Profisionelle Distanz wahren?

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5 Antworten

Wie schon beschrieben, bedeutet professionelle Distanz nicht, nicht mitzufühlen.
Nur darf man in diesem, wie auch vielen anderen sozialen und medizinischen, Berufszweig nicht zulassen, dass einen das auffrisst.
Das bedeutet aber nicht, dass dir das alles egal ist, dass du über entsprechende Situationen nicht traurig sein darfst oder dass es dir nichts mehr ausmacht.

Aber man muss in den Berufszweigen einen Weg finden, wie man das Ganze verarbeiten und vor allem auch wieder loslassen kann. Dass das nicht immer gleich gut funktioniert, ist logisch.
Sind eben doch alles nur Menschen.

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Eine sehr gute Frage! Ich habe selbst im Jugenalter mehrfach im Krankenhaus gelegen und habe sowohl mitfühlende (empathische) als auch eher kalte Schwestern erlebt. So kann ich umgekehrt sehr gut mich in die Rolle eines Patienten in diesem Alter versetzen und denke, dass es notwendig ist, diese Gefühle des Patienten zu kennen. Das darf aber freilich nicht dazu führen, dass ich seine Probleme und Gefühle vollständig annehme, dann könnte ich nicht mehr arbeiten, sondern es ist wichtig, zuzuhören, einzugehen und eine Lösung zu finden, damit sich der Patient besser fühlt. Dafür muss man manchmal auch die "Professionelle Distanz" durch "Professionelle Nähe" ersetzen...

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Professionelle Distanz heisst ja nicht, dass man kein Mitgefühl haben darf und soll. Nur die Probleme der Patienten darf man nicht zu seinen eigenen machen und man muss am Feierabend abschalten können.

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Ich denke mal, dass Menschen das bestimmt nicht vertragen können und man sich vielleicht da einfach daran gewöhnen muss, obwohl es sicherlich lange dauert und bestimmt nicht leicht ist

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Ich bin examinierte Altenpflegerin, arbeite jetzt in einer Arztpraxis und habe mir geschworen: an dem Tag, wo ich nicht mehr mit  jemandem mitleiden und auch mitweinen kann, hänge ich meinen Beruf an den Nagel.

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