Probleme mit Eltern, ich kann nicht mit ihnen reden?

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3 Antworten

Was kann ich tun? Es kommt mir so vor als wäre es früher anders gewesen, aber vielleicht war das nur meine Wahrnehmung als Kind?

Nein, deine Wahrnehmung wird schon richtig gewesen sein. ABER die Zeiten haben sich geändert. Du bist kein Kind mehr. Du befindest dich nun in der Loslösungsphase, sozusagen kurz vor dem Absprung in ein eigenes, selbständiges Leben. Und dazu gehört durchaus auch, dass man sich nicht mehr so gut versteht. Wenn nämlich alles Friede, Freude Eierkuchen wäre, dann wäre der Abschied von zu Hause nicht möglich. Aber letzten Endes ist er nötig. Nicht jetzt mit deinen 19 Jahren, aber auch nicht aufschiebbar bis in alle Ewigkeiten.

Du musst es nicht sofort tun, aber, wie gesagt, warte mit dem Ausziehen auch nicht zu lange. Das Loslassen fällt schwer. Den "Kindern" ,weil sie nun selbständig werden müssen, aber auch den Eltern, die sich oft an die Kinder klammern.

Darum wäre es wünschenswert, wenn du das Ausziehen nicht mit Streit in Verbindung bringen würdest. Du solltest versuchen, deine Eltern an den Gedanken zu gewöhnen. Du ziehst ja nicht aus, weil du deine Eltern nicht mehr leiden kannst, sondern weil es ein nötiger Entwicklungsschritt in deinem Leben ist.  Rede mit ihnen darüber, dass du in sehr absehbarer Zeit ausziehen wirst. Dann beginnt für dich ein neues Leben, aber auch für deine Eltern, denn sie hören nun auf, hauptsächlich Eltern zu sein.

Oder willst du, dass es dir ergeht wie meiner Freundin. Sie hat ein scheinbar sehr, sehr gutes, enges Verhältnis zu den Eltern. Sie sind ihr ein und alles. Aber sie lebt immer noch mit ihren 50 Jahren im Kinderzimmer, hatte niemals einen Freund und ist aus der Rolle der Tochter nie rausgekommen. Sie ist sehr nett und hat viele Bekannte, aber es nervt schon, wenn sie abends im Restaurant drei -- oder viermal am Abend von den Eltern angerufen wird: "wo bist du, wann kommst du nach Hause? etc..) Und da ihre Eltern nun gut über 80 sind, wird das auch nicht ewig so weitergehen. Und was dann????

Ich weiß was du meinst. Geht mir genau so. Allerdings sind die Ursachen bei mir anders gelagert.

Ich würde dir raten, wirklich von Zuhause auszuziehen. Du siehst ja selbst, dass sich nichts ändert. Distanz kann in vielen Fällen helfen, zwischenmenschliche Beziehungen zu verbessern. Man geht sich nicht mehr ständig auf die Nerven und sieht sich nur noch, wenn man auch wirklich Lust dazu hat. Das kann einiges ausmachen.

Wichtig ist, dass du dich nicht von deinen Eltern abhängig machst. Weder emotional noch finanziell. Such dir eine Ausbildung oder ein Studium und verdiene dein eigenes Geld. Dann brauchst du keine "Erlaubnis" für den Auszug.

Manchmal muss man auch an sich selber denken und schauen, was einem selbst gut tut.

Wolfie117 18.03.2017, 14:32

Danke für deine Antwort, ich glaube du hast recht :) Ausbildung mache ich schon u werde nächstes Jahr im Sommer fertig. Bis dahin kann ich mir eine Wohnung noch nicht leisten :/

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Ich denke, es ist vollkommen normal, dass man sich Freunden gegenüber anders verhält als den Eltern. Mit deinen Eltern hockst du ja seit 19 Jahren so ziemlich jeden Tag zusammen. Ein Auszug kann die Situation durchaus entspannen.

Wolfie117 18.03.2017, 00:01

Aber das man sich so krass anders verhält? Ich will ja gar nicht so missgelaunt, grimmig u zickig bei Ihnen sein. Aber ich kann einfach nicht anders u dann zieht das seine Kreise..

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Dahika 18.03.2017, 12:04
@Wolfie117

das ist in der Lösungsphase, in der du dich befindest, völlig normal. Wenn du erst mal selbständig bist, wird sich dass auch wieder ändern. Aber so wie früher, als du Kind warst, wird es nie wieder werden.

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