Problem wegen Eigenbedarf?

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5 Antworten

Die Frage, ob es überhaupt noch was wird, ist derzeit offen. So lange die Frage offen ist, nicht neu vermieten.

Wenn es dann klar ist, dass die Person nicht einziehen kann, besteht natürlich die Möglichkeit, die Wohnung neu zu vermieten. Man sollte sich für diesen Fall aber schon mal wappnen und entsprechende Dokumente, Atteste etc. vorzubereiten, die im Zweifelsfall belegen, dass tatsächlich die Absicht bestand, dass die Person einzieht, aber eben nicht vorhersehbar war, dass es so kommt, wie es nun kam.

Ich denke, dass eine solche Situation öfter vor kommt. Man will Eltern oder ein Elternteil aus Altersgründen ins Haus mit aufnehmen, muss dazu aber erst die vermietete Wohnung frei bekommen. Ist sie dann endlich frei, wird der/die betreffende Angehörige krank oder muss gar dauerhaft in einem Heim gepflegt werden.

Begründen musst Du es vor allem dann, wenn Dir eine Schadensersatzklage des Ex-Mieters ins Haus flattert. Darauf solltest Du vorbereitet sein.

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Ist der Eigenbedarfsgrund nach Mietende und Auszug des gekündigten Mieters weg gefallen, hat dieser keinerlei Ansprüche mehr.

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Kommentar von bwhoch2
09.11.2016, 09:14

Nicht ganz: Er hat im Zweifel noch den Anspruch darauf, dass ihm das Wegfallen des Grundes einwandfrei nachgewiesen wird. In dem Fall z. B. durch ein ärztliches Attest, dass einwandfrei belegt, dass sich im Zeitraum bis zum Auszug des Mieters der Gesundheitszustand so stark verschlechtert hat, dass derzeit an einen Umzug nicht zu denken ist.

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ob der alte Mieter mich hier anprangern kann.

Was heißt denn da "anprangern"!?!

Er wird zurecht versuchen, Ihnen Mißbrauch bei der erfolgten Eigenbedarfskündigung unter allen sich daraus ergebenden rechtlichen Aspekten durch eine pfiffigen Anwalt nachweisen zu lassen, dies mit dem Ziel, Ihnen sämtliche Umzugskosten aufzubürden und eine Entschädigung hinsichtlich einer eventuell gegebenen Mehrbelastung aus der neuen Miete und dem Mietverhältnis generell "auf´s Auge zu drücken!

Ihre "Kunst" besteht dann darin, dem Ex-Mieter im Zweifel zu beweisen, dass sowohl zum Zeitpunkt der erfolgten Kündigung bis nach seinem Auszug aus der Wohnung kein stichhaltiger Grund bekannt war, der Zweifel an der Berechtigung und Lauterkeit der "Eigenbedarfskündigung" hätte aufkommen lassen können, um solche nun evtl. vom Ex-Mieter geltend gemachten Ansprüche zu entkräften!

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Der (berechtigte) Grund muss zum Zeitpunkt der EBK vorglegen haben. Wenn der später (nach Auszug des Mieters!) wegfällt, hast du keine Probleme zu erwarten, jedenfalls keine rechtlich relevanten.


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wenn der ausgezogene Mieter davon erfährt dass die Wohnung anderweitig vermietet wurde, 

er kann dich auf Schadensersatz verklagen - Umzugskosten usw - das kann ne teure Angelegenheit für dich werden

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Kommentar von anitari
09.11.2016, 08:39

er kann dich auf Schadensersatz verklagen

Nicht wenn der Eigenbedarfsgrund weg gefallen ist nach dem der Mieter ausgezogen ist.

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