Pro und kontra für bootskauf?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Also mal langsam und der Reihe nach.

"Ein kleines Kajütboot": darunter verstehe ich ein nettes kleines Bötchen wir eine Neptun 26 oder ähnliches. 15 Meter ist schon eine Yacht der Sonderklasse bei der man sowohl in den Hafen (Gebühren) und auf Hoher See (Lichter) einiges beachten muss. Auf einen Trailer kann man das Ding nicht mehr bewegen, da braucht man dann einen Tieflader oder einen Skipper, der das Boot von A nach B bewegt.

Für 3000-5000 Euro bekommt man eine ordentliche Jolle, kaum eine Kajütyacht, es sei denn sie ist von Osmose oder Pfahlwürmer heimgesucht.

Unter Segel kann man fast überall fahren, vorausgesetzt man weiß wie das geht. Aber zum Manövrieren im Hafen oder zum Erreichen des Hafens muss man oft Seestraßen, öffentlichen Gewässer, Flüsse etc. benutzen und da braucht man -wenn unter Motor- zumindest den Sportbootführerschein See.

In der Yacht 6 2017 stehen die Bestimmungen erklärt was das Abstellen von eigenen Booten neben dem Haus etc. angeht. Das ist nicht gestattet. Den Artikel dazu lohnt sich, und das Fazit ist eindeutig: entweder man stellt das Boot in einer Halle ab (also außer Sicht der Nachbarn) oder es darf gar nicht.

Lagerplätze sind sehr unterschiedlich im Preis. Mein Boot steht an der Müritz im Winterlager für nur 600 Euro für 6 Monate. Zuvor hatte ich es am Bodensee, wo das ganze 1200 Euro kostete, und davor hatte ich es mal zwei Jahre in Kroatien wo die Preise für einen Stellplatz auf dem Hafengelände zunächst 1000 Euro waren, aber ein Jahr später 1500 Euro. 

Dazu kommen die Gebühren für das Kranen, die Benutzung des Takelmastes, die Hochdruckanlage zur Reinigung des Unterschiffs, die Versicherung, Unterhalt und Reparaturen, und vieles mehr.

Sie sollten sich nicht als Laie, völlig unbedarft ins "Abenteuer Schiff" stürzen, denn schneller kann man sein Geld nicht loswerden.

erstmal vielen Dank, ich dachte eher erstmal an Sowas hier https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/motorboot-kajuetboot-15ps/614903396-211-79577 also nichts riesiges erstmal, und dort braucht man überhaupt keinen Schein, nur der der Bodensee und der Rhein sind Führerschein frei bis 5ps und in Deutschland ist ja seit 2015 bis 15ps auch scheinfrei... In Spanien gilt bis max 6m und bis 15ps scheinfrei... Und bei den booten die scheinfrei sind die muss man auch nicht versichern soweit ich mich bis jetzt eingelesen habe. .. Vielleicht habe ich auch was falsches gelesen. ##### ich hab mal gesehen das rückwärts mit dem trailer zusammen ein solches Boot zu Wasser gelassen wird über eine schräge die ins Wasser verläuft.

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@CaptainHookii

Ach so, das ist ja ein Motorboot. In der Frage steht was von 15 Meter und das ist ein Rieseneumel. Dieses Boot kann man trailern und problemlos auf eine Slipanlage zu Wasser lassen. Aber ich bin Seglerin und kenne mit mit Motorboote nicht aus, schon mal gar nicht war deren Scheine und Versicherungen angeht. Ist aber ein nettes Bötchen :-) 

Aber die Umwelt! Und mit dem Motorkrach vertreibt man die ganze schöne Wildvögel. 

Wollen Sie nicht doch lieber segeln? 

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Das überlege ich mir auch die ganze zeit, und bevor ich mir irgendwas kaufe überlege ich mir das noch genau, ich stelle mir das mit einem Motorboot bequemer vor.

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@CaptainHookii

Ich weiß ja nicht, wie alt Sie sind. Wenn Sie aber noch halbwegs beweglich sind, dann ist segeln viel spannender. Ich habe Freunde die sehr wohlhabend sind. Sie besitzen eine riesige Azimuth Motoryacht, mit drei Stockwerke, ein Monster was ein Vermögen gekostet hat. Einmal habe ich ihre Einladung angenommen, um mitzufahren, von Travemünde nach Svendborg in Dänemark. Selten habe ich mich so gelangweilt. Ich habe mich dermaßen überflüssig und fehl am Platz gefunden, dass ich mit dem Zug nach Hause gefahren bin, weil ich nicht noch einmal so eine öde Fahrt mitmachen wollte. Und das bei einem Luxusboot ohnesgleichen.

Ich würde in Ruhe alles mal ausprobieren. Nicht nur an einem sonnigen Nachmittag, sondern bei jedem Wetter, und auch länger am Stück. 

Dazu kommt, dass ich eigentlich ein Angsthase bin, obwohl das nicht so wirkt. Ich stehe sehr auf Sicherheit. Ein Motorboot kann kentern und dann gibt es eine große Luftblase, und weg sind Sie. Ein Segelboot kann auch kentern geht aber, wenn die Luken zu sein, nicht unter. Das ist eine unbezahlbare Eigenschaft :-)

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Hallo CaptainHookli!

Bevor du irgend etwas kaufst, solltest du dich mit den Eigenschaften und Umständen vertraut machen. Grundsätzlich sind Führerscheine - im besonderen auf See - eine extrem sinnvolle Angelegenheit. Du bist damit gezwungen, dir Wissen und Fähigkeiten anzueignen, die für dich, deine Begleitpersonen und für das Schiff "Lebensnotwendig" sind. Ohne diesem Wissen begibst du dich in lebensbedrohliche Gefahrensituationen!!!

Beginne einmal, indem du versuchst mit Jemandem mitzufahren. Am leichtesten wird dir das bei entsprechenden Vereinen gelingen. Der nächste Schritt ist dann bei kleinen Booten einmal ein solches für einen oder mehrere Tage auszuleihen (Charter). Das solltest du aber nur in ungefährlichen Gewässern tun.

Danach solltest du entscheiden ob Motorboot oder Segelboot. Wie Andere schon geschrieben haben, ist das Segeln spannender. Die Kosten sind geringer. Insbesondere was den Treibstoff anbelangt.

Ich bin Profiskipper und Skippertrainer. Auf großen Segelyachten benötige ich in Kroatien (viele Inseln und Buchten) pro Woche kaum mehr als 50 ltr. Diesel. Auf einem kleinen Motorboot verbrauchst du diese Menge schnell in einer Stunde! Aus diesem Grund verkaufen viele Motorbootfahrer ihre Motorboote und wechseln auf Segelschiffe. Das sind dann meine Schüler beim Skippertraining.

Eine Segelyacht mit 10 bis 20 Metern Länge zu bedienen ist nicht schwieriger als einen PKW zu fahren. Beides muss man lernen und üben.

Um ins Segeln hineinzuschnuppern könntest du auch ein Skippertraining besuchen. Dauer 3,5 Tage und du lernst wirklich diese Yachten zu beherrschen (im Küstennahen Bereich). Kosten knapp €400,-.

Segelboote (mit Ballastkiel) ab 10 Metern sind hochseetauglich und grundsätzlich sicherer zu bewegen als Motorboote. Motorboote sind schon bei geringem Wellengang höchst gefährdet zu kentern. Die mögliche höhere Geschwindigkeit ist eine trügerische Sicherheit, die in der Praxis oft nutzlos ist.

Bei Motorbooten hast du einen höheren Aufwand für die Motorenwartung. Bei Segelbooten brauchst du dafür einen Wartungsaufwand für die Besegelung.

Egal wofür du dich entscheidest. Kauf kein Boot sondern beginne zwei oder drei Saisonen einen Bootsurlaub mit einem gechartertem Schiff. Danach weißt du viel besser, was du brauchst, was dir gefällt und welchen Wert manche Funktionen für DICH darstellen. Dabei kannst du auch beobachten wie es sich auf einem Kajütboot so leben lässt. Insbesondere bei stürmischem Wetter oder mehrtägigem Regen.DANACH kannst du eine Kaufentscheidung viel sicherer treffen und wirst mit deiner Erwerbung mehr Freude und Zufriedenheit erleben.

Das alles gilt nicht, wenn du in der Oberliga der Milliardäre lebst, wo Geld kein Thema ist.

Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Willkommen in der Welt der Seebären!

PS: Mehr zum Thema, inklusive einem Segelkurs für Anfänger,  findest du in meinem Buch:
www.sailing.czaak.at


Skippertraining & Skipperpraxis - (segeln, Motorboot, Kajütboot)

Ergänzung zum ersten Kommentar:

Eine einfache Möglichkeit ist auch das kroatische Küstenpatent. Der Lehrstoff ist im ersten Teil meines Buches (Skippertraining & Skipperpraxis - Das Handbuch für Einsteiger) enthalten. Die Prüfung dauert nur 15 Minuten. Wenn du meinen Text gelesen hast, ist ein Durchfallen bei der Prüfung so gut wie ausgeschlossen. Die Prüfer helfen den Kandidaten wenn sie merken, dass sich der Prüfling grundsätzlich mit dem Stoff beschäftigt hat. Die Prüfung hat nur einen Theorieteil und keinen Praxisteil. Daher ist die Ergänzung mit dem oben genannten Skippertraining höchst sinnvoll. Kroatien fördert den nautischen Tourismus, weil diese Kunden 3x mehr Geld im Land lassen als übliche "Strandurlauber". Über 1.000 Deutsche erwerben jährlich dieses Patent (nach Aussagen der prüfenden Hafenkapitäne). 

Dieses Patent hat aber international eingeschränkte Gültigkeit. Die Gültigkeit sollte bei Reisen in andere Länder über die jeweilige Botschaft schriftlich nachgefragt werden. Viele Länder fordern überhaupt keine Patente für die Schiffsführer im "Freizeit-Bereich"!

Viel Spaß

Rudi Czaak

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Du solltest zunächst mal segeln lernen.Das hilft immer.

Auf manchen Gewässern ist ein Sportbootführerschein Pflicht. Auch auf dem Wasser gibt es Regeln, die du kennen solltest.

Und nebenvei: ein Boot von 15 Meter Länge ist ein Riesending, das kannst du nicht trailern. So etwa 6 Meter kannst du noch mit einem normalen Pkw ziehen, mit einem grossrn Geländewagen vielleicht 8-9 Meter. 

Grundsätzlich ist Bootfahren aber eine tolle Idee, du solltest aber etwas an der Planung arbeiten.

Danke, ich wollte erstmal mit ca.5-6 m beginnen und Erfahrungen sammeln... Ich habe heute gesehen das Sportbootführerscheine garnicht so teuer sind und ich eventuell so einen mache, ca. 700€ damit kann ich dann auch segeln

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