Probearbeit wird nicht bezahlt?

9 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Nein, das ist es nicht. 

Du darfst dich umsehen, arbeitest aber nicht, stehst nicht unter der Direktion der Mitarbeiter/des Chefs = keine Bezahlung. 

Du arbeitest, erhältst Anweisungen = deine Arbeit muss vergütet werden und das war auch schon immer so. Das Arbeitsrecht verbietet seit jeher Vereinbarungen, nach denen ein Arbeitnehmer Arbeitsleistung ohne Gegenleistung erbringen muss. Neu ist es, dass es mindestens der gesetzlicher Mindestlohn von 8,50€ Brutto pro Stunde sein muss. 

Anzeige erstatten. Auch beim Gewerbeaufsichtsamt der zuständigen Gemeinde. Höchstwahrscheinlich haben die auch keine Sofortmeldung über deine Beschäftigung eingereicht, wie sie es bei Probearbeitern grundsätzlich machen müssen. Deine Beschäftigung wäre in dem Fall schwarz gewesen, aber das ist nicht dein Verschulden. 

Drecksfirmen suchen sich auf diese Art kostenlose Hilfsarbeiter, wieder und wieder. Das wird auch erst aufhören, wenn die Mehrheit der Betroffenen diese Firmen grundsätzlich anzeigt. 

Wie man hier an den übrigen Antworten sieht, haben die meisten Leute aber gar keine Ahnung und halten diesen Gesetzesverstoß für vollkommen normal. 

Das stimmt. Ich habe mich schon gewundert, weil ich gar nicht versichert bin

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@Simonbarth

Soll ich jetzt wirklich dort anrufen um meine Vergütung quasi einzuklagen? Wenn ja wo denn ?

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@Simonbarth

Einklagen ist zivilrechtlich. Das machst du mit einem Anwalt. 

Anzeige dreht sich um die Bestrafung der Firma durch den Staat, für ihren Gesetzesverstoß. Anzeige stellst du bei der Polizei und das Gewerbeamt findest du über das Bürgerbüro deiner Gemeinde oder deren Internetseite. 

Erst Anzeige. Das kostet dich nichts. Je nachdem, was dabei herauskommt, kannst du dich dann immer noch entscheiden, ob du einen Anwalt nimmst und deine Vergütung einklagst. Es kann auch  sein, dass sie dir im Zuge der Anzeige die Vergütung "freiwillig" zahlen, um besser dazustehen. 

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@Fraganti

Muss ich dann den Anwalt bezahlen? Ich habe mir überlegt, dass es doch am meisten Sinn macht, dort hin zu gehen oder Post zu schicken und sagen, dass ich die Zeit bezahlt haben möchte und ich ansonsten rechtliche Schritte einleiten werde.

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@Simonbarth

Ja, mit Beratungsschein sind es 10€, ansonsten der normale Stundensatz. Die können sich schon ausrechnen, dass du das eher nicht machen wirst. 

Gesamtanwaltskosten und Prozesskosten trägt am Ende der der Verlierer, aber bis dahin ist es ein weiter Weg. 


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Schon mal was von einem Praktikum gehört? Außerdem gillt allgemein, kein Vertrag, kein Rechtsanspruch.

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@Paul0000

Ein Praktikum ist keine Probearbeit. Die Probearbeit ist arbeitsrechtlich das "Einfühlungsverhältnis". Das sind 2 ganz unterschiedliche Dinge. 

Außerdem gillt allgemein, kein Vertrag, kein Rechtsanspruch.

Dann stammt deine Allgemeinheit von einem weit entfernten Planeten. 

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@Fraganti

Gut, dann Versuch doch mal das zustandekommen eines Arbeitsverhältnisses zu beweisen. 

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der Aufwand, den Du betrieben müsstest, um vielleicht eine Entlohnung für die 2 Stunden zu bekommen, steht am Ende wahrscheinlich in keinem Verhältnis zum Ertrag.

Ob rechtens oder nicht: Probearbeit wird in den seltensten Fällen vergütet. Ich würde es als Erfahrung für die Zukunft verbuchen & abhaken.

Ist der Arbeitnehmer bei der zuständigen Agentur für Arbeit offiziell als arbeitssuchend gemeldet, steht es ihm grundsätzlich frei, mit einem möglichen neuen Arbeitgeber eine Vereinbarung über Probearbeit zu treffen. Eine offizielle Abmeldung beim Amt ist erst dann erforderlich, wenn während der Probearbeitszeit ein regulärer Arbeitslohn bezogen wird.

Für den Arbeitnehmer ist es jedoch aus mehreren Gründen sinnvoll, den zuständigen Sachbearbeiter über die Aufnahme von Probearbeit zu informieren. Soll für die Probearbeit kein Lohn gezahlt werden, kann der Arbeitssuchende für die vereinbarte Zeit, die vier Wochen nicht überschreiten sollte, einenKostenübernahmeantrag nach SGB II bei der Arbeitsagentur einreichen. Dieser Antrag muss vor Antritt der Probearbeit dort vorliegen.


Eine Probearbeit stellt noch kein Arbeitsvertrag dar, ist aber trotzdem Arbeit. Teilweise werden den Jobaspiranten volle Arbeitskraft und Mühe abverlangt. Der übliche Zeitraum erstreckt sich von ein paar Stunden bis zu mehreren Wochen, das quasi als unbezahltes Praktikum abgeleistet wird. 

mehr unter ...http://www.recht24.de/a/die-probearbeit

Über die Bezahlung wurde nichts gesagt, nur darüber dass ich dort aushelfe. Wir haben also keine Vereinbarungen über Vergütung getroffen. Wie sieht es denn jetzt rechtlich für mich aus?

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@Simonbarth

das läuft dann nur unter Probearbeiten.. um zu sehen ob Du ins Team passt, fleißig, freundlich &&& bist .. 

wenn hier nicht  Streit habt, kannst Du aber jetzt nach einen "Probevertrag" fragen, da solltest Du möglichst eine gute Vergütung aushandeln :) bringt doch auch mehr Spaß irgendwo zu arbeiten wenn es entlohnt wird ..

viel Glück m. l. G. ;)h

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