Problemfrage zum Thema Abtreibung aus Christlicher Sicht?

10 Antworten

Die Problemfrage 2000 Jahre zurück verlegen:

Maria wurde aus christl. Sicht vom Heiligen Geist schwanger. Joseph hatte anfänglich einen ganz anderen Verdacht.

Hätte Maria abgetrieben (auch damals gab es bereits wirksame Methoden), dann wäre das Christentum nicht entstanden.

Die Problemfrage 100 oder rmehr Jahre in die Zukunft verlegt:

Was die Zukunft für Möglichkeiten bereit hält, wissen wir nicht. Doch gerade die christliche Religion ist auf eine unbestimmte Zukunft ausgerichtet, z. B. auf eine, in der es keine "bösen" Menschen mehr gibt.

Daraus stellt sich die Problemfrage bei Atreibungen zumindest aus sozialen Gründen. Wie viele Menschen kommen erst gar nicht auf die Welt, die das mögliche Potential hätten, erheblich dazu beizutragen, daß die von Christen erhoffte "Zukunft" deutlich früher da ist?

Gegenwarts-Problemfrage:

Es finden Abtreibungen auch aus sozialen Gründen statt. Derartige soziale Gründe ließen sich beheben, wenn Christen das tun würden, was sie predigen, nämlich sozialen Mißständen abzuhelfen. Damit gibt es im Christentum einen offenen Widerspruch, denn auch Christen treiben u. a. auch aus sozialen Gründen ab.

Es scheint fast unmöglich zu sein, diese Fragen ideologiearm zu beantworten.

Am besten helfen Fakten.

In Deutschland stehen 400.000 Geburten jährlich 100.000 Abtreibungen entgegen.

Und jetzt kommt der Hammer: In den allerallerallermeisten Fällen sind das NICHT Schwangerschaften, die aus Vergewaltigungen resultieren.

In den allerallerallermeisten Fällen sind das auch NICHT medizinisch motivierte Abtreibungen von wegen Gefahr für die Mutter oder (vermutlich!) behindertes Kind.

In den allerallerallermeisten Fällen sind das Abtreibungen, die Frauen oder Mädchen vornehmen, weil sie keine Chance sehen, das Kind auszutragen. Weil sie keine Option kennen, die den Frieden in der Familie oder Beziehung erhält. Weil sie meinen, sie hätten kein Geld und keine Möglichkeiten.

Christ/Christlich oder nicht. Man sollte sich VORHER überlegen, welche Folgen Sex haben könnte. Und wie das mit der Pille und anderen Dingen funktioniert.

Und man sollte darauf aufmerksam machen, dass es auch Beratungsstellen gibt, die bemüht sind, diese anderen Optionen aufzuzeigen. 1000plus ist eine sehr gute, die genau das tut.

Auf KEINEN Fall, bitte auf KEINEN Fall solltest Du bei dem Vortrag mit Vorwürfen und Verurteilungen anfangen. Das heizt die Stimmung nur unnötig auf, weil dann Argumente wie "Ich bestimme über meinen Körper" kommen und es insgesamt sehr emotional wird.

Ich bin gespannt, ob du uns Feedback gibst nach dem Vortrag.

Eine kritische Frage hätte ich noch beizutragen (das war ja deine eigentliche Frage):

Wie sicher sind Aussagen der Ärzte, dass das Kind (schwerst) behindert sein wird? Garantieren Ärzte eine Diagnose? Oder geben sie Prozentzahlen an?

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Das ist wohl ein Tippfehler:

"In Deutschland stehen 400.000 Geburten jährlich 100.000 Abtreibungen entgegen."

Es gibt etwa 700000 Geburten jedes Jahr.

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@carn112004

Danke, das hatte ich wohl falsch abgespeichert im Hirn :-)

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Du solltest zeigen, was eine Abtreibung ist.

http://www.abtreibung.de/methoden-absaugmethode-ausschabung-spaetabtreibung/

Auf jeden Fall solltest du deinen Mitschülern vermitteln, was abgetrieben wird. Damit meine ich, wie weit entwickelt der Embryo ist in den verschiedenen Wochen, in denen normalerweise eine Abtreibung stattfindet.

Auf die Schnelle fand ich das:

http://symptomat.de/Entwicklung_des_Babys_im_Mutterleib#Befruchtung_der_Eizelle_durch_den_Samen

Und welche folgen eine Abtreibung für die Mutter haben kann:

http://www.abtreibung.de/methoden-absaugmethode-ausschabung-spaetabtreibung/folgen/

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Die Folgen der Abtreibung, die hier genannt werden, gleichen dem Post-Abortion-Syndrom, welches klinisch nicht nachweisbar und sehr umstritten ist, aber immer wieder gerne von Abtreibungsgegnern zur Sprache gebracht wird.

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@drachenfreund

Da braucht man nichts klinisch nachweisen. Das leuchtet einem jeden Menschen doch sofort ein, dass es später zu Gewissensbissen oder anderen Problemen kommen kann, oder nicht?

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Was mich auch beschäftigt, ist eine Frage, die ich nicht richtig treffend formulieren kann.

Heutzutage hat jede Mutter die Möglichkeit abzutreiben. Zwingt das die Frau nicht, darüber nachzudenken 'will ich das Kind oder nicht'?

Eine Frau, eine Mutter, in deren Körper sich rasendschnell ein Mensch heranbildet, muss sich die Frage stellen 'ja' oder 'Nein'.

Ist das wirklich die erwünschte Freiheit oder ist das nicht bereits Zwang?

Zu mir sagen manchmal leute 'ihr habt euch für euer Kind entschieden'. Dann muss ich sagen: "nein, haben wir nicht'. Wir haben uns nie die Frage gestellt, ob wir dieses Kind bekommen sollen oder nicht. Es war ja schon da. Und es nicht bekommen, hätte ja bedeutet, es zu töten.

Gibt Tötung wirklich Freiheit? Ist die Möglichkeit einer Abtreibung nicht eigentlich seelische Vergewaltigung einer Mutter?

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@Whitekliffs

Ich kann dazu sagen, dass ich zumindest in Online-Foren durchaus Aussagen von Frauen gelesen habe, die im Endeffekt zusammengefasst werden können mit: Leider habe ich die Schwangerschaft vor der Frist für die Abtreibung bemerkt; besser ich hätte es nicht bemerkt, dann würde sich die Frage gar nicht stellen.

Das waren aber eher Konstellationen, in denen die Frau das Kind sowieso eher wollte und vor allem das Umfeld/Partner die Abtreibung eher wollten; da ist dann das gesetzliche Verbot, sogar in gewissem Maße eine echte Hilfe für die Frau, denn sie muss sich dann gar nicht mit den ganzen Argumenten für oder wider Kind auseinandersetzen.

Aber sowas ist ziemlich sicher nicht die Mehrheit der Fälle.

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@Whitekliffs

Ein interessanter Aspekt. Bei uns stand das auch nie zur Debatte.

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