Problem mit Tierheimkatze?

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7 Antworten

Hallo,

Zu ihrer Vorgeschichte wissen wir nur das sie neben 5 anderen Katzen bei einem alten pflegebedürftigen Mann lebte + nach dessem Tod 4 Monate im TH lebte.

Was ist denn mit den anderen Katzen? Weißt du ob, sie sich mit diesen verstanden hat? Und befindet sich eine dieser Katzen noch im Tierheim?

Was meint Ihr,wäre das eine Lösung für das Problem?

Ich denke, dass eine Zweitkatze durchaus helfen könnte. Für eine Katze, die die Gesellschaft von Artgenossen gewöhnt ist, kann es sehr schlimm sein, wenn sie auf einmal in Einzelhaltung gesteckt wird. Eventuell ruft sie ja nach ihren Freunden.

Wenn sich eine der Katzen, mit denen sie zusammengelebt hat, noch im Tierheim befindet, würde ich eine von ihnen wählen. Falls nicht, dann müsst ihr nach einer passenden Partnerkatze Ausschaue halten. Dabei gibt es vor allem drei Kriterien:

  • Charakter: beide Katzen sollen einen ähnlichen Charakter haben
  • Alter: beide Katzen sollten ähnlich alt sein (+/- zwei Jahre)
  • Geschlecht: spielt vor allem bei Kitten eine Rolle, kann bei ausgewachsenen Katzen häufig außer Acht gelassen werden

Allgemein kann man bei Katzen sagen: "Gleich und Gleich gesellt sich gern." (Ausnahmen bestätigen die Regel.)

Ich finde es auch schade, dass das Tierheim sie als Einzelkatze vermittelt hat...

Liebe Grüße

Ich würde tatsächlich dazu raten, sich mal mit den Mitarbeitern des Katzenhauses in Verbindung zu setzen, wo ihr Miss Marple herhabt, damit die euch in Bezug auf eine passende Zweitkatze beraten. 

Dass Katzen sich nicht unbedingt dem Menschen anschließen, der dies von sich aus wünscht, ist ein "Risiko", dem man bei Katzen immer gewahr sein muss. Dass sich eine zweite Katze dir anschließt, ist auch nicht gegeben. Aber für eine reine Hauskatze ist ein Katzenkumpel dringend notwendig. Der Mensch kann das Sozial- und Spielverhalten einer Katze niemals ersetzen. Auch wenn er den ganzen Tag nichts anderes täte, als sich nur mit der Katze zu beschäftigen. Als Mensch sucht man doch auch menschliche Gesellschaft, um mit einer "gleichen" Art kommunizieren zu können (in jeglicher Form). 

Hat sie nachts die Möglichkeit in Euer Schlafzimmer zu kommen? Sie wird einsam sein und ruft deshalb. Sie ist es ja nicht gewohnt, als Einzelkatze gehalten zu werden.

Wenn Ihr sie nicht im Bett haben wollt oder sie gar nicht kommt, wäre eine zweite Katze wahrscheinlich eine sehr gute Idee.

Dann am besten eine, die aus guter Haltung kommt, Geschwister hatte und mindestens 12 Wochen alt ist, älter wäre sogar besser.

lg Lilo

Dem sehr guten Rat von BrightSunrise ist (wie immer) eigentlich nichts hinzuzufügen. DH!

Darum allenfalls noch mein Tipp: Falls Ihr als Zweitkatze keine der fünf weiteren Fellnasen mehr findet, mit denen Eure Miss Marple früher zusammengelebt hat, dann geht nicht mit einer zu stark vorgefassten Vorstellung ins Tierheim, sondern lasst Euch dort von einer Katze aussuchen. Ihr werdet ggf. sehr schnell merken, welche Fellnase - vielleicht auch speziell für Dich - die Richtige ist. Wenn von Anfang an bereits die Chemie zwischen Euch und der Zweitkatze stimmt (weil sie Euch ausgesucht hat), dann kann dies u.U. auch bereits die halbe Miete für eine erfolgreiche Zusammenführung bedeuten!

Als mich seinerzeit mein Kater in einem Tierheim adoptiert hat, wollten mir die Mitarbeiter dort zunächst einige Katzen vorstellen.
In einem der Katzenzimmer fiel mir ein Katerle auf, das abseits der anderen Fellnasen saß - deshalb fragte ich die Tierheim-Mitarbeiterin nach ihm. Sie erklärte mir, dass er für mich nicht in Betracht käme, da er ein ausgesprochener Einzelgänger sei, sich mit anderen Katzen (und auch mit Menschen) überhaupt nicht gut vertragen würde, und seit mehr als 7 Monaten das Sorgenkind des Tierheims wäre.

Mehr oder weniger aus Mitleid hielt ich ihm einfach mal vorsichtig den Handrücken entgegen, worauf er sich gnädig von seinem Platz erhob, die Hand beschnupperte, mir mal kurz tief in die Augen blickte, und sich - zum großen Erstaunen der Tierheim-Mitarbeiter (*kinnladerunterfall* "Das hat er bei uns ja noch nie gemacht!" *kopfschüttel*) - von mir genüsslich erst den Pelz, und schließlich sogar das Kinn und den Hals kraulen ließ.

In diesem Augenblick wusste ich, dass dies "mein" Kater ist. Vom ersten Abend an lag er bei mir auf der Couch, er ist ein absoluter Traum- und Schmusekater (halt ein echter "Katzenkumpel" ;)), und ich habe es keine Sekunde bereut, dass er damals mich adoptiert hat.

Des Rätsels Lösung ist übrigens recht einfach: Weil mir das Tierheim aus Datenschutzgründen keine Auskunft über die Vorgeschichte des Katers geben durfte, habe ich versucht, über seine früheren Tierärzte (aus dem geschwärzten Impfpass bekannt) an ein paar zusätzliche Informationen zu gelangen.
Dabei hat sich herausgestellt, dass das Tierheim seinen Namen verwechselt hatte - er trägt seitdem den Namen seiner Vorbesitzerin (der zufällig auch einen tollen Katernamen abgibt!). Dieser Name ließ mich aber vermuten, dass er fremdsprachig aufgewachsen sein könnte - und tatsächlich reagierte er zuverlässig auf englische Sprache und Kommandos! Mein Katerle ist ein ziemlich ruhiger Typ, aber sein erleichtertes Miau-Konzert, als ich zum ersten Mal Englisch mit ihm gesprochen habe, werde ich niemals vergessen...

Der arme Kerl, der im Tierheim stets als "Problembär" gegolten hatte, hat dort - im wahrsten Sinne des Wortes - die Welt nicht mehr verstanden, weil er mit falschem Namen und in einer für ihn fremden Sprache angesprochen wurde.

Ich habe dann spaßeshalber übrigens noch ein wenig weitergesucht, und schließlich seine frühere Besitzerin gefunden - in Kanada! Sie hatte in Deutschland studiert, und musste den Kater bei ihrer Rückkehr schweren Herzens ins Tierheim geben.

Heute schreiben wir uns gelegentlich und tauschen Fotos aus. Sie freut sich riesig darüber, den verloren geglaubten Kontakt zu ihrem Kater wiedergefunden zu haben und ihn in guten Händen zu wissen - und ich konnte inzwischen viele nützliche Informationen über mein Katerle in Erfahrung bringen.

Ich drücke die Daumen, dass auch Eure Suche ein Happy-End findet!

Alles Gute Euch und der Fellnase!

Eine Zweitkatze ist sicher eine gute Idee, im übrigen hilft viel Geduld. Dinge aendern sich, ev. wirst du ja doch noch Miss Marples Bezugsperson. Liebe geht bekanntlich durch den Magen.

Ich würde in der Tat eine Zweitkatze dazuholen. Vielleicht eine,die sie vom Tierheim her kennt und mit der sie sich gut verstanden hat.Vielleicht fehlt ihr die ja auch. Es kann auch sein,das sie dem alten Mann nachtrauert. dann muss halt Zeit vergehen.

Kümmer Dich liebevoll um sie,beschäftige sie mit Spielen.Dann wird es einfacher werden.

Ich glaube,das sogar die Zweitkatze Abhilfe schaffen kann. Versucht es ;-))

Sie wird eine Freigängerin sein.Nachts gehen Katzen nun mal gern draußen auf die Jagd.

Nein,Freigang kennt sie nicht..ist eine reine Wohnungskatze

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