Probleme beim Tölten ( Isländer)

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4 Antworten

Hey, ich habe fast das selbe Problem mit meiner Isländerstute.. Die Vorbesitzerin wollte unbedingt dass sie töltet und hat sie sozusagen so damit genervt dass genau das Gegenteil passiert ist, sie sollte immer den Kopf beim Reiten oben haben und tölten.. Das bringt nichts! Jetzt habe ich das Problem dass sie nicht töltet und gleichzeitig beim normalen Reiten immer den Kopf ewig weit nach oben nimmt, was natürlich nicht gut ist und zu einem Unterhals und Rückenproblemen führen kann. Ich lasse sie einfach in Ruhe mit tölten, lieber habe ich einen gesunden, nicht töltenden Isländer als einen töltenden, mit Unterhals und Rückenproblemen!

Ich hab wie pMalq das Gefühl, dass da bei euch zu viel Zwang da ist... à la "Der ist ein Isi, der muss tölten". Dass der Tölt eine Gangart ist, die unglaublich viel Körperspannung braucht, dass diese Körperspannung aber nicht in VERspannung enden soll, sondern in einem hochgewölbten Rücken, der den Reiter tatsächlich sitzen lässt wie in dem viel gerühmten Sofa, dass wird vergessen.

Ich glaube, dass dein Isi schlicht und einfach in den Grundgangarten nicht gut genug ausgebildet ist, um den Tölt taktklar, mit schwingendem Rücken und toller Aufrichtung freiwillig anbieten zu können. So musst du ihn über die Zügel zu etwas zwingen, dass zwar von der Fußfolge her Tölt ist, aber weder bequem noch angenehm fürs Pferd. Und deswegen verkriecht er sich dann...

Tölt muss genauso erarbeitet werden wie die anderen Gangarten bei einem frisch eingerittenen Pferd. Wenn da 3 Galoppsprünge gut sind und der vierte fällt aus dem Rahmen, sollte man durchparieren und sich über 3 tolle Sprünge freuen statt den Gedanken "aber das ging doch grade so gut, tu weiter!!" zu haben und das Pferd aufzufordern, etwas zu leisten das es noch gar nicht kann.

Sasa333 19.07.2013, 16:21

Mein Pferd ist vor 2 Jahren eingeritten worden. Aber in den 2 Jahren wenig geritten worden. Danke für die Antwort

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Das hört sich an als würdest du das Pferd über den Zügel Spannung aufbauen, das ist leider der komplett falsche Ansatz. So beißt das Pferd sich entweder in die Brust oder reißt den Kopf hoch, alles natürlich bei weggedrücktem Rücken, das ist der Grund für die Unterhälse bei vielen Turnierisis.

Wie weit ist das Pferd ausgebildet? Wo stehst du in der Ausbildung?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Isländer bei korrekter Ausbildung früher oder später an den Punkt kommen an dem sie tölten möchten. Wenn die Oberlinie starkt genug ist, sodass sich das Pferd selbst tragen kann, kann es selbst die nötige Spannung aufbringen und sich Aufrichten um in den Tölt zu wechseln. Bis ein Pferd so weit ist dauert es, so lange sollte man aber warten zu gunsten des Partners.

Wir haben sehr viel gymnastiziert. Schiefentherapie nach Kaus Schöneich und Schulterherein sind nun seit 4 Jahren nicht mehr aus dem Training weg zu denken. Kein gezerre, wenn es nach mir ginge auch noch weniger Zügel, einfach nur korrektes Reiten.

schwarzerbogen 19.07.2013, 14:05

Dh! Dort wo ich mal getöltet ist der ansatz dass das pferd mit möglichst tiefem kopf tölten kann frei, ohne dass man als reiter an den zügeln ziehen muss!

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pMaIq 19.07.2013, 19:03
@schwarzerbogen

Genau das sollte man können, was bei einem nicht-naturtölter aber richtig schwer sein kann.

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schwarzerbogen 19.07.2013, 20:02
@pMaIq

Stimmt. Ich hatte dort ne 5-gänger stute, bei der wars wirklich super einfach, die nicht-naturtölterin mit galopprolle war grad das gegenteil, aber auch ne herausforderung finde ich so ein pferd gesund zu tölten sag ich mal ohne dass man groß zerren muss.

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Wenn der Kopf schon an der Brust ist, dann läuft ja alles schief.

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