Professor Harry Potter?

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4 Antworten

Ja, in Teilen. Die Sache mit Harry ist die, dass er vor allem eines hasst: Aufmerksamkeit.

Er hat immer und überall wo er hingeht die Augen der Leute auf sich, denn er ist Harry Potter. Daher denke ich persönlich nicht, dass er einen Posten anstrebt, wo er sogar noch mehr im Mittelpunkt stehen würde. Speziell Vorsitzender des Zaubergamot und der Posten des Zaubereiministers halte ich für ausgeschlossen. Er hat gar nicht die Eigenschaften, die man für die Berufe bräuchte. Politik etc. ist nicht seine Stärke. Genauso wenig andere wirklich zu durchschauen und mit ihnen zu spielen. Dumbledore war Meister darin. Harry ist zu gutmütig dafür; ja schon fast zu unschuldig und naiv.

Tatsächlich muss ich jedoch auch Rowling widersprechen wenn sie sagt, Harry sei ein Auror bzw. Leiter der Abteilung für magische Strafverfolgung. Für mich entspricht das nicht der "Logik". Harry kämpft "bewusst" seit er elf ist gegen dunkle Mächte. Seit seinem fünften Schuljahr ging es nur bergab und er musste zusehen wie einer nach dem anderen starb.

So jemand, auch ein Harry Potter, wünscht sich nur eines: Ruhe und Frieden. Ich persönlich hätte Harry eher als Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste gesehen. Darin ist er gut und es macht ihm Spaß. Er kann anderen etwas beibringen und hat seinen Frieden. Er muss nicht mehr kämpfen, denn das hat er genug getan. Allerdings würde er natürlich, wenn er müsste. Nur würde er den Kampf nicht suchen. 

Könnte er irgendwann Schulleiter werden? Ja,  möglich. Doch für alles andere ist Hermione die bessere Option. Eines der wenigen Dinge, die ich aus Cursed Child gerne übernehme, nämlich sie als Ministerin.

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Kommentar von FIFAFAN99
03.09.2016, 19:36

Du hast Recht! So kritisch habe ich die berufliche Zukunft von Harry gar nicht beobachtet, aber es ist völlig richtig, was du schreibst. Naja, zumindest hab ich irgendwo gelesen, dass er immer wieder mal nach Hogwarts kommt und ein bisschen über VgddK mit den Schülern redet

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Hallo,

nein, ich halte es für ausgeschlossen, dass Potter einen ähnlichen Status wie Dumbledore erfüllen wird und kann, denn auch wenn man ihm eine größere Verständigkeit als Ronald oder Neville zugestehen muss, so reicht er nicht an den Intellekt eines Dumbledores heran. Potter ist „nur“ der Bezwinger Voldemorts, wobei sein Sieg weder auf außerordentlichen Fähigkeiten noch taktischem Geschick beruht, während Dumbledore weitaus mehr als der Bezwinger Grindelwalds, sondern und hauptsächlich ein Forscher und Denker war. Demzufolge fehlen ihm die Grundvoraussetzungen, um die gleichen Ämter wie Dumbledore zu bekleiden. Er wäre nicht mehr als eine Galionsfigur,
die die Beschlüsse anderer abnicken soll, um dem Volk als gutes Beispiel
voranzugehen, ähnlich Scrimgeours Gedankengang im siebten Roman. Harry wollte sich zu diesem Zeitpunkt nicht dafür ausnutzen lassen und wird es später erst recht nicht wollen, für mehr fehlt ihm nämlich sowohl das politische Wissen als auch das notwendige Kalkül. Ein Politiker darf schließlich nicht authentisch sein, sondern muss eine Fassade von Authentizität erschaffen, was jemandem wie Potter, der das Herz auf der Zunge trägt, zuwider sein dürfte. Wir wissen überdies auch, dass Diplomatie nicht gerade seine Stärke ist. Des Weiteren urteilt er gelegentlich voreilig, handelt demgemäß teilweise ungewollt unfair und ist ziemlich unbelehrbar, wenn er erst einmal seine Meinung gebildet hat, er ist parteiisch und, was nicht gerade die beste Voraussetzung für eine Führungsposition ist, ein schlechter Redner. Das alles macht ihn freilich menschlich, aber eben auch zu einem schlechten Politiker.

Grundlegend passt es nicht zu seinem Charakter. Potter strebt nicht nach Macht, sondern nach Gerechtigkeit, weswegen er schließlich Auror werden will, wobei er jedoch aktiv für Gerechtigkeit sorgen und nicht die Rechtsprechung übernehmen will, aber grundsätzlich sehnt er sich nach einem ruhigen, unaufgeregten Leben. Als Hohes Tier fiele ihm jedoch zu viel Verantwortung dafür zu und theoretisch dürfte er als Leiter der Auroren schon mehr Verantwortung innehaben als ihm lieb sein kann. Im Epilog zeigt sich auch, dass ihm die ihm zuteilwerdenden Aufmerksamkeit noch immer unangenehm ist.  

Dass er das Amt des Schulleiters übernimmt, wäre denkbar, obwohl ihm der organisatorische Teil missfallen dürfte und diese Position mMn besser zu jemandem wie Granger passen würde, während Potter einfacher Lehrer ist. Nachdem er jahrelang im Fokus war, bevorzugt er die Zurückgezogenheit, die im Hogwarts freilich bieten könnte, und er betrachtete Hogwarts immer als Zuhause, inwiefern er das nach der Schlacht noch kann, ist allerdings fraglich – immerhin hat er dort einen Menschen getötet und auch wenn er nur sekundär schuld ist, dürfte er daran doch zu knabbern haben.     

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Also, möglich ist es.

Frage ist, ob Harry wirklich so viel Verantwortung tragen wollen würde...
Kommt darauf an, welche Entwicklung er bei dir in der Story gemacht hat, damit es realistisch ist. Aktuell kann ich es mir nicht vorstellen. Ich glaube, er würde lieber ein ruhiges Leben bevorzugen ;)

Jedoch denke ich nicht, dass er gleich mehrere so wichtige Positionen bekleiden würde oder könnte. Schließlich war Albus Dumbledore ein echter Workaholic! Keine Familie oder so... viel für andere getan (eigentlich alles?) und natürlich ein herausragender Zauberer. Harry ist zwar auch sehr stark, aber er gibt ja selber von sich zu, dass er das alles nie ohne seine Freunde und den Zuspruch geschafft hätte (und Dumbledores Vorarbeit).

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Meiner Meinung nach passt beides nicht zu seinem Charakter. Wie die Autorin es vorgesehen hat, dass er Auror wird, passt besser. Er ist niemand, der sich gerne um Papierkram kümmert und die Dinge sachlich klärt.

Eher könnte ich mir Hermine als Zauberministerin vorstellen.


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