Pro und Contra der Lohnforderungen?

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Liebe/r croissant609,

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Gerti vom gutefrage.net-Support

3 Antworten

Kapital und Arbeit sind die beiden Faktoren, die sich um die jeweiligen Anteile an Produktionssteigerungen streiten. Da der einzelne Arbeitnehmer allein gegenüber der Kapitalseite als Arbeitgeber unterlegen wäre, gibt es sinnvollerweise gewerkschaftliche Zusammenschlüsse. Dass also Lohnforderungen als Anteil am Unternehmenszuwachs durch Gewerkschaften vertreten sein sollten, ist ein berechtigtes Argument der Arbeitnehmerseite. Dass als Einstieg in die Verhandlungen die Gewerkschaften die zu verteilenden Erfolge schön, die Kapitalseite diese schlecht rechnen, ist nicht verwunderlich. Aus Sicht der Gesamtwirtschaft ist eine Einkommenszunahme auch sinnvoll, denn wo soll sonst eine Steigerung des Verbrauchs und für das Einzelunternehmen eine Absatzsteigerung herkommen. Dass es bei Wachstumsfortschritten auch Lohnsteigerungen geben muss, ist allgemein unumstritten, auch wenn es jedem Kapitalinvestor schwerfällt, wenn es gerade seinen Bereich betrifft.

Dagegen wir zu Recht eingewandt, dass die alte, an der marx. Theorie ausgerichtete Aufteilung zwischen Kapital und Arbeit künfig nicht mehr haltbar ist. Denn unumstritten ist, dass Fortschrittsteigerung aus Kreativität, Erfindungen, sprich aus "intelligenter Arbeit" kommen und "ausführende Arbeit" immer schneller durch intelligente Maschinen ersetzt wird, wenn beide gleichbehandelt und "ausführende Arbeit" von den Gewerkschaften immer überproportional gesteigert wird. Langfristig führt das zu einem übereilten Ersatz von Arbeit durch Kaptial.

Dagegen spricht auch, dass Gewerkschaften politisch nicht neutral sind. Supersammelgewerkschaften wie Verdi legen den öffentlichen Nahverkehr still, um Erhöhungen für Sesselfurzer durchzudrücken. Wenn nach eine Verzichtphase durch die Finanzkrise in der gewerblichen Wirtschaft die Löhne Nachholbedarf haben, ist das nachvollziehbar. Dass aber der Öffentliche Dienst auch ohne Nachholbedarf sich da mit 6,5% dranhängt ohne Differenzierung, welche Teile gesellschaftlich produktiv und welche längst unproduktiv überbesetzt sind, nur weil VERDI gegen eine bürgerliche Regierung als Druckmacher missbraucht wird, dann zeigen sich volkswirtschaftsschädigende Tendenzen, die mehr als problematisch sind. Wenn allgemein Übereinstimmung besteht, dass es für Arbeitnehmer und da vor allem die kommenden Gernerationen insgesamt der größte Schaden ist, wenn Staaten nicht ihre Verschuldung abbauen, ist das Verhalten von VERDI nicht wirklich nachvollziehbar.

Natürlich muss es Lohnerhöhungen geben, die zumindest der Inflationsrate entsprechen. Es ist die Aufgabe der Politik und der Gewerkschaften ein Mindestmaß an gerechter Verteilung zu gewährleisten. Die Löhne und Gehälter der Arbeitnehmer sollten auf gerechte Art und Weise an die Gewinne der Unternehmen angeglichen werden. Schließlich haben sie diese Gewinne erwirtschaftet. Es kann nicht sein das Arbeitnehmer, insbesondere im Niedriglohnsektor/ Zeitarbeit, kaum noch in der Lage sind ihren Lebensunterhalt in ausreichendem Maße zu bestreiten und im schlimmsten Fall auf staatliche Zuschüsse angewiesen sind. Seitens der Politik hört man zwar seit Jahren den Slogan "Arbeit muss sich wieder lohnen", aber getan wurde bislang sehr wenig. Politik und Wirtschaft verweisen dabei gern auf den entsprechenden Zuständigkeitsbereich der Gewerkschaften und auf die Tarifautonomie. Doch leider vergisst man hier die Arbeitnehmer, für die sich keine Gewerkschaft stark macht. Und eine ernsthafte Debatte über das Thema Mindestlohn kommt nicht zustande.

Ich bin absolut gegen Lohnerhöhungen. ES sollte mal darüber berichtet werden, dass man die Mehrwertsteuer um 1 % absenkt und den alten Krankenkassenbeitrag (bei mir waren das nur 13,8 %) wieder einführt. Da hätte ich vom bisherigen Geld mehr und eine höhere Kaufkraft. Dazu würde der Arbeitgeber bei der Krankenkasse sogar mitsparen; aber das will niemand. Jeder denkt nur an Erhöhung und noch grössere Zahlen auf der Lohnabrechnung- es wäre vorteiheiftar sich antizyklisch zu verhalten. Damit mache ich mir keine Freunde- nur mal nachrechnen ist hilfreich.

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Die Zeitung, und das Netz 💻 sind in vielen Bereichen voll mit Stellenanzeigen für gelernte Kräfte.  

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Wer von Euch macht aus welchem Grund unbezahlte Überstunden❓

😳 Googeln kann ich selber, ich hätte gerne aktuelle Antworten von Betroffenen.

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