Problem mit meinem Vater (Dement) im Krankenhaus

5 Antworten

Sie könnten mit seinem Hausarzt reden und fragen ob sie mit ihrer Meinung richtig liegen (rumstehen im Flur) und was er ihnen rät. Im Zweifel bringen sie ihn in ein anderes Krankenhaus. Sie könnten mit dem anderen Stationsarzt versuchen zu reden (der, der die andere Schicht hat). Das verhalten von Ärzten kann sehr unterschiedlich sein. Sie könnten auch mit der Krankenhaus Leitung reden, allerdings ist die auch das Problem (Sparen). Es könnte was bringen, könnten aber auch nur Oberflächliche Besserungen sein. Sie könnten auch versuchen sich an das Gesundheitsamt zu wenden und das geschehene dort vortragen.

Wichtig! Möglichst so das es dem Krankenhaus nicht auffällt.

Machen sie Notizen Fotos und lassen sie sich von anderen Patienten aussagen schreiben was die im Zusammenhang mit ihrem Vater gesehen haben (als Beweise). Lassen sie sich seine Behandlung unterlagen geben zur Beweissicherung, damit sie nicht nachträglich geändert werden können. Nehmen sie kontakt mit einem Anwalt auf und lassen sie sich über Rechtliche schritte gegen das Krankenhaus beraten.

Auch wenn es ihnen nicht gefällt, wir sind für etliche Ärzte und Krankenhäuser nur eine Wahre und zum schlachten bereite Sparschweine.

Der Hausarzt ist im Urlaub und die Krankenhausleitung auch. Der Stellvertreter hat keine Zeit, oder will einfach nicht.

Ich überlege gerade auch die Verlegung in ein anderes Krankenhaus, was aber im Moment (Weihnachten) sich schwieriger gestaltet, als vermutet.

Auch wenn es ihnen nicht gefällt, wir sind für etliche Ärzte und Krankenhäuser nur eine Wahre und zum schlachten bereite Sparschweine.

Was für eine eiskalte Welt ist das geworden, nur noch Geld, Geld und nochmals Geld zählt. Das ist einfach nur noch erschreckend!

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Ich bin erschüttert über die von Ihnen geschilderten Zustände in diesem Krankenhaus! Das Leiden dieses dementen Menschen muss groß sein, aber ebenso das der pflegenden und sich sorgenden Angehörigen. In den Antworten sind m.E. schon viele richtige und wichtige Dinge gesagt worden. Zum einen, ganz wichtig, eine Dokumentation der Vorkomnisse, mglst. mit Zeugen, Bilder usw. Weiterhin, sich bei der zuständigen Aufsichtsbehörde schriftlich (!) beschweren und Konsequenzen androhen, z.B. Presse. (Fällt vielleicht schwer, ist aber hilfreich) Zum anderen sich Verbündete suchen. In fast jeder Stadt gibt es mittlerweile Alzheimer Gruppen. Über die Deutsche Alzheimer Gesellschaft in Berlin kann man Ansprechpartner in Wohnort Nähe erfahren. Hier kann man ggfs. auch juristische Hilfe erhalten. Z.B. arbeitet eine Bochumer Anwältin für die Deutsche Alzheimer Gesellschaft. Man muss, um dort Hilfe zu bekommen, nicht Mitglied sein. Telefonnummern, Adresse usw. finden Sie auf der Seite der DAG Berlin im Internet unter: www.deutsche-alzheimer.de.

Ach ja, und den Vater möglichst in ein anderes Krankenhaus verlegen. Wenn es gesundheitlich dann wieder besser geht, entweder nach Hause oder z.B. in eine betreute Wohngruppe. Ich würde mich auf eine Blasen-OP nicht einlassen und auch einer Magensonde stehe ich ablehnend gegenüber solange der Mensch schlucken kann. Viel Glück und Kraft!

Nimm deinen Vater auf eigene Verantwortung nach Hause.

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