektivität zu vergrößern. Wichtig ist die Definition, welche Komponenten abgegeben werden sollen.

Kann die EU nur auf demokratischen Wege, von demokratischen Staaten, frei und gesund wachsen?

Ja.

Ist die EU als Transferunion ungerecht?

Nein

Für wie sinnvoll ist es die EU verkürzt als Europa zu benennen, obwohl die EU in Europa ist?

Ob sinnvoll oder nicht, es ist ein Alltagsgebrauch. So wie wir Amerika sagen und die USA meinen.

Wäre es gut wenn die EU zur "United States of Europe" sich entwickeln würde, oder als längerer Arm von den USA oder anderen "Mächten"?

Die Vereinigten Staaten von Europa sind ein notwendiger und guter Gegenpol gegen Russland, die USA und China (vielleicht später auch noch Indien). Die EU ist eigentändig genug um nícht ein "verlängerter Arm" zu sein.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Lebe seit Geburt in Deutschland

Den wichtigsten Vorteil hast du vergessen:

Großer Binnenmarkt ohne Zölle.

Das ist auch der größte Antrieb für eine EU, denn jedes große Unternehmen und der Lobbyismus befürwortet das.

Auch ist für die Amis eine starke EU kein Dorn im Auge, sondern gewünscht.

Denn so haben die Amis einen Ansprechpartner und zuverlässigeren Partner, als sich mit 30 kleinen Staaten rumzuschlagen.

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@Hansser

Den Binnenmarkt hab ich in der Tat vergessen. Für die Amis muss man differenzieren: für Obama war das so wie du sagst, für Trump ist ein schwacher Partner wichtig für seine Verhandlungsposition.

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@Hansser
Denn so haben die Amis einen Ansprechpartner und zuverlässigeren Partner, als sich mit 30 kleinen Staaten rumzuschlagen.

Machttheoretiker sprechen sich im allgemeinen für Divide et impera aus,

Einen Schwachen wird man sellten um seine Zustimmung bitten.

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"Welche Länder profitieren von der EU und welche nicht?

Im Grunde gibt es kein Land, das nicht profitiert. Besonders profitiert Deutschland als Land mittendrin."

Wie kommen sie zum Ergebnis das es keine Länder gibt die von der EU nicht profitieren?

Es gibt genug Länder die von ihr nicht profitieren wie zum Beispiel EU-Land Portugal. Dort hat die EU so einiges Investiert und trotzdem gehört dieses Land zu Europas Armenhäusern.

Bosnien und Herzegowina das Geographisch in Europa liegt dessen Bürger hat man gleich nach dem Krieg Arbeitsverbot und Reisefreiheit in der ganzen EU aufgezwungen. Es war und ist kein Profiteur.

Mit Afrika hat die EU ungerechten Handel betrieben und das hat dazu geführt das Hunderttausende Afrikander diesen Kontinent verlassen mussten und ihn Europa Asyl suchten um zu überleben.

In Indien hat so mancher Bauer Selbstmord begangen weil man die Subventionierte Milch aus der EU dort hingebracht hat um Wirtschaftlich besser dazustehen. Ist es damit ein Profiteur der EU?

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@Gulf98

Den Kreis der Länder, die profitieren, habe ich auf die der EU eingeschränkt. Was Afrika und Asien angeht, sehe ich das genauso, da gibt es ein großes Gefälle und Ausbeutung. Das war meiner Meinung aber nicht das Thema.

Innereuropäische Länder: Portugal profitiert sehr stark von der EU. Wir reden hier ja nicht über den Euro und seine Auswirkungen.

Bosnien und Herzegowina gehören nicht zur EU. Wenn sie eintreten wollen, müssen den Mernschenrechten gefolgt werden, was ja wohl positiv zu werten ist.

Das mit der erzwungenen Reisefreiheit verstehe ich nicht als Argument gegen die EU.

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Die EU ist Produkt der USA und USA gewollt.

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@Niconasbeznas

Das war nur zu Zeiten des kalten Krieges so. Damals wünschte sich die USA die europäische Integration, weil diese die Staaten davon abhielt sich an die Sowjetunion/Russland anzuhängen. Spätestens seit 1992 ist dem jedoch nicht mehr so und ist die EU den USA ein Dorn im Auge.

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Ungerecht ist, daß die EU die Regeln die damals für den Beitritt galten, einfach nicht einhält, und ständig Regeln hinzuerfindet, die so damals nicht ausgemacht waren.

Im übrigen konnte man in Deutschland in den 90ern garnicht GEGEN die EU und den Euro wählen, weil ALLE Parteien FÜR die EU und den Euro waren.

Wo ist da die Wahl der Bürger ? D.h. die EU ist abgekartet von vorneherein.

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@beopro

Was hast du denn für merkwürdige Ideen. Wenn alle Parteien für die EU sind, repräsentieren die doch wohl die Mehrheit der Bevölkerung. Das ist doch wohl demokratisch und nicht abgekartet.

Und die Regeln werden von den EU-Mitgleidern gemeinsam beschlossen. Auch das sehr legitim.

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Die EU hätte gut werden können, doch sie hat meines Erachtens vier Probleme:

1: Sie mischt sich zu häufig ein. Hätte man sich darauf beschränkt, die Grundzüge zu regeln, wäre das eine tolle Sache gewesen, aber heute will sie einem Privatunternehmen wie Netflix sogar vorschreiben, welche Filme es anbieten muss, das geht zu weit

2: Die EU hat keine direkte Demokratie, für mich als Schweizer ist es krass, dass ein diktatorisches System über unsere direkte Demokratie gestellt wird, das dürfte Deutsche allenfalls weniger stören, weil ihr es nicht anders kennt.

3: Die Personenfreizügigkeit ist eine schöne Sache. Aber man hätte sich auf damals lebende Leute und deren Nachfahren beschränken müssen. Es kann nicht sein, dass ein Staat ohne Absprache Leute aufnimmt und dann allen anderen Staaten auf's Auge drückt.

4: Die EU hat wirtschaftlich versagt, der Euro ist ein mehrmalig rechtswidrig gerettetes Desaster. Heute profitieren vor allem schwache Länder von erlassenen Krediten und missachteten Aufnahmebedingungen.

Unten wurde gesagt, die EU hätte Krieg verhindert. Das ist für mich nicht erwiesen, wir wissen, es gibt die EU, es gibt in Europa keinen Krieg, aber wäre das ohne die EU anders?

Ich gehe nie ohne mein Smartphone aus dem Haus und wurde noch nie von einem Bären angegriffen, kann mein Smartphone also Bären vertreiben? Ein Zusammenhang hier ist ebensowenig erwiesen, wie ein Zusammenhang zwischen EU und Kriegslosigkeit. "Die Simpsons-Fans" wissen übrigens, warum ich gerade das Beispiel mit dem Bären gerne anführe, nur so am Rande.

So gesehen: Wenn sich die EU nicht mehr langsam auf ihren Grundgedanken besinnt, wird sie brechen, Frankreich lehnt die EU langsam aber sicher ab, der Norden wird zurückhaltend, wir haben den Brexit, die Schweiz wird über die Kündigungsinitiative abstimmen.

Aber für eine Besinnung müsste der Grossteil der Politiker umgetauscht werden, daher wird es wohl nur eine Illusion bleiben.

Die United States of Europe wird es so nie geben, unsere Geschichte, also die der einzelnen Länder, lässt sich nicht mit den USA vergleichen.

Super Antwort! Ein noch nicht erwähnter Fehler bei der EU ist, dass man die südosteuropäischen Länder (Ungarn, Polen, Rumänien, Bulgarien usw.) zu früh und zu schnell aufgenommen hat. Diese Ländern haben seit mehr als einer Generation keine Erfahrung mit Demokratie. Die Probleme mit krimineller Bevölkerung und genauso kriminellen Führern, wie Viktor Orbán, beweisen dass es ein Fehlgriff war.  

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@ulrich1919

Orban ist cool, würde ich auch wählen. Der sagt klar, was Sache ist ! Er regiert für sein Volk und nicht für die EU

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der Euro ist ein mehrmalig rechtswidrig gerettetes Desaster. -->gut gesagt

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Die EU ist lediglich ein Vorläufer des "7.heiligen Reiches" (Offb.13,1-7),

welches in der Endzeit die Waffen gegen den zurück kehrenden Jesu richten wird (Offb.17,14).
Angeführt wird dieses von der "Weltkirche" (Offb.12,9), die vom "Gott dieser Welt" (2.Kor.11,14; Offb.17,1-13) geleitet wird.

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