Pro & Kontras zum Thema ,,Freunde''?

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2 Antworten

Pro:

- Jugendliche suchen nach einer eigenen Identität, nach "eigenen Spielregeln", und damit auch (wenn auch nicht bewusst) nach übergeordneten und "selbst"geschaffenen Regelsystemen (z.B. Männlichkeitsbild), und primär wichtig für diese identitätsstiftenden Gruppen sind Gleichaltrige. Diese Gruppen schaffen Selbstbewusstsein und lehren sozialen Umgang.

- Jugend ist häufig eine Phase der Rebellion gegen die Eltern. "Eltern als Informationsquelle" werden immer auf eine ganz bestimmte Art wahrgenommen (sie sagen einem, was "richtig" ist, aber nicht, was "wichtig" ist). Mit anderen Worten: bei einigen Jugendlichen wird das, wofür die Eltern einstehen, schon deshalb abgelehnt, weil die Eltern dafür einstehen.

- Wer nicht in der Lage ist, "jugendlich" aufzutreten (wie gesagt, dem übergeordneten Regelsystem zu entsprechen), leidet häufig unter sozialem Ausschluss und Isolation. Und damit meine ich nicht Jugendliche, die besonders erwachsen auftreten (unterhalb der jugendlichen Gruppen gibt es natürlich wieder Gruppierungen, die sich über ihr "besonders erwachsen sein" definieren), sondern solche, die nicht in der Lage sind, in Art und Weise anderer Jugendlicher zu kommunizieren. Hieraus können sich Minderwertigkeitskomplexe und weitreichende psychische Probleme ergeben.

Kontra:

- Wenn Jugendliche sich nur noch unterhalb Gleichaltriger bewegen und den Eltern sich die Entwicklung des eigenen Kindes vollständig entzieht, kann es sein, dass dringend notwendige soziale und gesellschaftliche Konventionen nicht vermittelt werden, weil diese in den übergeordneten Regelwerken dieser Jugendlichen keine oder nur eine geringe Rolle spielen (z.B. Respekt vor älteren Menschen oder auch Vertretern des Staates, Höflichkeit).

- Eltern sind nach wie vor elementar wichtig für die Entwicklung von Jugendlichen, da schon die frühkindliche Prägung und die Phase (vor) der Pubertät eine große Rolle für die Entwicklung der Persönlichkeit und Psyche eines Menschen spielen.

- Ohne Eltern, die ständig die Dringlichkeit der schulischen und beruflichen Bildung vermitteln, neigen viele Jugendliche dazu, sich nicht ausreichend um ihre Zukunft zu sorgen, sodass sie später rückblickend bereuen, wie sie sich verhalten haben. Eltern sind in der Pflicht, ein Gegengewicht zu den von ihrem Kind für wichtig gehaltenen Werten und Zielen anzubieten, weil sonst somanch Jugendlicher erst mit Mitte 20 merkt, dass sein Verhalten und seine Entwicklung problematisch ist.

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Servus Erdnuss

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Kommentar von supaazoe
06.10.2016, 16:50

Na, haben wir schon wieder Ferien?

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