Pro Contra katholischer Kindergarten?

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4 Antworten

Der einzige Grund ein Kind in einen konfessionellen Kindergarten zu stecken, den ich erkennen kann wäre, falls kein anderer Kindergarten in der Nähe ist.

Die Liste der Nachteile ist lang und reicht von der Beschneidung der Religiösen Selbstbestimmung des Kindes durch frühkindliche Indoktrination über Bedenken das Druck auf die Eltern ausgeübt werden könnte, einer bestimmten Religion anzugehören/beizutreten (was Schulen angeht sind mir Fälle bekannt) bis hin zum kirchlichen Arbeitsrecht, aka "Dritter Weg", daß in staatlich finanzierten aber konfessionell getragenen Einrichtungen Mitarbeiter schlechter stellen, Sonderkündigungsrechte aus religiösen Gründen einräumt, etc.

Ich finde, wenn da die Kindergärten schon 95-100% öffentlich finanziert sind würde es nicht schaden, sie aus religiöser Trägerschaft zu lösen. Wo ist der Mehrwert? Ich sehe nur Risiken...

...und reicht von der Beschneidung der Religiösen Selbstbestimmung des Kindes durch frühkindliche Indoktrination...

Würde mich interessieren, wieviele Kinder Sie denn haben und wie alt sie sind.

Abgesehen davon, kann ich mir religiöse, frühkindliche Indoktrination in kirchlichen Kindergärten nicht so recht vorstellen, da dort das Personal häufig selbst nicht mehr (besonders) religiös praktizierend ist. Ok, es gibt Ausnahmen, aber eher selten.

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@wolfruprecht

Der Junior eines guten Freundes meinte mal "... und dann danken wir Gott ...", wir haben nachgefragt, wie der denn aussieht. Er hat ihn ganz gut beschreiben können: Kurze Haare, Kapuzenpulli, das sei Gott. Stellte sich heraus, es wird dort immer "für das Essen Dank gesprochen" ... an Gott. Es kommt jeden Tag einer von der Großküche der das Essen bringt. Der kleine folgerte Messerscharf, das müsse dann wohl Gott sein.

Im katholischen Kindergarten in den man mich gesteckt hat, haben wir alle religiösen Feste gefeiert, für Weihnachten, Ostern unda dazwischen gebastelt, waren im Kindergottesdienst und haben vor jedem Essen gebetet. Die Kindergottesdienste und das beten vor dem Essen ist wohl immer noch so. Kann mir auch kaum vorstellen, das man dort ohne Grippenspiel und so auskommt?

Das dort das Personal - zu mindest privat - den Glauben nicht praktiziert bedeutet nicht, daß dieser Auftrag nicht existiert. Der ist Teil der Jobbeschreibung und man kann für "unchristliches" Verhalten wie einen gleichgeschlechtlichen Lebenspartner oder eine erneute Hochzeit nach der Scheidung fristlos entlassen werden. Super. Finde ich nicht unterstützenswert.

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Kindergärten und Schulen sollten meiner Meinung nach ein neutraler Ort sein, damit sich jedes Kind frei entfalten und später mal ganz bewusst eine eigene Religion wählen kann (oder eben auch keine) Die Leitung einer Kirche bzw. allgemein einer Glaubensgemeinschaft zu überlassen halte ich nicht mehr für zeitgemäß.

Egal, ob katholisch, oder evangelisch, Hauptsache einen Platz im Kindergarten!

ich finde alle Religionen sinnlos, daher sehe ich es nicht ein ein Kind in ein Kindergarten zu schicken, wo es eine Gehirnwäsche bekommt, wie toll die Religionen sind

Du bist wohl in der DDR aufgewachsen? Von Toleranz hast du wohl noch nichts gehört?

Genauso wie Kinder in der Schule lernen sollen sie in dem Alter auch von Gott erfahren. Mit 14 in der Pubertät ist es dann viel zu spät. Da wollen sie sich abnabeln und lehnen die Erwachsenenwelt sowieso ab.

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