Problem mit Teleskop: Was habe ich falsch gemacht?

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3 Antworten

Hallo,

Du hast erst mal gar nichts falsch gemacht. Du kannst Sterne scharf sehen. Soweit ist alles ok. Was du noch nicht kannst: Du weißt nicht was man mit deinem Teleskop sehen kann und wo du das am Himmel findest. Als erstes such den Mond. Den kannst du mit dem bloßen Auge finden. Sieh dir den mit verschiedenen Vergrößerungen an, sieh dir die Berge und Täler und Krater an, am besten da wo der Übergang zwischen beleuchteter zu unbeleuchteter  Oberfläche ist, da ist der Kontrast am besten. Man kann auch die Sonne beobachten, aber nur mit einem richtigen Sonnenfilter Mindestens die "Baderfolie" Das ist eine silberne Mylarfolie die wird von dem Astrohändler Baader vertrieben. Die blockt die Wärme und das meiste Licht ab. Du verbrennst dir sonst das Auge! Dann lade dir ein Programm zur Darstellung des Sternhimmels runter. Gibt's kostenlos z.B. Cartes de Ciel oder Stellarium. Da kannst du dir genau ansehen wo zur Zeit Planeten zu sehen sind. Da kannst du Oberflächendetails auf Jupiter und Saturn, die Saturnmonde  die Venusphasen die Marsoberfläche sehen. Dann brauchst du noch einen Messierkatalog aus dem Internet, da kannst du Objekte wie Sternhaufen Galaxien  Nebel finden die man mit deinem Teleskop beobachten kann. Das ist dann Übungssache die alle zu finden. Damit kannst du dich jahrelang beschäftigen. und Glückwunsch zu deinem Teleskop, es gehört schon zu den leistungsfähigen Amateurteleskopen.

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Du hast gar nichts falsch gemacht.

Du hast aber eine unrealistische Erwartungshaltung aus mangelnder Vorbereitung herrührend, was man mit einem typischen (eh schon sehr guten) Amateurteleskop sehen kann.

Das ist eine weit verbreitete Situation, die teils aus der Verbreitung von diversen Animationen in Dokus herrühren dürfte.

Tatsache ist, glaube mir bitte, kein einziges der Riesenteleskope auf der Erde (das Hubble übrigens auch nicht) kann Sterne als Scheiben mit Details abbilden. Es gibt paar interferometrische Methoden, die ein wenig Details liefern können: das war es schon).

Das soll bitte, bitte nicht schulmeisterlich klingen, aber es gehört eben gesagt.

Mit deinem Instrument kannst Du bei den hellsten Galaxien schon Strukturen sehen. Gasnebel teilweise sogar als grünes Gewölk (Orionnebel), manche Planetarische Nebel in Blau gehalten, Kugelsternhaufen mit hunderten Sternchen, den Zirrus-Nebel als zart leuchtendes, weißliches Geflecht. Alle Planeten mit (gut justiert muss es sein) teils schon sehr beeindruckenden Details ...

Aber, visuelles Beobachten muss man üben, die Bedienung des Teleskops ebenso. Unersetzlich ist ein akzeptabel dunkler Himmel und ruhige Luft, dann zeigt das Gerät, was es kann.

Lege Dir eventuell ein oder zwei Bücher zum Thema zu und befasse Dich mit deinem Instrument. Lernen ist wirklich unerlässlich, aber es zahlt sich unbedingt aus.

Diese Geräte sind eben nicht so simpel zu bedienen wie ein Fernglas, dafür können sie mehr als deutlich mehr.

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Kommentar von Mannimanaste
13.04.2016, 05:43

Mit Deiner Beschreibung, was sie mit ihrem Gerät tatsächlich alles sehen kann, hast Du wohl auch wieder eine zu große Erwartungshaltung hervorgerufen. Außerdem stimmt es so auch nicht ganz:

Man kann damit nicht alle Planeten mit beeindruckenden Details beobachten, sondern gerade mal drei davon (also mit den beeindruckenden Details):

  1. Mars
  2. Jupiter
  3. Saturn

Auch ist der Orionnebel wohl eher als grau, wie als grün zu sehen, und die Strukturen der hellen Galaxien sind eher zu erahnen als zu richtig zu sehen, und das dann oft auch erst bei "indirektem Sehen".

Ansonsten stimme ich Deiner Antwort zu!   :)

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Hallo,

keine Panik, du hast schon alles richtig gemacht. Sterne sind zwar enorm groß, aber aufgrund ihrer Entfernung bleiben sie auch im Teleskop nur kleine Punkte. Die Beobachtung von einzelnen Sternen ist recht langweilig es sei denn, dass man sich auf Veränderliche spezialisiert.

Die Beobachtung von Sternenansammlung hingegen macht sehr viel Spaß.  Hiermit meine ich offene Sternhaufen und Kugelsternhaufen. Versuch dich mal an diesen. Das Parade-Objekt des Sommers erscheint bald wieder zu günstigen Beobachtungszeiten - der Herkuleshaufen M13!

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