Profi werden oder aufgeben 13 Jahre umsonst trainiert?

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7 Antworten

Die Frage ist eigentlich relativ leicht zu beantworten. Wenn die Realitäten tatsächlich so sind, dass Du ein schlechter Schüler bist, im Eishockey aber das Zeug zu einem, immerhin, DEL Profi hast, dann ist der Sport die richtige Wahl für Dich.

Eishockey ist eine faszinierende Sportart. Der "geilste" Sport der Welt.

Dass es Dir keinen Spass macht, ist aus meiner Sicht ein "Verdienst" Deines Vaters. Vergiss ihn. Löse Dich von ihm und allem, was er zu Dir und über Dich in Sachen Eishockey gesagt hat.

Konzentriere Dich auf das Spiel, das Team, den Zusammenhalt und die Ziele, die die Mannschaft haben wird. Da wirst Du sicher mehr Glücksmomente erleben, als in einem Arbeitsleben am Fliesband.

Einen miesen Job kannst Du jederzeit haben. Die Chance, Eishockey Profi zu werden, kommt aber sicher nicht mehr so oft.

Und davon abgesehen: Mit Fussball, der NHL oder KHL kann die DEL natürlich nicht mithalten. Aber so schlecht bezahlt sind DEL Profis ganz sicher nicht. Außerdem haben sie doch irgendwie ein cooles Leben. Ich kann das ganz gut beurteilen, denn ein großer Teil der DEL Mannschaft der Adler Mannheim wohnt in unmittelbarer Nachbarschaft und ist mit meinen Söhnen befreundet.

Ganz umsonst ist Dein Training sicherlich nicht - Du musstest diszipliniert sein, hast einen Mannschaftssport betrieben / Teamarbeit und bist fit - das wird Dir auch später immer wieder nützen.

Sieh es auch als Chance nun in Zukunft das zu machen, was Dir wirklich liegt.
Mach Dir Gedanken darüber welche Themen Dich interessieren und wo Deine Stärken&Schwächen liegen - geh, wie bereits empfohlen, zur Berufsberatung und suche nach Praktikas.

Ich nehme an Du hast den Abschluss noch nicht, also nutze das (die) nächste(n) Jahr(e) und konzentriere Dich voll auf die Schule - nutze auch die Sommerferien um zu wiederholen, Dich zu verbessern.

Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen : das leben hält dir viele viele Wege offen. Viel mehr als du vielleicht gerade selber siehst.  Wenn du keine Lust mehr auf den Sport hast , dann häng ihn an den Nagel und geh deinen Weg weiter. Du wirst durch Zufall oder andere Vorkommnisse auf andere Dinge stoßen die dir so viel Spaß bereiten dass du darin deine wahre Erfüllung erkennst. Wegen dem Beruf würde ich an deiner Stelle auch keine Angst haben. Heutzutage kann man sich in bestimmten Gebieten und mit dem richtigen Elan selbstständig machen. Mach das was dir Spaß macht. Ich wünsche dir alles Gute auf deinem Weg.

Den Sportprofi solltest Du an den Nagel hängen. Du hast selbst gesehen, dass ein Unfall reicht, damit Du nicht mehr arbeiten kannst.

Immerhin hast Du einen Hauptschulabschluss. Geh zur Berufsberatung und finde heraus, was Du tun willst. Dann suche Dir Betriebe und frage, ob Du ein Praktikum machen kannst. Und nimm jede Möglichkeit der Bildung wahr. Vor allem sollte Dein Deutsch besser werden (VHS!)

Das einzige was zählt: Du sagst, es macht Dir nicht richtig Spaß. Mehr muss man nciht wissen, um Dir raten zu können: lass es und such lieber Deine eigentliche Bestimmung.

Als Profi wirklich Erfolg zu haben und gut Geld zu verdienen, das gelingt nur wenigen. Konzentrier´ dich jetzt auf einen guten Schulabschluss und eine Berufsausbildung, die dich interessiert. Deine Sportkenntnisse und Mannschaftserfahrungen kannst Du vielleicht in einem sportnahen Beruf noch nutzen. Vielleicht hast Du später auch Interesse, als Amateurtrainer Jugendmannschaften zu betreuen. 

Nach über zehn Jahren im Sport. Kannst Trainer werden. 

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