Pro und Contra Biogasanlage?

4 Antworten

Hello👋🏾

Pro

Rohstoffe sind örtlich verfügbar, Kaufkraft (Rohstoffeinkauf) bleibt in der Region.

Nutzung bisheriger Abfall- oder Reststoffe werden einer Verwertung zugeführt und tragen 

zur Entwicklung regionaler Märkte bei.

Energieausbeute der Rohstoffe im Vergleich mit anderen Bioenergien ist hoch.

Keine Überlandleitungen über große Entfernungen notwendig, da dezentrale Versorgung

Durch "Fütterung" der Anlage ist die Leistung steuerbar.

Die Anlage kann Grundlast bereitstellen.

Gärreste sind als Dünger einsetzbar.

Erzeugtes Gas ist vielseitig nutz- und wandelbar.

Wetterunabhängig 

Contra

Der Substratanbau führt zu Monokulturen mit all ihren schlimmen Folgen. z.B. Maisanbau so weit das Auge reicht.

Es besteht ein nicht unerheblicher Investitionsaufwand. (Nicht die Bauern profitieren, sondern die Industrie als neue Investoren)

Für die Ausbringung des Gärrests müssen genügend Flächen zur Verfügung stehen.

Energieträger von Biogas ist Methan, das mitverantwortlich ist für den Treibhauseffekt. 

In Umgebung von Biogasanlagen hört man immer wieder Klagen über intensive Geruchsbelästigungen.

Pachtland wird extrem teuer und geht den Bauern für die Lebensmittelerzeugung verloren.

In der Erntezeit besteht ein erhöhtes Verkehrsaufkommen auf den Straßen und Wegen, mit Behinderungen 

und Gefährdungen der anderen Verkehrsteilnehmer durch die sehr großen Ernte- und Tranzportfahrzeuge.

Schon im Jahe 2009 wurden rund 2 Mio. ha Anbaufläche von Energie- und Industriepflanzen belegt. Damit machten sie etwa 17 Prozent der Ackerfläche aus. 0,9 Mio. ha waren mit Raps zur Erzeugung von Biokraftstoffen bestellt, Anbauflächen für Bioethanol (Getreide, Zuckerrübe) 0,2 Mio. ha. Energiepflanzen für Biogas (hauptsächlich Mais) wurden auf 0,5 Mio. ha angebaut.

Woher ich das weiĂź:Recherche

Deine Kontra-Argumente überzeugen nicht.

  • Monokulturen sind keinesfalls die Folge, schließlich sind Biogasanlagen meist nicht der Taktgeber, sondern die nützlichen Verwerter
  • die Industrie ist nicht per se der Nutznießer, schließlich gibt es Agrargenossenschaften
  • es müssen noch lang nicht für den Gär Rest Extra-Flächen bereitgestellt werden, da wir es oftmals mit Ernterückständen zu tun haben
  • Methan ist eingefasst, daher kein Umweltproblem
  • das erhöhte Verkehrsaufkommen existiert nur in deiner Schüler-Phantasie
  • große Ernte,- und Transportfahrzeuge stellen auf dem Land kein Problem da
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@Schwervelke

hält sich alles in erträglichen Grenzen, alles somit im grünen Bereich !

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@voayager

Es ist immer subjektiv, was einer noch "erträglich" findet. Wohnst du zufällig an einer Zulieferstraße zu einer Biogasanlage? Die Dinger werden immer größer, und viele Landwirte besitzen mehr als nur eine.

Mich persönlich stören auch die Maisfelder, die da sind, wo es früher Getreide und Wiesen gab. Die Landschaft verändert sich, und mit ihr auch der Lebensraum der Tieren.

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@Schwervelke

Die Biogasanlagen befinden sich doch allermeist außerhalb der Ortschaften, daher sind sie doch im Allgemeinen kein Geruchsproblem.

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@voayager

??? Wieso Geruch? Davon war nie die Rede. Die Anwohner beschweren sich meistens über das Hin und Herr mit riesigen Trecker, Anhänger, Tanklaster etc. In der Erntezeit dürfen die auch bei Nacht fahren. Der Landwirt aus dem obigen Artikel hat freiwillig die Nachtschichten eingestellt, aber gestattet ist es. Das ist für die Anwohner sehr nervend.

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@Schwervelke
  1. kann man ein Nachtverbot erteilen und
  2. was sollen wohl die Groß-Städter sagen, wo an Hauptverkehrsstraßen der Verkehr ununterbrochen das ganze Jahr vorbeirollt und das weitaus gehäufter als auf dem flachen Land.
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@voayager

Genau, ich bin auch für restriktivere Handhabung des ganze.

Zu Punkt 2: das weicht vom Thema ab.

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@Schwervelke

Ich weich nicht ab, hab aber was dagegen, wenn überdramatisiert wird. Wir können eigentlich froh sein, dass es Biogasanlagen gibt und sollten zudem uns dafür einsetzen, dass noch mehr dieser interessanten und ökologischen Einrichtungen entstehen.

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Biogasanlagen bieten mehr Vorteile als Nachteile. Manchmal kann allenthalben eine gewisse Geruchsbelästigung angemahnt werden, das ist dann aber auch alles.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Innerhalb meines Studiums hatte ich viel mit Politik z utun

pro: Energie aus "Scheisse gewinnen"...!

contra: es werden immer mehr Lebensmittel "verheizt"!!Mais vor allem!

Woher ich das weiß:Hobby – Beschäftige mich schon seit Jahren mit dem Thema

Nachteil: Für Biogasanlagen sind oft an Massentierhaltungsbetriebe angeschlossen. Damit wird die grausame Haltung der Tiere, sowie die Umweltbelastung durch den Anbau des Tierfutters, die Ammoniak-Ausdünstungen und die Entsorgung der Fäkalien indirekt unterstützt.

Vorteil: Regenerative Energie.

anders rum, die Biogasanlagen sind eher Folgeerscheinungen der Massentierhaltung als umgekehrt

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@voayager

Ja, das stimmt schon. Aber damit macht man sie profitabler, und unterstützt das Gesamtsystem. Deshalb schrieb ich ja auch "indirekt".

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@BerwinEnzemann

Wichtig ist doch, das die elende Massentierhaltung verschwindet und nicht etwa die Biogasanlagen. Für die gibt es allemal auch jenseits der Massentierhaltung genug Verwendung, so z.B. beim Maisanbau.

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