Probleme bei Vergesellschaftung von zwei Katzen?

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5 Antworten

Bislang scheint sich das Kätzchen dank Deiner vorbildlichen Fürsorge doch sehr gut bei Dir eingelebt und entwickelt zu haben. DH!

Normalerweise sollten Kitten ja frühestens mit 12 Wochen (besser älter) von ihrer Katzenmutter und den Geschwisterchen getrennt werden, um bis dahin ausreichend entwickelt und sozialisiert zu sein (was hier ja leider nicht möglich war). Kleinere Rückschläge wird es daher u.U. natürlich immer wieder mal geben können. Da Katzen durch Abgucken und Nachmachen (voneinander) lernen, wird das Fellnäschen mit der Zeit aber sicher auch noch einiges von Deiner älteren Katze lernen können, die sich vielleicht in der Rolle als Ersatzmama bzw. als große Schwester gefällt?

Katzen sind sehr reinliche Tiere, die ihre Hinterlassenschaften gerne sauber trennen. Eine Faustregel besagt daher, dass man immer mindestens eine Katzentoilette mehr anbieten sollte, als Fellnasen im Haushalt leben. Bei sensiblen Katzen wären auch zwei Toiletten pro Katze sicher nicht verkehrt. Ein erster Schritt sollte m.E. also darin bestehen, zumindest eine dritte Katzentoilette aufzustellen, und für die Kleine möglichst Kitten-Toiletten zu verwenden (vielleicht ist ihr der Einstieg in das vorhandene Katzenklo zu hoch - insbesondere, wenn es mal sehr dringend ist?). Da Kitten den für sie manchmal recht langen Weg bis zum nächsten Katzenklo im Eifer des Gefechts auch schon mal unterschätzen können, wären (vorübergehend) vielleicht auch noch weitere Toiletten, z.B. im Wohn-, Spiel- und Schlafbereich, angeraten?

Katzen erleichtern sich vorzugsweise an Stellen, die bereits nach den Hinterlassenschaften einer Fellnase riechen - auch wenn dieser Geruch für uns Menschen dort längst nicht mehr wahrnehmbar ist. Daher solltest Du die verunreinigten Stellen zunächst gründlich(st) herkömmlich reinigen (z.B. den Badezimmerteppich nach Waschanleitung möglichst heiß waschen), und anschließend mit Enzymreiniger behandeln (der die bei der "normalen" Reinigung verbliebenen Proteine/Harnsäurekristalle zersetzen kann). Dabei natürlich auch den Boden unter dem Teppich nicht vergessen. Als Enzymreiniger kommen z.B. Simple Solutions, Biodor, Urine Off oder EcoPet in Betracht, die man im (Online-)Fachhandel bekommt.

Aber auch Dein Gedanke an eine Vorstellung beim Tierarzt ist grundsätzlich sehr vernünftig, da verschiedene Erkrankungen (z.B. eine Harnwegsentzündung o.ä.) als Ursache für eine Unsauberkeit in Betracht kommen können.

Ansonsten habe ich den Eindruck, dass Du mit der Zusammenführung bislang auf einem sehr guten Weg bist. Mobbing würde ich daher als Ursache für eher unwahrscheilich halten, gelegentliches Fauchen und Knurren sind bei einer Vergesellschaftung soweit vollkommen normal.

Ich drücke die Daumen, dass die Zusammenführung auch weiterhin so positiv und erfolgreich verläuft.

Alles Gute und viel Erfolg Dir und den Fellnasen!

Die Idee, dass die Kleine es zu ihrer Toilette, die sie seit fast einer woche ohne Probleme nutzt, nicht schafft ist mir auch schon gekommen. Sie muss immerhin um mehrere Ecken und hat die ganze Wohnung erst seit zwei Tagen zur Verfügung...
Ich muss ehrlich gestehen, dass mich das etwas überforderte Knurren und Fauchender Kleinen, wenn die Große sie zu wild rumschubst, etwas verunsichert.
Könnte mir aber auch denken, dass die große Prinzessin trotz ihrer sichtlichen Freunde über einen Spiegefährten etwas eifersüchtig ist. Die kleine durfte gestern nicht auf unser Bett, wurde spielerisch verjagt. Das hat sich aber auch nach Streicheleinheiten für die Große gegeben ;)

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@TheNeonrose

Katzen sind revierbezogene Gewohnheitstiere und hassen Veränderungen, daher bedeutet der Einzug einer weiteren Fellnase natürlich einen besonderen Stress für die Tiere. Wenn die "Erstkatze" im Augenblick also mal ein wenig verunsichert oder auch eifersüchtig ist, dann dürfte dies sicherlich der Situation geschuldet sein.

Wenn die neue Katze jünger ist als die bereits vorhandene, dann wirkt sich das meist positiv aus. Spätere Revierstreitigkeiten wird man nie ganz ausschließen können, zunächst ist es i.d.R. aber günstig, wenn der jüngere Neuzugang sich einer vorhandenen älteren Katze unterordnen kann, die die Revierhoheit hat, und auch behalten sollte.

Zusammenführung bedeutet oftmals Stress für alle Beteiligten, und es erfordert mitunter viel Zeit und Geduld, die Katzen aneinander - dabei den Neuankömmling an seinen neuen Lebensraum, und die bereits vorhandene Katze an den plötzlichen "Eindringling" in ihrem Revier - zu gewöhnen.

Auf der einen Seite ist es daher wichtig, dass Ihr Euch - auch wenn es vielleicht schwerfällt - jetzt nicht zu ausführlich mit dem Neuzugang beschäftigt, damit sich die bereits vorhandene Katze nicht zurückgesetzt fühlt (das könnte dann zu Eifersucht führen).

Behandelt Eure Erstkatze wie immer, und ggf. solltet Ihr Euch - zumindest anfangs - vielleicht noch etwas intensiver um sie bemühen als vorher, dann sollte sie eigentlich schnell merken, dass sie keinen Grund dazu hat sich zurückgesetzt zu fühlen.

Auf der anderen Seite besteht bei Zusammenführungen die Herausforderung stets auch darin, beide Katzen möglichst gleich zu behandeln (auch der Neuankömmling darf sich ja nicht vernachlässigt fühlen), und dabei keine zu bevorzugen - mithin also eine klassische Gratwanderung.

Idealerweise solltet Ihr möglichst viel Zeit für eine intensive Beschäftigung (gemeinsames Spiel, Schmusestunden, Leckerchen futtern, etc.) mit beiden Fellnasen einplanen. Dabei kommt es einerseits darauf an, mit ihnen gemeinsam zu spielen, sie ausreichend geistig und körperlich zu fordern und sie dabei aneinander bzw. den Neuzugang an Euch zu gewöhnen.

Andererseits tut es beiden aber auch gut, sich mit ihnen mal getrennt voneinander zu beschäftigen, um dabei voll und ganz auf sie eingehen zu können. Dazu sind (neben Schmusestunden) z.B. Spiele hilfreich, die Erfolgserlebnisse bescheren (z.B. Futterlabyrinth, Katzenangel, Fummelbox, Clickertraining o.ä.).

Hilfreich ist es zudem, wenn Eure Katzen sich bei Bedarf in der Wohnung in ihre eigenen Bereiche (z.B. getrennte Zimmer, Katzenhöhlen, Kartons, abgesicherter Balkon etc.) zurückziehen können, um sich auch mal etwas aus dem Weg gehen zu können.

Eine zusätzliche Hilfe könnten eventuell noch Verdampfer für die Steckdose (z.B. Feliway "Friends" oder "Classic", beim Tierarzt oder im Fachhandel erhältlich) bieten, die spezielle Duftstoffe (Pheromone) freisetzen, und dadurch einen entspannenden Wohlfühleffekt auf Katzen haben können.

Auf alle Fälle solltet Ihr stets Ruhe bewahren (sonst überträgt sich Euer Stress noch zusätzlich auf die Katzen), den Fellnasen immer mit Aufmerksamkeit, Zuwendung, Geduld und Nachsicht begegnen, und sie keinesfall bestrafen oder mit Liebesentzug reagieren (Katzen können Strafe ohnehin nicht mit ihrem Verhalten in Verbindung bringen).

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Du hast ganz einfach zu wenig Klos. Mindestens 3 bei zwei Katzen. Noch mehr ist immer besser, besonders wenn ein junges Kätzchen da ist. Flache ohne Dach mit feinem Streu, verteilt in der Wohnung, dass immer schnell eins erreichbar ist.

Erstmal Hut ab, dass du die Katze aufgenommen hast, toll, dass es noch so Menschen gibt! :-)

Für mich klingt das bislang nach einer gut gelungenen Vergesellschaftung.

Aufjedenfall medizinische Gründe abklären lassen und dann an die pinkel Orte weitere Katzenklos aufstellen, dann sollte sich das schnell legen. Und natürlich die Katze schnell aufs Klo setzen, wenn man sie erwischt.

Würde das jetzt nicht als Mobbing bezeichnen, die kleine ist wohl einfach noch etwas unsicher.

Liebe grüße und alles Gute euch

Danke ;) ich konne es gar nicht mit mir vereinbaren, die kleine dort so liegen zu lassen... ganz schrecklich
Unsere Große nutzt ihre Größe manchmal sehr aus, hüpft auf der kleinen rum und sie zwicken sich spielerisch bis die kleine die Ohren anlegt, kurz meckert und die große sie entwischen lässt. Dann versteckt sich das Baby, kommt aber einige Sekunden später wieder zum spielen an.
Das verunsichert mich etwas, vielleicht hört es sich auch nur so schlimm an wenn die kleine "schreit" und die sich so umklammern und raufen

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@TheNeonrose

Der (Erst-)Kontakt zwischen Katzen verläuft oftmals recht "rustikal", insofern ist die Situation bei Euch bislang ziemlich normal. Naturgemäß finden sich die Fellnasen anfangs meistens ziemlich doof, und müssen sich - manchmal leider im wahrsten Sinne des Wortes - erst "zusammenraufen". Wenn die Katzen also mal schreien, fauchen und knurren, oder zwischen ihnen auch mal die Fetzen fliegen, dann ist das soweit vollkommen normal. Falls dabei allerdings auch mal Blut fließen sollte (wonach es hier bislang nicht aussieht), müsstet Ihr natürlich unbedingt einschreiten.

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@Katzenkumpel

Danke für deine Hilfe, trotz der späten Stunde :)
Ich habe ein gutes Gefühl bei den beiden

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Klingt alles super :)
Ggf. Solltest du ein drittes Klo aufstellen (Faustregel: immer ein Klo mehr als Katzen im Haushalt)
Vlt. ist die kleine auch einfach nur aufgeregt,ist ja noch wirklich klein. Glaub mir, du merkst wenn deine Katzen sich mobben :)
Viel erfolg und glück und hoffentlich gedeiht die kleine noch gut

Stell noch eins auf. Immer eins pro Katze +1 und zeig deinem Kitten wo sie stehen.

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