Problematische Tierheimkatze

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6 Antworten

Hi, Katzen haben ihre eigene, ganz spezielle Art, die Umgebung zu erkunden. Deine Wohnung ist ja bestimmt nicht so riesig, dass er sich darin verlaufen könnte. Stelle ihm alles so hin, wie du es geplant hast. Er wird dich vermutlich dabei beobachten und danach alles kontrollieren. Unser Kater ging jeden Tag durch die Wohnung (er war Freigänger), um zu kontrollieren, ob noch alles an seinem angestammten Platz stand. Lass dem Kater Zeit sich einzugewöhnen, er ist ja nun auch schon etwas älter. Bewahre Ruhe und schmuse nur mit ihm, wenn ER danach verlangt. Zu intensive Berühung würde er vermutlich abwehren. Das wird schon - alles braucht seine Zeit.

Ich habe meinen Kater damals auch aus dem Tierheim geholt, nachdem er zuvor aus einer Messi-Wohnung befreit wurde. Er war also auch extrem verstört. Ich habe ihn direkt am Katzenklo aus seinem Transportkorb rausgelassen und ihn danach absolut in Ruhe gelassen. Die ersten 2 Wochen habe ich ihn gar nicht gesehen, gefressen und sein Klo benutzt hat er offenbar nur nachts oder wenn ich außer Haus war. Erst nach 2 Wochen guckte er mal ins Zimmer und bei der ersten Reaktion von mir zischte er gleich wieder ab. Er war damals ca. 5 Jahre alt und ich habe ihn jetzt 13 Jahre. Er ist also schon ein Super-Senior. Es dauerte lange aber er ist so verschmust geworden. Leider klappte das mit dem Katzenklo nicht immer perfekt - es gab und gibt immer mal Tage, an denen er dann irgendwo auf die Fliesen (zum Glück nur auf die Fliesen) pieselt. Das kann man dann gut wegmachen. Man braucht jedenfalls viel Geduld mit so einem armen Tier.

Wenn du ihn abgeholt hast, lasse ihn da am Katzenklo raus, wo es dann auch immer stehen wird. Den Rest wird er dann schon finden. Wenn du Katzenerfahrung hast, wirst du wissen, dass es einige Zeit brauchen kann, bis er sich eingelebt hat. Gib ihm diese. Du wirst aber wohl sehen, dass auch ein "so altes Tier" sich sehr gut eingewöhnen kann und auch sehr schmusig werden kann.

Danke, dass du so einem Tier eine Chance gibst! Alles Gute für euch zwei. Liebe Grüße

Ich würde von Anfang an alles so hinstellen, wie es dann auch bleiben soll und den Kater vielleicht, wenn er eintrifft, am Katzenklo rauslassen. Ihm danach Zeiten gönnen, in denen sich unbeobachtet fühlen kann.

stell beides n einen raum aber verschiedene ecken. aber nimm nicht das bad. nimm einen raum wo wenig drin los ist. denn ins bad muss ja dauernd einer ;)..bedräng ihn nicht. wenn dir danach ist,nmm dir en buch und setz dch in den raum und lies etwasohne die mieze weiter zu beachten. nach und nach wird er dann merken das du keine gefahr bist.

gilt grösstenteils anlalog für erwachsene katzen:

Im neuen Zuhause

Nach langer, reiflicher Überlegung und vielleicht auch einigen Besuchen bei Ihren Katzenkindern haben Sie nun die Wahl getroffen. Dies und kein Anderes soll es sein! Nun endlich ist der Tag gekommen, an dem Sie Ihren kleinen Schnurrer beim Züchter abholen können. Tun Sie dies möglichst zum Wochenende hin, denn die ersten Tage sollte man schon viel Zeit für das Kätzchen haben. An den sicheren Transportkorb haben Sie auch gedacht! Er kann aus Weide geflochten sein oder aus Kunststoff. Hier entscheidet Ihr Geschmack, wobei Sie dem Kunststoff aber den Vorrang geben sollten. Schließlich brauchen Sie ihn nicht nur für diesen einen Tag, sondern auch zum späteren Tierarztgang - hoffentlich nur zur Auffrischungsimpfung. Kunststoff lässt sich mit heißem Wasser leicht reinigen und desinfizieren.

Ungesichert, nur auf dem Arm, sollten Sie die Katze nie tragen. Sie könnte erschrecken und vom Arm springen, vielleicht gerade vor ein Auto.

Auch im Auto gehört die Katze in einen verschlossenen Tragekorb. Sie kann sonst für Sie zu einer großen Gefahr werden. Zu Hause haben Sie alle Vorbereitungen getroffen:

  • Eine Katzentoilette steht gefüllt bereit -zweckmäßig im Bad und mit einer Haube versehen, denn so manche Katze lässt sich bei ihrem Geschäft nicht gerne zusehen.

  • Kratzbaum, möglichst mit einer Liegefläche, ist in Ihrem Wohnbereich aufgebaut, denn die Katze möchte in Ihrer Nähe sein und alles von einem erhöhten Platz beobachten können.

  • Futter- und Trinknapf steht in der Küche.

  • Giftige Pflanzen und Putzmittel sind für die Katze unzugänglich aufbewahrt. Zu den giftigen Pflanzen gehören: Maiglöckchen, Schneeglöckchen, Primeln, Hyazinthen, Euphorbien, Calla, Diefenbachia, einige Farne etc. Mit einem Topf jungen Grases oder ausgesätem Weizen können Sie der Katze ihre eigene Wiese schaffen und sie vom Knabbern an den Pflanzen abhalten. Auch sollten Sie keine Aspirintablette oder Zigaretten achtlos auf dem Tisch liegen lassen. Ein "kindersicherer" Haushalt ist auch ein "katzensicherer" Haushalt.

  • Fenster und Balkon sind durch Katzennetze sicher gemacht. Der Fachhandel bietet hier viele Möglichkeiten Ihrer Katze Luft und Sonne zu geben, aber sie auch vor den Gefahren zu schützen. So manche Katze hat schon in einem angekippten Fenster den sicheren Tod gefunden. Dass, Sie Ihrer Katze keinen freien Auslauf gewähren, muss bei all den damit verbunden Gefahren, wohl nicht erwähnt werden.

  • Kamm oder Bürste, je nach Rasse und deren Pflegebedürfnis, liegen ebenso bereit wie einige Spielsachen. Hier muss es nicht das Teuere sein, auch ein Tischtennisball, leere Garnrollen oder Sektkorken sind beliebte Jagdobjekte. In Papiertüten und Kartons kann man sich herrlich verstecken und sie werden oft zum Lieblingsplatz. Gewarnt werden muss jedoch vor Kunststoffgeschenkband oder zu leicht zu "zerpflückenden" Kunststoffteilen. Hier besteht durch Verschlucken eine ernste Gefahr.

Die ersten Stunden

Nun haben Sie Ihr Katzenkind endlich bei sich in der Familie. Die ganze Verwandtschaft haben Sie zu diesem Tag noch nicht eingeladen und auch die Kinder verzichten, zu diesem besonderen Anlass, auf die Klassenkameraden und die Stereoanlage läuft auf Zimmerlautstärke.

Auch wenn die Kleine aus einem Haus mit Kindern und Hunden stammt, so ist dieser "Umzug" für sie ein großer Stress. Sie fühlt sich alleine, von Mutter und Geschwistern verlassen und alles ist ihr fremd.

Geben Sie ihr das Recht, alles in Ruhe zu begutachten. Öffnen Sie die Tür des Tragekorbes und schauen entspannt, vom Sessel aus zu, was passiert. Katzen sind sehr neugierig und somit wird sie sehr bald den Korb verlassen. Sprechen Sie leise mit ihr - so gewöhnt sie sich an die Stimme. Rufen Sie sie beim Namen, so wie sie bei Ihnen heißen soll - oft wird aus dem hochtrabenden Stammbaumnamen eine einfache "Mimi"! Katzen hören übrigens gern auf Namen mit "i" oder "u". Zeigen Sie ihr dann die Katzentoilette und das Futter (halten Sie sich an die Futterempfehlungen des Züchters!). Macht das kleine Samtpfötchen gleich von beidem Gebrauch, so ist der Bann sofort gebrochen. Zweckmäßigerweise stellen Sie für die ersten Tage alles zusammen in einen Raum, von dem aus dann peu à peu die ganze Wohnung ergründet wird. Dies ist normalerweise nach 1-2 Tagen abgeschlossen, es sei denn, Sie besitzen ein Schloss.

Was Kätzchen nicht lernt,.......

Vieles hat das Kätzchen schon von seiner Mutter gelernt, auch der Züchter hat schon einiges beigetragen. Nun liegt es an Ihnen, sich um die weitere Erziehung zu kümmern - und Katzen haben diesbezüglich einen miserablen Ruf. Zu Unrecht - mit Geduld, Einfühlungsvermögen, Diplomatie und Liebe erreichen Sie viel. Trotzdem dürfen Sie nie den Maßstab beim Hund anlegen. Für solchen Gehorsam sind Katzen zu eigenwillige Persönlichkeiten.

  • Gardinen sind für Katzenkinder verlockende Kletterobjekte. Ein lautes "Nein" oder Händekla

http://www.hec-edelkatzen.de/ekatzkih.htm

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