Privatperson: Banner-Werbung für 600 Euro

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Es ist wieder einmal super! Rechnung ohne "MWSt" ist Dir klar, meinst Du. Bist Du sicher, dass Dir die gesetzlichen Bestandteile einer Kleinunternehmerrechnung geläufig sind? Auf alle Fälle solltest Du Dich da ganz genau informieren. Fehlen die Hinweise wird das Finanzamt voller Freude bei Kenntnis dieses gegen Dich verwenden.

Die andere Sache mit der Gewerblichkeit, da kann man bestimmt ganz prima streiten. Wann Gewerblichkeit gegeben ist. Die Gemeinde wird das sehr weit auslegen. Was bei Dir aber wirklich richtig ist, dass kann man doch hier nicht beantworten. Tut mir Leid. Aber erstens geht Rechtsberatung sowieso nicht und zum anderen: Das könnte bei Dir auf der Kippe sein.

Für das Finanzamt ist das egal. Für die hast Du Einkünfte aus Gewerbebetrieb. Einnahmen abzüglich der Aufwendungen, soweit steuerlich erlaubt, ist das Betriebsergebnis. (Allerdings: Ich habe das nicht geprüft, erstens darf ich es nicht, zweitens fehlen zu viele Informationen. Vielleicht könnten die Einkünfte auch aus der Versteuerung rausfallen. Wahrscheinlichkeit ist klein, aber es gibt die Möglichkeit.)

Klassisch macht man es so, dass man den Gewinn schätzt und auf das zu versteuernde Einkommen des letzten Bescheides drauf rechnet. Damit hast Du zwei zu versteuernde Einkommen(s-Beträge).

Dann Einkommensteuertabelle für Singles ist die Grundtabelle und für verheiratete gilt die Splitting-Tabelle. Mit beiden Zahlen in die richtige Tabelle. Soli und Kirchensteuer werden da nicht viel ausmachen, kann man also vernachlässigen.

Differenz aus den beiden abgelesenen Beträgen ist die sogenannte Grenzsteuerbelastung. Dabei kann die Belastung je nach persönlichen Gegebenheiten zwischen 0 und 42% (Spitzensteuersatz) liegen. Also die Frage was über bleibt ist eher die Frage, was für Dich viel ist.

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