Problem Ex Freund

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3 Antworten

Möglicherweise ist deine neue Partnerschaft inzwischen auch alles andere als das gelbe vom Ei sozusagen und das bewirkt bei dir diese Reminiszenz nach der einstigen Beziehung, welche auf Grund der Tatsache das es eine Fernbeziehung gewesen ist zwar auch ihre Probleme hatte, aber wohl doch von anderer Art als deine derzeitige Beziehung. Allerdings ist es nicht vordergründig herauszufinden warum das so ist, sondern vielmehr geht es wohl darum herauszufinden was in deiner aktuellen Beziehung nicht so ganz stimmt und wenn das so ist, dann geht es auch gleich darum ob sich daran etwas ins positive ändern lässt.

Fernbeziehungen sind nicht richtig einschätzbar, weil man sie eben nicht in der Intensität erlebt wie eine Beziehung am Ort. Das ist ja auch der Grund, warum sie letztendlich meistens scheitern.

Es entsteht dabei jedoch der Effekt, dass solche Beziehungen gerade deshalb im Nachhinein glorifiziert werden, wel man sie nie realistisch erlebt hat.

Meist sind die Treffen in Fernbeziehungen durchaus harmonisch, weil man sich eben nicht so oft sieht. Die einzige Diskussion die ständig wiederkehrt ist die um die mangelnde Zeit.

Also entsteht nach dem Ende einer solchen Beziehung automatisch die Frage "Was wäre gewesen, wenn wir mehr Zeit füreinander gehabt hätten? Unsere Treffen waren doch immer so harmonisch und schön. Hätte sich das nicht übertragen lassen, wenn ich bereit gewesen wäre zu ihm zu ziehen oder er zu mir?"

Fakt ist nun mal, es bestand offensichtlich kein Wunsch danach, sich gegenseitig entfernungsmäßig anzunähern. Da bringt auch ein "Wenn und hätte" keine neuen Aspekte.

Die Beziehung wurde sehr wahrscheinlich zurecht aufgelöst. Du darfst nur nicht den Fehler machen, Deinen neuen Partner mit dem Ex-Freund zu vergleichen. Bei einem umgekehrten Vergleich, würde Dein Ex-Freund wahrscheinlich auch nicht so gut aussehen.

Es ist ja durchaus in Ordnung, wenn man sich an ehemalige Beziehungen erinnert, gab ja auch durchaus schöne Zeiten. Man sollte nur nicht alles lückenlos übertragen auf das Jetzt.

Dein Ex-Freund hatte genügend Zeit in diesen 6 Jahren wieder aktiv zu werden, wenn ihm daran gelegen wäre, es erneut mit Dir zuv ersuchen. Umgekehrt Du letztendlich genauso.

Beide habt Ihr den Schritt nicht gemacht, also war die Entscheidung auch richtig so.

In Deiner neuen Partnerschaft bist Du dann glücklich, wenn Du nicht ständig Vergleiche anstellst.

Kein Mensch ist 100%, also auch der neue Partner nicht, ebensowenig der alte. Also ziehe jetzt die Bilanz dessen, was Dich mit Deinem neuen Partner sehr stark verbindet, was Dich an ihm so fasziniert hat, dass Ihr zusammengekommen seid. Nach einer 3-jährigen Beziehung kannst ja wohl kaum sagen, dass es sich um eine "Überbrückungslösung" gehandelt hat.

IZuneigung und Liebe ist keine Selbstverständlichkeit, man muß sie sich teilweise auch "erarbeiten". Dafür wünsche ich Dir alles Gute.

Es gibt Studien die besagen, dass die Analyse der Liebesursache die Liebe schwächt und daran beziehungen scheitern. Willst Du wirklich nach Ursachen suchen?

Vermutlich gibt es einen Grund dafür, dass Du Dich von deinem Ex-Freund trenntest.

Vermutlich gibt es einen Grund dafür, dass Du jetzt wieder an ihn denkst. Fühlst Du Dich in der aktuellen Beziehung unwohl? Kannst Du Dir eine Zukunft mit deinem aktuellen Freund vorstellen?

Ich denke Partner und Glück sollte man nicht vergleichen. Wenn ich glücklich bin muss ich nichts verändern. Wenn ich unglücklich bin dann schon, und in letzterem Falle mache Dir bewusst dass Du auf die Fragestellung "A oder B?" auch mit "C" antworten kannst ;)

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