Probezeit Kündigung anfechten - schwangerschaft?

7 Antworten

Richtig, eine Schwangerschaftsbescheinigung hebt eine Kündigung auf, auch in der Probezeit, aber sie hat nur 2 Wochen Zeit. Also am besten heute die Bescheinigung übergeben.

Ich rate, dass du es für deine Freundin machst, als Bote also. Erstelle ein Schreiben und unterschreibe es mit Datum und Uhrzeit: Der Inhalt des Schreibens einschl. Kopie des Mutterpass wurde von mir persönlich durchgelesen, anschließend selbst eingetütet und zugeklebt und an [Firmenname, ggf. Ansprechpartner] übergeben / in den Briefkasten geworfen / im Personalbüro abgeben.

So ein Nachweis ist dann deutlich besser als ein Einschreiben, denn du kannst ja vor Gericht bezeugen, dass es der AG erhalten hat.

Danke dir :) ich bin selbst im 7. Monat schwanger und muss leider zurzeit im Bett bleiben, daher ist das leider nicht möglich. Aber ich denke ihr Mann macht das dann.

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@Elunax

Der Mann als Zeuge/Bote geht natürlich auch, nur da er vor Gericht ein Zeugnisverweigerungsrecht hat, ist das doch nicht ganz so gut. Besser wäre es, wenn es kein (naher) Verwandter ist.

Du musst immer bedenken, die Sache kann vor Gericht gehen und der gegnerische Anwalt wird alles versuchen, um den Zugang/Zeitpunkt des Schreibens anzweifeln. Besser daher, wenn es ein Bekannter ist.

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Das dachte ich mir schon, mit Familienangehörigen ist es da immer etwas schwierig. Hatte das selbst bei einem Autounfall.

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"Richtig, eine Schwangerschaftsbescheinigung hebt eine Kündigung auf"

Das ist leider falsch!

Auch bei einer unwirksamen Kündigung wegen Schwangerschaft muss gegen die Kündigung innerhalb der 3-Wochen-Frist geklagt werden, wenn der Arbeitgeber die Kündigung nicht (rechtzeitig) zurück nimmt!

Ein bloßer Nachweis der Schwangerschaft gegenüber dem Arbeitgeber nach Aussprache der Kündigung verhindert nicht, dass die Kündigung nach Fristverstreichung rechtswirksam wird.

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Sie hat ihm noch nicht von der Schwangerschaft erzählt,

Dann sollte sie das schleunigst tun, denn damit greift dann der Mutterschutz und die Kündigung ist hinfällig. Dafür hat sie nach Erhalt der Kündigung allerdings nur zwei Wochen Zeit.

Danke! reicht das per einschreibenbrief? Sie meint er geht ihr aus dem weg.

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@Elunax

Dann aber bitte per Einwurf-Einschreiben!

Oder bspw. die Personalabteilung informieren und sich das schriftlich bestätigen lassen.

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denn damit greift dann der Mutterschutz und die Kündigung ist hinfällig

Das ist sie leider nicht!

Auch bei einer unwirksamen Kündigung wegen Schwangerschaft muss gegen die Kündigung innerhalb der 3-Wochen-Frist geklagt werden, wenn der Arbeitgeber die Kündigung nicht (rechtzeitig) zurück nimmt!

Ein bloßer Nachweis der Schwangerschaft gegenüber dem Arbeitgeber nach Aussprache der Kündigung verhindert nicht, dass die Kündigung nach Fristverstreichung rechtswirksam wird.

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Deine Bekannte hat den Kündigungsschutz, wenn zum Zeitpunkt der Kündigung die Schwangerschaft bereits vorlag ! Es spielt dabei keine Rolle, ob der AG da schon informiert war !

Deine Bekannte sollte per Einschreiben innerhalb von 2 Wochen der Kündigung widersprechen und eine ärztliche Bescheinigung dem Widerspruch beifügen .

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