"profil-Besuchen" trennbar oder Subtantiv?

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5 Antworten

Bisweilen wird man um das "gehen" nicht herumkommen,
wenn du nämlich entweder per pedes deine Tante besuchen gehen willst
oder mit dem Auto deine Tante besuchen fahren möchtest.

Auch kommen eignet sich für diese quasi-modale Nutzung. Und so wie bei den modalen Hilfsverben hat erst der Infinitiv die Eigenschaft, ein Objekt zu bestimmen.

ich komme das Haus besuchen

Dabei sind die Verben alle nicht nur als Bewegungsverben zu sehen, sondern auch in übertragenem Sinne als Kundgebung eines Vorhabens.

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Bei Substantivierung wird zusammengeschrieben:
das Besuchengehen
das Besuchenfahren
das Besuchenkommen

So isses.

Und das sei User dandy als "Gehen-Verweigerer" ins Stammbuch geschrieben.

Ich geh jetzt mal 'nen Kaffee trinken.

;-)

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Danke für deinen Kommentar:

"Dabei sind die Verben alle nicht nur als Bewegungsverben zu sehen, sondern auch in übertragenem Sinne als Kundgebung eines Vorhabens."

Genau das habe ich mit meiner Bemerkung an Dandy gemeint. Mit der Formulierung "ich besuche dein Profil" fällt die Information weg, die Kundgebung des Vorhabens.

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Verstehe ich nicht.

"Ich gehe dein Profil besuchen" ist doch in Ordnung,
auch wenn "Ich besuche dein Profil" besser wäre.

Wenn die Frage ist, ob Profil in deinem Satz eigenständig ist oder als Teil des Verbs besuchen angesehen werden muss, dann ist definitiv Ersteres der Fall.

dein Profil ist hier einfach ein Akkusativ-Objekt zu besuchen (Wer besucht wen?).

Ich gehe dein Profil besuchen.

So ist es korrekt.

.Nein, ist es nicht:

Ich besuche Dein Profil - ohne "gehen"


Man geht grundsätzlich niemanden besuchen sondern man besucht oder kommt zu Besuch

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@dandy100

Also, ich tue meine Tante gern besuchen gehn, dandy.

;-)

Mit dem, was "man" tut oder nicht tut, sollte man bei Sprachen vorsichtig sein.

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@earnest

Also, ich tue meine Tante gern besuchen gehn

Kannst Du ja tun - nur bei Fragen nach gutem Deutsch solltest Du Dich dann zurückhalten oder möchtest Du ernsthaft über diese Formulierung diskutieren....

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@earnest

Vielleicht willst du etwas unterstreichen, aber ist das von dir ernst, earnest:

Also, A) ich tue meine Tante gern besuchen gehn, dandy.

Verkoerkst (die Anfrage) aus meiner Sicht. Geht das durch in Niedersachsen?

A) klingt okay, auf Slang, warum netta mal?

Gruß

P.S. Hast du was gegen dandy? Lass es.

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@Pfiati

Redest du mit MIR, Pfiati?

Möchtest du mir vorschreiben, wie ich mich verhalten soll?

;-)

P.S.: Ich habe nicht das Geringste gegen dandy. Aber seine Positionen kann ich nicht nachvollziehen. Das habe ich deutlich gemacht.

Das scheinst du aber nicht gemerkt zu haben.

P.P.S.: Welche Laus ist DIR denn über die Leber gelaufen?

Und mit dem Erkennen eines kleinen Sprachscherzes (der zusäzlich durch einen Smiley gekennzeichnet war) hast du wohl auch deine Schwierigkeiten gehabt...

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@dandy100

Ach dandy, mit dem sprachlichen Humor hast du es wohl auch nicht so...

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Ich besuche Dein Profil - ohne "gehen"

Man geht grundsätzlich niemanden besuchen sondern man besucht

Und: in die Tiefe recherchieren - da gibts nicht, was soll das denn heißen?

Ich besuche Dein Profil, um zu recherchieren

Man kann doch problemlos "einkaufen/schwimmen/spazieren/essen/schlafen gehen". Warum nicht auch "besuchen gehen"?

Bei "in die Tiefe" vermute ich eine schludrige Übersetzung von in-depth.

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@ralphdieter

Du hast recht - man kann auch jemanden besuchen gehen, (wobei man aber niemals sagen würde "Ich gehe Dich mal besuchen" sondern "Ich komme Dich besuchen" oder "Ich besuche Dich mal".

Ein Profil kann man aber defintiv nicht besuchen gehen, denn man bewegt sich ja nirgendwo hin.

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@dandy100

Warum denn nicht diese "Übertragung"?

Sei bitte vorsichtiger mit dem "man", dandy.

Wir haben hier keinen Sprachpapst, der verbindlich ge- und verbietet.

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@earnest

Man braucht kein Sprachpapst zu sein, um logisch zu denken - allein das gebietet und verbietet bestimmte unsinnige Formulierungen. Im Übrigen sollte bei allen nicht eindeutigen Regeln ein gutes Sprachgefühl die Leitlinie sein

Warum man ein Profil nicht besuchen gehen kann, habe ich wohl ausreichend erklärt.

Falls Du anderer Meinung bist, kannst Du das gerne begründen.

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@dandy100

@dandy: Wenn man beide Sprachen spricht - Englisch und Deutsch - und in beiden Sprachen denkt, dann wird das  "I'm going to check your profile" automatisch zu: "Ich gehe dein Profil besuchen".

Und wenn ich dann schreibe: "So ist es korrekt", dann deswegen, weil ich es perfekt verstanden habe und gelegentlich auch so sagen würde. Vor allem, wenn es sich um eine Handlung dreht, die mit Computerdeutsch zu tun hat, mit dem Deutsch, das man für Emails und sms verwendet.

Wenn Pfiati schreibt: "Ich gehe dein Profil besuchen", dann ist in der Formulierung noch die Information enthalten, dass er in Kürze oder jetzt gleich das Profil ansehen will.

Diese Information fällt in deiner Formulierung "Ich besuche dein Profil" weg.

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@HansH41

Wie sprechen hier aber von Deutsch und nicht von Englisch - es ist ausgeschlossen, verschiedene Sprachen miteinander vergleichen zu wollen.

Im Englischen gibt es z.B die Verlaufsform - im Deutschen aber nicht.

Darf man deshalb sagen "Ich bin am arbeiten" um auszudrücken, dass das in diesem Augenblich stattfindet und fehlt diese Information etwa, nur weil man das in der deutschen Sprache eben nicht darf? Wohl kaum.

Going to mit dem deutschen "gehen" gleichzusetzen, ist unmöglich - während going to eine zuküftige Handlung ausdrückt, bedeutet gehen im Deutschen die tatsächlich Fortbewegung.

Eine Seite im Internet kann man genau deshalb eben nicht besuchen gehen - das ist schlicht und einfach Unsinn, ebenso wie zwei Sprachen miteinander zu vergleichen, sowas ist abolut tödlich.

"dann wird das  "I'm going to check your profile" automatisch zu: "Ich gehe dein Profil besuchen"."

Eben nicht!  Eine wörtliche Übersetzung ist immer die schlechteste aller Möglichkeiten.

Und: Computerdeutsch gibt es nicht - es gibt nur schlechtes und gutes Deutsch

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@dandy100

Da reicht ein kleiner Satz, dandy: Wer in der Sprache auf Logik pocht, hat meist schlechte Karten.

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@dandy100

Aber sicher darf "man" sagen: "Ich bin am arbeiten."

Du hast seltsame Vorstellungen von dem, was "man" darf und was man nicht "darf".

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@earnest

...sehe ich anders - Sprache ist durchaus logisch aufgebaut und jedes Wort ist eine bedeutungstragende Einheit, um es mal linguistisch auszudrücken.

Wenn sich natürlich niemand mehr verpflichtet fühlt, sich auch dementsprechend ausdrücken, verkommen die Feinheiten der Sprache immer mehr und irgendwann dient sie dann nicht mehr der Kommunikation sondern der Begriffsverwirrung - aber mittlerweile ist ja sowieso alles egal, vor allem wie man sich ausdrückt - schade

...oder um es mit Reinhard Mey zu sagen: sorry, poor old Germany

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@earnest

Aber sicher darf "man" sagen: "Ich bin am arbeiten."

Wenn das wirklich Dein Ernst sein sollte, hat eine Debatte über Sprache keinen Sinn mehr; da stehen wir ganz offenichtlich an zwei verschiedenen Ufern.

Sorry, aber angesichts Deiner anderen Kommentare, hätte ich  sowas nicht von Dir erwartet - "Ich bin am arbeiten." ist Umgangssprache auf allerunterstem Niveau

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@dandy100

Nix mit "unterstem Niveau".

Aber du hast Recht: Es hat keinen Sinn, mit dir zu diskutieren. Du bist offenbar jemand, der die eigenen Sprachnormen verabsolutiert und für alle verbindlich machen möchte - vulgo: ein Möchtegern-Sprachpapst.

P.S.: Was du von mir erwartest, ist für mich nach deinen sachlich völlig ungerechtfertigten, aber mit Rigorosität hier vorgetragenen Ausführungen völlig irrelevant.

Viel Erfolg mit deinem Rigorismus.

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@dandy100

Och, mal wieder die ausgelutschte These vom Kulturverfall. Und das nur, weil nicht alle Welt so spurt, wie du das gerne hättest.

;-)

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@earnest

Sorry, aber den Niedergang der Sprachkultur zu bestreiten, ist naiv - und wer diese Erkenntnis bis jetzt immer noch nicht hat, mit dem lässt sich nicht sinnvoll debattieren.

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@earnest

Rigorismus?

Was tust Du den anderes in Deiner nicht vorhandenen Gegenargumenation?

Du bestreitest einfach, nur ohne zu begründen - wenn das nicht rigoros ist, dann weiß ich es aber auch nicht mehr

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@dandy100

Ich bin nur dann "rigoros", wenn jemand seine eigenen, engen Sprachnormen als verbindlich für alle "verkaufen" will.

Die von dir so heftig kritisierten Formulierungen (die Sache mit "gehn" und: am + Infinitiv + sein) sind Teil der deutschen Umgangssprache.

Punkt.

Da ist jede weitere Diskussion überflüssig.

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@dandy100

Du argumentierst neben der Spur.

Der Niedergang der Sprachkultur macht sich NICHT an den von dir kritisierten - aber KORREKTEN -  Formulierungen fest. Wie denn auch?

Aber du hast schon Recht: Die Debatte mit dir lohnt nicht.

Ciao.

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