Pro und contra arbeitende Mütter?

27 Antworten

Da dies eine reine Einstellungssache ist, kann man hier keine Vor und Nachteile aufzeigen. Wenn eine Mutter oder Vater (die darf man ja nicht außer acht lassen) unbedingt nur Elternteil und Hausfrau -mann sein möchte,

dann wird es nur Vorteile geben, weil ja alles mit drin ist, was man sich erwünscht. Sieht man seinen Lebensinhalt nicht nur im Kinder bekommen, dann wird einer nahezu nur Nachteile aufzeigen.

Egal wie die Einstellung ist, so lange der Nachwuchs nicht darunter leidet, kann sich das jeder genau so einrichten, wie es nicht nur finanziell möglich ist.

Zu bedenken geben ich allerdings eines:

Alle Kinder werden irgendwann erwachsen, führen ihr eigenes Leben und kommen nun mal nur noch ab und an zu Besuch, was machst du dann, wenn mit ca. 50 alle ausgeflogen sind?

Kinder zu bekommen ist etwas wunderbares, es gibt dem Leben wahrlich Sinn, aber wer sich nur noch als Mutter oder Vater definiert, der löst sich als eigenständige Person irgendwann auf und

hat gewaltige Probleme in der Welt, ohne als reines Elternteil definiert zu werden zu bestehen.

Wenn es dich allerdings völlig erfüllt und glücklich macht, dann nur her mit deinem Plan und setze ihn um.

Ich könnte es als werdender Vater nicht und werde dennoch alle freie Zeit meinem Kind widmen, aber das bin eben ich und ich bin nicht du.

Alles Gute.


In einem Job verlierst du den Kontakt zum Arbeitsleben nicht, inkl. Fortbildung, Anerkennung durch Arbeitsleistung und Kollegen und Kolleginnen und bleibst selbständiger.

Es kommt jedoch zu einem Rollenkonflikt zusätzlich. Ehefrau und Mutter lassen sich als Rollen integrieren, hinzu kommen Konflikte mit der Berufsrolle.

Man vermeidet den Rollenkonflikt, hat zwar mehr Zeit für Haushalt und Kinder, aber führt dies auf Dauer nicht zu einem Vermeidungsverhalten und Fixierung auf die eigene Familie?

Kinder profitieren unter Umständen auch von einer frühzeitigen Sozialisierung im Kindergarten. Und eine berufliche Position gibt nicht nur finanziellen Rückhalt sondern auch eine andere Form von Selbstbewusstsein.

Vielleicht wäre eine (Büro-)Arbeit zu Hause eine Lösung.

Vorteil daheim zu bleiben:

Es reicht ein Halbtagsplatz ab dem Kindergartenalter. Man kann den Tag individueller gestalten.

Nachteil: Man verliert unter Umständen den Anschluss im erlernten Beruf. Je nach Typ Mensch kann es sein das einem irgendwann die Decke auf den Kopf fällt ("alle erleben was und können darüber erzählen, ich kann nur von Windeln und gemalten Bildern und Heulattacken erzählen") .

Vorteil Arbeit:

Man verliert den Anschluss an die Arbeit nicht. Finanziell schauts daheim unter Umständen etwas besser aus. Man ist ausgelastet. Falls der Partner arbeitsunfähig/ arbeitslos wird, gibts dennoch jemand der das tägliche Brot verdient.

Nachteil: Man kriegt den Nachwuchs nicht tagtäglich rund um die Uhr mit. Oder aber man arbeitet während das Kind in dem Kindergarten ist... und muss anschließend gleichzeitig Mutter und Hausfrau sein sobald Kind und Mama "Feierabend" haben.

Dieses "Beide Eltern arbeiten" ist umsetzbar wenn die Arbeitszeiten der beiden Eltern kompatibel sind. Sobald aber einer im Wechselschichtmodell arbeitet und beispielsweise die restliche Familie (Großeltern beispielsweise) nicht einspringen kann bei der Betreuung, muss eben das andere Elternteil daheim bleiben.

Nicht zuletzt: Rente... falls es dies überhaupt noch gibt in 30 Jahren, so ists gut wenn man vorher einige Jahre einzahlen konnte.

In der heutigen Zeit ist es weniger eine Frage des Wollens als eine Frage des Müssens. Zum einen sind die Reallöhne die letzten Jahrzehnte gesunken und zum anderen die Ansprüche der Familien aber auch durchaus gestiegen. Wer also als Familie gesamtgesellschaftlich "mithalten" will (ob man es muss ist noch die andere Frage) ist meistens auf 2 Einkommen angewiesen. Nicht zu vergessen, dass das Rentenniveau auch extrem gesunken ist und wenn nur noch ein Partner arbeitet droht beiden auch schnell die Altersarmut- was sogar schon im Fall eines Besserverdiener gegeben ist. Meine Schwester hat z.B. einen Spitzenverdiener als Ehemann und ist jetzt nur noch Hausfrau und Mutter- wobei ich dieses Leben extrem langweilig finde. Meine Frau ist hingegen trotz Kind berufstätig und geht in ihrem Job auch sehr auf- was ich unabhängig von finanziellen Aspekten viel spannender finde, als wenn ich eine Hausfrau zu Hause sitzen hätte. Im Endeffekt habe ich auch immer den Eindruck, dass meine Schwester insgesamt schon etwas eifersüchtig auf meine Frau ist, denn auch Geld alleine macht nicht glücklich.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Studienabschlüsse in Sozialarbeit und Sozialmanagement

Es gibt eigentlich nur Vorteile.

Die Kinder kommen unter ihresgleichen - das ist sehr wichtig für das soziale Verhalten. Zu Hause kann man beispielsweise niemals mit den Kindern soviel machen wie es im Kindergarten möglich ist. Die Kinder werden auch schneller selbstständiger.

Wenn man arbeitet, versauert man als Elternteil nicht zu Hause. Man kann sich auch mit den Kindern beschäftigen, wenn sie aus der Kita wieder da sind.

Das schreibt eine Mutter, die immer (außer in den bezahlten Babyjahren) arbeiten ging.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – mehrfache Mutter und Oma

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